
Ratgeber Sitzhocker
Neben Sofa und Sessel fehlt im heimischen Wohnzimmer häufig eine weitere Sitzgelegenheit für spontanen Besuch. Wer nicht auf die Gemütlichkeit eines Polstermöbels verzichten und dennoch Platz sparen möchte, sollte auf einen Sitzhocker zurückgreifen. In diesem Ratgeber erfahren Sie alles über Design, Material und Einsatzmöglichkeiten eines Sitzhockers.
1. Der Sitzhocker
Während Sitzhocker früher vor allem als Melkschemel eingesetzt wurden, sind sie heute bekannt für ihre Vielseitigkeit: Neben unterschiedlichen Formen und Designs kann das Möbelstück, das auch Sitzwürfel genannt wird, zu mehreren Zwecken eingesetzt werden. Besonders praktisch sind Sitzhocker mit Stauraum, die in ihrem Innern Platz für verschiedene Utensilien bieten. Auch wenn Sie großen Wert auf Design legen, kann ein Hocker Ihre Wohnatmosphäre unterstreichen. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt: Orientalisch anmutende Modelle aus Samt bereichern Ihre Räume ebenso wie innovative Varianten aus Pappe. Für Personen mit Rückenbeschwerden kann ein Sitzhocker in ergonomischer Form sogar die Arbeit am Schreibtisch erleichtern. Allen Sitzhockern gemein sind die fehlende Rückenlehne sowie eine typische Sitzhöhe von 45 Zentimetern. Für die Funktion als Beistelltisch eignen sich hingegen Hocker, die eine Höhe von 40 Zentimetern aufweisen.
Papphocker im witzigen Pizza-Look
2. Einsatzmöglichkeiten von Sitzhockern
Unabhängig von dem Raum, in dem Sie den Hocker einsetzen möchten, können Sie diesen nicht nur als Sitzgelegenheit verwenden. Ein Sitzhocker eignet sich auch für andere Einsatzbereiche:
- Als Stauraum
- Als Fußablage in Kombination mit einem Sessel
- Als Beistelltisch
- Als Ablagefläche zum Beispiel im Badezimmer
- In rechteckiger Form als Sitzbank
Je nach Einsatzbereich sollte der Fokus auf verschiedenen Faktoren liegen: Während Modelle für Kinder aus besonders verträglichen Stoffen hergestellt sein sollten, muss ein Hocker, der gleichzeitig als Beistelltisch oder für Stauraum genutzt werden soll, aus stabilem Material gefertigt sein.
Achten Sie hier auf die in der Beschreibung angegebene Tragkraft. Diese bestimmt die Stabilität des Sitzmöbels.
2.1 Wohn- und Kinderzimmer: Der Gemütliche
Im Wohnzimmer finden sich besonders häufig gepolsterte Hocker, die entweder als zusätzlicher Sitzplatz für Besuch dienen oder als komfortable Fußablage vor dem Fernsehsessel. Ein besonderer Hingucker sind runde Sitzhocker in verspielten Designs und aus weichen Materialien, die auch Pouf genannt werden. Wünschen Sie stattdessen die Zusatzfunktion der Aufbewahrungsbox, ist ein fester Sitzwürfel die bessere Alternative. Eine attraktive Kombination aus Funktion und Design bieten elegante Sitzhocker aus Leder, die innen über einen Hohlraum verfügen. Für Designliebhaber eignen sich zudem dekorative Varianten mit integriertem Licht. Je nach Modell haben Sie sogar die Möglichkeit, die farbige Beleuchtung mittels Fernbedienung beliebig zu verändern.
Sitzhocker rund
In Kinderzimmern übernimmt der Sitzwürfel häufig mehrere Aufgaben. Neben den üblichen Funktionen als Sitzgelegenheit und Aufbewahrungsbox regen Sitzhocker im Zimmer des Nachwuchses auch die Fantasie an. Bunte Hocker aus kinderfreundlichen Materialien wie Plüsch oder Kunststoff minimieren die Verletzungsgefahr und laden zum Spielen ein. Häufig werden auch aufblasbare, stapel. oder faltbare Sitzhocker angeboten, die sich besonders schnell verstauen lassen.
Faltbarer Sitzhocker in Bus-Optik
2.2 Badezimmer und Hausflur: Der Praktische
Obwohl Sitzhocker natürlich auch in anderen Räumen eine praktische Funktion einnehmen können, steht diese in Badezimmern und Hausfluren mehr im Mittelpunkt als anderswo. Im Bad finden sich häufig Hocker aus Werkstoffen wie Kunststoff oder Metall, da diese besonders wasser- und feuchtigkeitsresistent sind. Egal, ob Sie den Sitzhocker hier als Ablage für Kleidung oder Handtücher nutzen, als Podest für den Nachwuchs am Waschbecken (achten Sie hier wieder auf die Tragkraft!) oder als Stauraum. Ein Sitzhocker im Badezimmer ist ebenfalls für ältere Personen praktisch, da dieser das Waschen und Duschen erleichtert.
Praktische Sitzbank mit Schuhablage
Ähnlich verhält es sich im Hausflur. Meist weicht der klassische, quadratische Sitzhocker hier einer rechteckigen Sitzbank, auf der auch mehrere Personen Platz finden. Neben der Garderobe eignet sich der Hocker ideal zur Aufbewahrung von Schuhen oder als Station zum Anziehen dieser für Groß und Klein. Da die Bank häufig mit schmutzigem Schuhwerk in Berührung kommt, empfiehlt sich der Einsatz eines pflegeleichten Materials wie Metall oder Holz. Die Sitzfläche ist für höheren Komfort meist extra gepolstert. Ein Sitzhocker in Weiß passt zwar besonders gut zum Landhausstil, ist jedoch auch anfälliger für unschöne Flecken.
2.3 Büro: Der Ergonomische
Immer häufiger werden klassische Bürostühle durch Sitzhocker ersetzt. Was zunächst eher ungesund für die Muskulatur klingt, stärkt den Rücken beim Einsatz des richtigen Möbels sogar. Bei den sogenannten Aktiv-Sitzhockern handelt es sich um ergonomische Modelle, die mit einer Tiefenfederung ausgestattet sind. Diese ermöglicht gemeinsam mit einem Luftkissenfundament flexible Schwingeffekte, die sowohl vertikal als auch horizontal erzeugt werden können. Eine massive Fußplatte aus Aluminium sorgt für den sicheren Stand des Sitzmöbels. Die Höhe lässt sich individuell einstellen, die im Lieferumfang enthaltene Luftpumpe erlaubt dem Nutzer sogar die Regulierung des Schwingeffekts.
Ergonomische Sitzhocker verbessern die Rückengesundheit
3. Material
Dank der vielen verschiedenen Materialien sind den Designs der Sitzhocker keine Grenzen gesetzt. Je nach Einsatzort sollten Sie jedoch abwägen, welcher Werkstoff für Ihre Zwecke am besten geeignet ist. In der folgenden Tabelle haben wir die Vor- und Nachteile der verschiedenen Stoffe für Sie zusammengefasst:
Holz

Vorteile
- Oft aus nachhaltiger Herstellung
- Cooler Materialmix in Verbindung mit Sitzpolster
- Viele Farben und Designs möglich
- Abnehmbare Polster verwandeln den Sitzhocker in Tritt oder Beistelltisch
Nachteile
- Ohne zusätzliche Polsterung unbequem
- Nicht für feuchte Umgebung geeignet
Metall

Vorteile
- Besonders stabil
- Meist als robuster Rahmen in Kombination mit Kunststoff
- Oft stapelbar
- Auch für Badezimmer geeignet
Nachteile
- Meist kein hochwertiger Look
- Minderwertiges Metall rostet womöglich nach einiger Zeit
Leder

Vorteile
- Besonders hochwertig
- Weiches Material für hohen Komfort
- Für viele Einrichtungsstile passend
Nachteile
- Hoher Pflegeaufwand
- Meist ohne zusätzlichen Stauraum
- Nicht für Badezimmer geeignet
Kunststoff

Vorteile
- Günstig
- Leicht
- Besonders geeignet für Bad und Dusche
- Farbenfrohe Varianten möglich
Nachteile
- Oft geringere Tragkraft
- Meist kein hochwertiges Design
Polster

Vorteile
- Besonders bequem
- Dank geringer Verletzungsgefahr auch für Kinderzimmer geeignet
Nachteile
- Komplizierte Fleckentfernung, wenn Polster nicht abgenommen werden kann
4. FAQ
Eignen sich Sitzhocker auch außerhalb des Wohnzimmers?
Ein Sitzhocker ist je nach Material und Bauweise flexibel einsetzbar. Sitzwürfel aus Kunststoff oder Metall lassen sich zum Beispiel auch problemlos im Badezimmer einsetzen. So erhalten Sie zusätzlichen Stauraum oder eine Steighilfe für Ihren Nachwuchs. Varianten mit abnehmbarer Polsterung werden gern auch als Beistelltisch verwendet.
Kann jeder Sitzhocker als Tritt verwendet werden?
Wenn Sie Ihren Sitzhocker auch als Podest verwenden möchten, sollten Sie unbedingt auf die angegebene Tragkraft achten. Modelle, deren Beine nicht aus stabilem Material hergestellt sind, könnten unter der Last zusammenbrechen.







































