
Ratgeber Kinderteppiche
Kinderteppiche sind dekorative Elemente im Kinderzimmer, aber erfüllen auch praktische Funktionen: Sie dienen als Untergrund zum Spielen, schützen empfindliche Böden und spenden behagliche Wärme.
1. Merkmale von Kinderteppichen
Das Hauptmerkmal eines Kinderteppichs ist das kindgerechte Design. Dabei stehen Ihnen – abhängig vom Kindesalter – verschiedene Ausführungen und Themen zur Wahl:
- Märchen- & Comicfiguren
- Naturmotive
- Landschaften
- Filmhelden
- Fantasiewelten
Detailansicht ausgewählter Kinderteppich-Modelle
Neben dem Motiv kann auch die Form je nach Modell variieren und beispielsweise die Umrisse von Pflanzen oder Tieren aufweisen. Teppiche für Kinderzimmer dürfen besonders farbenfroh und ausgefallen sein. Allerdings sollten Sie bei Ihrer Wahl die folgenden Punkte beachten:
- Beziehen Sie Ihr Kind in die Kaufentscheidung mit ein. Letztendlich ist es sein Zimmer und der Teppich sollte ihm gefallen.
- Die Grundfarbe des Auslegers ist passend zu Wandfarben beziehungsweise Tapeten und Vorhängen zu wählen.
- Achten Sie auf ein stimmiges Gesamtbild: Auffällige, bunte Motivteppiche sind für unifarbene Räume besser geeignet. Gemusterte Wände, Gardinen und Teppiche können in Kombination sehr schnell unruhig wirken.
1.1 Wichtige Eigenschaften
Teppiche können auf glatten Oberflächen leicht rutschen, weswegen insbesondere beim Spielen und Toben ein erhöhtes Verletzungsrisiko besteht. Achten Sie daher auf eine Anti-Rutsch-Beschichtung auf der Unterseite oder verwenden Sie zusätzliche Anti-Rutsch-Matten, um dem Teppich mehr Halt zu geben.
Darüber hinaus sollten Brücken für Kinderzimmer schadstofffrei sein, da Kinder in engem Kontakt mit dem Teppich sind und vor allem Kleinkinder oder Babys die Oberfläche möglicherweise mit der Zunge berühren. Außerdem können minderwertige Teppiche auch die Luft verunreinigen. Achten Sie daher auf entsprechende Gütesiegel wie beispielsweise den Öko-Tex Standard 100.
1.2 Geeignete Materialien
Auch das Material von Kinderteppichen muss verschiedene Kriterien erfüllen, da es durch die zumeist intensive Nutzung besonders strapaziert wird.
Kunstfaserteppiche sind überaus belastbar. Hinzu kommt, dass diese Varianten einfacher zu reinigen sind, da Schmutz und Flecken weniger leicht in die einzelnen Fasern eindringen können. Ähnliches gilt für einen niedrigen Flor: Aus diesem können die meisten Verunreinigungen problemlos mithilfe eines Staubsaugers entfernt werden.
Daher eignen sich beispielsweise Polypropylen oder Polyester als Stoffe für Kinderzimmerteppiche. Sie sind robust und einfach sauber zu halten. Darüber hinaus punkten Varianten aus Kunstfaser mit einem meist günstigeren Preis als Naturfaserteppiche. Dies erlaubt es Ihnen, den Teppich auszutauschen, wenn er verschlissen ist oder Ihrem Kind nicht mehr gefällt.
Sofern das Kinderzimmer mit einer Fußbodenheizung ausgestattet ist, sollten Sie bei der Wahl des Teppichs auf eine entsprechende Eignung achten.
1.3 Herstellung & Produktion
Teppiche können generell in verschiedenen Verfahren hergestellt werden. Diese haben sowohl Einfluss auf das Aussehen und die Beschaffenheit der Oberfläche als auch auf die Qualität und Langlebigkeit. Um Ihnen die Wahl Ihres neuen Kinderteppichs zu erleichtern, stellen wir Ihnen unterschiedliche Ausführungen genauer vor.
Gewebte Teppiche
Diese Varianten sind aufgrund der Herstellungsmethode in der Regel besonders flach. Die einzelnen Fäden werden dabei senkrecht zueinander verwoben. Dabei unterscheidet man zwischen Kettfaden, der längs verläuft, und Schussfaden, der quer zum Kettfaden liegt. Zumeist werden Webteppiche engmaschig gearbeitet, wodurch sie robust und langlebig sind.
Getuftete Teppiche
Das sogenannte Tuften kann bei verschiedenen Teppicharten wie Schlingen-, Loop- und Veloursteppichen eingesetzt werden. Als Untergrund beziehungsweise Erstrücken wird wahlweise ein Gewebe oder Vlies verwendet, in welches das Teppichgarn eingenäht wird. Die einzelnen Fäden werden dabei an der Unterseite festgehalten und mit einer Unterschicht, dem Zweitrücken, fixiert. Sofern das Teppichgarn in Schlaufenform vorliegt, spricht man von einem Schlingen- oder Loopteppich. Häufig werden diese bei der Herstellung jedoch automatisch durchtrennt, wodurch ein Veloursteppich entsteht. Durch die Verwendung des Zweitrückens sitzen die einzelnen Fasern besonders fest, weswegen auch getuftete Teppiche ideal für Kinderzimmer geeignet sind.
Gekettelte Teppiche
Das Ketteln beschreibt eine spezielle Bearbeitung beziehungsweisen das Einfassen der Teppichränder. Gekettelte Teppiche umnäht man rundum eng mit einem robusten Faden, wodurch verhindert wird, dass der Bodenbelag bei starker Belastung an den Kanten ausfranst. Vor allem Niedrigflorteppiche werden häufig mit dieser Methode bearbeitet.
2. Besondere Kinderteppiche
Neben Kinderteppichen, die dank ihrer farbenfrohen Motive ein optisches Highlight in jedem Kinderzimmer darstellen, gibt es noch weitere, spezielle Varianten, die besondere Eigenschaften aufweisen. Diese stellen wir Ihnen in den folgenden Übersichten genauer vor.

Spielteppich
- Fungiert gleichzeitig als Spielelement
- Motive von Spielbrettern oder Landschaften
- Geeignet für Brettspielvarianten oder den Einsatz diverser Spielfiguren

Straßenteppich
- Mit unterschiedlichen Stadtmotiven
- Verfügt meist über ein komplexes Straßennetz
- Perfekt für das Spielen mit Modellautos
Hier alle Straßenteppiche ansehen

3D-Kinderteppich
- Unterschiedlich hoher Flor für einen 3D-Effekt
- Besonders interessante und hochwertige Struktur
- Drop-Stitch: Konturen der Motive niedriger gearbeitet
3. Tipps: Teppich auslegen und reinigen
Damit Sie beziehungsweise Ihre Kinder direkt und lange Freude an dem neuen Teppich haben, geben wir Ihnen an dieser Stelle einige Tipps für das Auslegen und die Reinigung.
Auslegen
- Neue Teppiche werden meist gerollt verpackt und gelagert. Daher kann es zu einer Wellenbildung beim Hinlegen kommen. Diese glättet sich mit der Zeit automatisch. Um jedoch Stolperfallen zu vermeiden, können Sie den Teppich nach dem Auspacken kurz in die entgegengesetzte Richtung aufrollen, um ausgeprägte Wellen zu minimieren. Nach einiger Zeit wird der Bodenbelag plan auf dem Untergrund aufliegen.
- Darüber hinaus empfehlen wir Ihnen, den Kinderteppich nach dem Auspacken abzusaugen. So befreien Sie die Oberfläche von produktionsbedingtem Staub und Fusseln.
- Außerdem kann es sinnvoll sein, Läufer zunächst im Freien zu lüften. Dies sollten Sie insbesondere dann tun, wenn sie am Anfang stark riechen.
Reinigung
- Vor allem Teppiche in Kinderzimmern sollten regelmäßig gereinigt werden, da speziell junge Kinder häufig auf dem Boden spielen und es so zu Hautkontakt kommt.
- Zum Entfernen von grobem Schmutz und Staub können die meisten Modelle problemlos gesaugt werden. Darüber hinaus ist ein regelmäßiges Ausklopfen ratsam, da dies tiefersitzende Verschmutzungen aus den Fasern entfernt.
- Flecken sollten Sie nach Möglichkeit direkt mit einem feuchten Tuch entfernen. Dazu tupfen Sie die entsprechenden Stellen von außen nach innen ab. Nur bei besonders robusten Varianten können Sie versuchen, den Fleck mit einer milden Seifenlauge weg zu reiben.
- Alternativ können Sie den Teppich professionell reinigen lassen oder mit einem speziellen Waschsauger behandeln. Beachten Sie dabei stets das Pflegeetikett.
Einige Kinderzimmerteppiche können sogar in der Waschmaschine gereinigt werden. Lassen Sie diese danach gut trocknen, bevor Sie sie wieder in das jeweilige Zimmer legen.
4. FAQ
Wie reinige ich einen Kinderteppich?
Teppiche in Kinderzimmern sollten regelmäßig gesaugt werden, um sie von Staub und ähnlichem Schmutz zu befreien. Bei robusten Modellen kann zudem das Ausklopfen zur Hygiene beitragen. Außerdem raten wir dazu, Flecken möglichst schnell mit einem feuchten Tuch abzutupfen. Weitere ausführliche Tipps für die Säuberung haben wir in diesem Kapitel für Sie zusammengefasst.
Was sollte ich beim Kauf von Kinderteppichen beachten?
Bei der Wahl eines geeigneten Kinderzimmerteppichs sollten Sie insbesondere auf die Qualität achten. Diese erkennen Sie unter anderem an Prüfsiegeln wie beispielsweise dem Öko-Tex Standard 100, für das Textilien auf Schadstofffreiheit getestet werden. Auch die generelle Verarbeitung sowie der Herstellungsprozess spielen eine Rolle für die Langlebigkeit und Robustheit von Teppichen. Alle wichtigen Kaufkriterien finden Sie im ersten Kapitel unseres Ratgebers.






































