
Ratgeber zu Hundepullovern
Genauso wie Menschen können auch Hunde im Winter frieren. Ein Hundepullover hält ebenso wie ein Mantel Feuchtigkeit, Wind sowie Kälte ab und verhindert so, dass der Hund sich erkältet. In unserem Ratgeber erfahren Sie, welche Rassen einen Wärmeschutz benötigen und wie Sie die richtige Größe bestimmen.
1. Alles über Hundepullover
Auch wenn Hundebekleidung oftmals aus optischen Gründen angeschafft wird, geht es in erster Linie darum, den Hund vor Kälte und Nässe zu schützen. Hundepullover werden über den Kopf des Hundes gezogen, worauf die Vorderbeine durch die Aussparungen geführt werden. Die geschlossene Form sorgt für einen besonders guten Schutz des Brustkorbes, Bauches und Rückens. Das ist wichtig, da der Brustkorb durch Spritzwasser beim Laufen schnell nass wird und der Bauch zu den kälteempfindlichsten Körperpartien zählt.
Hundepullover wärmen den Hund.
Verschiedene Hundepullover:
- Wasserdichte Hundepullover als Regen- und Windschutz
- Gefütterte Pullover als Wärmeschutz
- Übergangskleidung, die selbst nicht gefüttert ist, aber für eine zusätzliche, wärmende Schicht zwischen Fell und Stoff sorgt
Lange Ausführungen schützen ebenso wie Mäntel auch die Hüften des Hundes. Außerdem akzeptieren Hunde das Tragen eines Pullovers eher als das eines Mantels. Gut geschnittene Hundepullover werden von Hunden auch beim Liegen und Sitzen nicht als unbequem empfunden.
Um auch die Ballen des Hundes vor Erfrierungen oder Verletzungen durch Streusalz zu schützen, empfiehlt es sich, bei Glätte zusätzlich einen Pfotenschutz zu verwenden.> Hier sämtliches Hundezubehör ansehen.
1.1 Bestandteile
Neben einfachen Hundepullovern, die in ihrer Form an ein T-Shirt erinnern, finden Sie auch besondere Ausführungen, die für zusätzlichen Wärmeschutz sorgen.
Hundepullover mit Ärmeln
Hundepullover mit Ärmeln wärmen auch die Vorderbeine vollständig. Das ist vor allem dann praktisch, wenn der Hund beispielsweise unter Arthritis leidet, da dadurch auch die Gelenke geschützt sind. Allerdings können die Ärmel schnell dreckig werden, sodass das Oberteil regelmäßig gewaschen werden muss. Hundejogger schützen zusätzlich die Hinterläufe.

Hundepullover mit Rollkragen
Vor allem Hunderassen mit einem langen und dünnen Hals sind für zusätzlichen Schutz dankbar. Alternativ dazu finden Sie auch Hundeschals , die den Hals wärmen.

Hundepullover mit Bündchen an den Vorderlaufaussparungen
Bei solchen Pullovern entsteht keine Lücke zwischen Vorderbein und Kleidungsstück, sodass der Pullover nahezu winddicht ist.

Hundepullover mit Kapuzen haben eher modische Vorzüge. Das Tragen ist für den Hund meistens unangenehm und bietet wärmetechnisch nur sehr bedingt einen Vorteil.
1.2 Braucht mein Hund einen Hundepullover?
Ob Ihr Hund im Winter einen Hundepullover tragen sollte, hängt von mehreren Faktoren ab:
- Felldichte
- Größe des Hundes
- Bewegungsintensität
- Alter des Hundes
Welche Rassen sollten einen Hundpullover tragen?
Ersteres betrifft vor allem Hunde, die ursprünglich aus südlichen Regionen stammen und für ein warmes Klima gezüchtet wurden. Kurzhaarige Rassen haben eine geringe Wärmedämmung in Form von Unterwolle und verlieren deshalb schnell an Körperwärme. Auch Sonderzüchtungen für Allergiker mit wenig Fell – wie der Nackthund – benötigen im Winter zusätzlichen Schutz.
Ein Hundepullover empfiehlt sich auch für Rassen, die von Natur aus klein und schlank sind. Solchen Hunden fehlt die schützende Fettschicht auf den Rippen und sie besitzen weniger Körpermasse. Zudem kühlen kleine Hunde schnell aus und sind aufgrund der geringen Größe näher am kalten Boden, was die Wahrscheinlichkeit einer Blasenentzündung erhöht.
Auch die Aktivität des Hundes ist entscheidend: Ein Hund, der sich schnell und viel bewegt, wird wahrscheinlich keinen Pullover benötigen, während ein träges Tier einen Wärmeschutz tragen sollte. Alte oder sehr junge Hunde sind ebenfalls anfällig für Krankheiten und können durch Kälte eine Nierenentzündung bekommen.
Auch erkrankte Hunde mit geschwächtem Immunsystem sollten vor Kälte und Nässe geschützt werden.
Für folgende Rassen wird das Tragen eines Wärmeschutzes im Winter empfohlen:
- Mexikanischer Chihuahua
- Windhund
- Dobermann
- Dogge
- Rhodesian Ridgeback
- Weimaraner
- Nackthund
- Yorkshire Terrier
- Malteser

Letztendlich können Sie nur durch genaues Beobachten erfahren, ob Ihr Hund im Winter und bei Nässe friert. Fängt er an zu zittern, zeigt Unwillen, nach draußen zu gehen oder läuft nicht mit, kann es sein, dass ihm zu kalt ist.
2. Größenbestimmung
Um vor Kälte und Nässe zu schützen, muss ein Hundepullover gut sitzen. Liegt er jedoch zu eng an, kann die Haut des Hundes aufscheuern. Die richtige Größe können Sie durch Abmessung des Brust- und Halsumfangs sowie der Rückenlänge bestimmen:

Wird vom Hersteller nur eine Angabe gemacht, handelt es sich dabei in der Regel um den Brustumfang.
Der Hersteller DoggyDolly gibt für seine Hundepullover folgende Größen an:
Größenempfehlung für Hundepullover vom Hersteller DoggyDolly
3. FAQ
Für welche Hunde ist ein Pullover sinnvoll?
Ein Hundepullover schützt im Winter zuverlässig vor Schnee und Kälte. Das ist vor allem für Hunde mit wenig Unterwolle sinnvoll, da diese kaum eigene Körperwärme produzieren. Auch alte Hunde mit eingeschränktem Bewegungsapparat frieren schnell und sollten deswegen einen Kälteschutz tragen.
Kann mein Tier den Hundepullover auch im Sommer tragen?
Besitzt der Hund kein oder nur wenig Fell, macht es unter Umständen Sinn, dass dieser auch im Sommer einen Pullover trägt. Ein dünnes, leichtes Modell kann den Hund vor UV-Strahlung schützen. Bitte verzichten Sie darauf, dem Hund aus rein modischen Gründen auch im Sommer einen Pullover anzuziehen. Klären Sie im Zweifelsfall mit Ihrem Tierarzt ab, ob ein Sonnenschutz für Ihren Hund sinnvoll ist.


































