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Wissenswertes über Locher
1. Varianten von Lochern
Locher zählen zum Standardrepertoire eines jeden gut sortierten Büros. Der klassische Locher stanzt zwei saubere Löcher in das Papier, um es in einem Ordner einzusortieren. Neben dieser Standardausführung sind auch Locher erhältlich, die besonders viele Papiere auf einmal lochen oder mehrere Löcher stanzen können, etwa um diese in Ringbüchern oder Terminplanern abheften zu können. Gängige Locher sind in der Regel mit den Standardformaten DIN A3, A4, A5 und A6 kompatibel.
Die Maße eines Lochers sind nach ISO 838 standardisiert. Der Lochabstand beträgt hierbei 80 Millimeter.
Welche Locher-Varianten es gibt und für welche Anwendungsbereiche diese ideal sind, erfahren Sie in der folgenden Übersicht.
1.1 Standardlocher
Hierbei handelt es sich um die gebräuchlichste Locher-Variante mit Anschlagschiene. Dieser Locher ist mit zwei Lochpfeifen (Stanzwerkzeug) ausgestattet und locht Papiere für alle gängigen Ordner und Hefter. Die Satzleistung liegt bei circa 20 Papierblättern. Daher eignet sich der Standardlocher für den gewöhnlichen Büroalltag zum gelegentlichen Lochen von Papieren.

1.2 Registraturlocher
Der Registraturlocher stellt die erweiterte Form des Standardlochers dar. Mit diesem Gerät lassen sich sehr viele Seiten lochen. Durch einen verlängerten Hebel gelingt dies zudem mit nur geringem Kraftaufwand. Daher eignet sich dieser Locher vor allem für hohes Papieraufkommen, wie etwa zum Lochen von Präsentationen oder Manuskripten. Der Registraturlocher findet zudem beim Lochen von dicken Papieren Verwendung.

1.3 DoppellocherDiese Locher-Varianten werden auch als Vierfachlocher bezeichnet, da sie in das Blatt vier Löcher stanzen, um es entsprechend in Ringbücher oder Doppelordner abheften zu können. Bei diesem Locher-Format handelt es sich um die sogenannte 888-Lochung, da alle Löcher im Abstand von acht Zentimetern gestanzt werden. Ähnlich wie der Standardlocher ist auch der Doppellocher mit den Formaten A4, A5 und A6 kompatibel.Benötigen Sie nur selten doppelt gelochte Seiten, gelingt ihnen das auch mit einem Standardlocher. Setzen Sie das Gerät dazu einfach im passenden Abstand doppelt an.
1.4 Taschenlocher
Der Taschenlocher ist eine vereinfachte Form des Standardlochers und zeichnet sich durch seine flache Bauweise aus. Diese ermöglicht es, den Locher selbst abzuheften und somit immer dabei zu haben. Im Gegensatz zu herkömmlichen Lochern können mit dieser kompakten Variante lediglich bis zu circa drei Blätter Papier auf einmal gelocht werden.

1.5 Mehrfachlocher
Etwas weniger verbreitet ist der Mehrfachlocher beziehungsweise der Sechsfachlocher für Terminplaner. Dieser weist sechs Lochpfeifen auf, mit denen Kalendereinlagen passend gelocht werden können. Diese Modelle sind mit den Formaten DIN A6 und A7 kompatibel.

2. Zubehör und Hilfsmittel
Für professionelle Locher stehen austauschbare Zubehörteile zur Verfügung wie etwa Lochpfeifen, mit denen die Löcher in das Papier gestanzt werden. Sobald das Lochen schwerfälliger wird, sollten diese ausgetauscht werden, da stumpfe Lochpfeifen oft ein Knicken oder gar Einreißen der Blätter zur Folge haben.
Ein weiteres Hilfsmittel ist der Lochverstärker für bereits gelochte Papiere. Dabei handelt es sich um aufklebbare Kunststoffringe oder Klebestreifen, welche den Bereich um das Loch zusätzlich verstärken und ein einreißen verhindern beziehungsweise eingerissene Löcher reparieren.

Lochpfeifen

Lochverstärker
Tipp: Haben Sie keine Lochverstärker zur Hand, können Sie sich auch mit einem Klebestreifen behelfen.





































