
Wissenswertes über Barfußschuhe
Barfußschuhe können im Alltag und beim Sport förderlich für die Gesundheit sein, da sie Muskulatur und Gelenke trainieren. Doch vor dem Kauf sollten Sie sich mit ihren Besonderheiten vertraut machen.
1. Was sind Barfußschuhe?
Barfußschuhe sind so konzipiert, dass sich mit ihrer Hilfe das Barfußgehen nachempfinden lässt, der Fuß aber durch die Schuhe noch geschützt ist. Sie werden auch als Minimalschuhe bezeichnet, da sie auf bestimmte Funktionen und Eigenschaften, wie beispielsweise die Dämpfung der Sohle, bewusst verzichten. Beim Gehen mit einem Barfußschuh wird daher ein natürlicher Laufstil gefördert, der sogenannte Ballengang. Dieser aktiviert diverse Muskelgruppen und Sehnen in Fuß und Wade, die beim Tragen von normalen Schuhen ständig geschont werden.
Barfußschuhe ermöglichen das Gefühl des Barfußgehens.
Barfußschuhe können mit und ohne Strümpfen getragen werden. Entscheiden Sie am besten selbst, was Sie als bequemer empfinden.
Die Schuhe eignen sich im Prinzip für jeden Träger und können sowohl von Kindern im Lauflernalter als auch von Erwachsenen im Alltag oder beim Training getragen werden.
2. Welche Merkmale weisen Barfußschuhe auf?
Anders als beispielsweise technisch vollausgestatte Laufschuhe sind Barfußschuhe in ihrer Konstruktion bewusst sehr minimalistisch gehalten. An den folgenden typischen Eigenschaften können Sie Barfußschuhe erkennen:
Breite Schuhspitze
Die Zehenbox der Schuhe ist besonders breit gefertigt, sodass Quetschungen und Blasenbildung an den Zehen vermieden werden. Das fördert zudem die Bewegungsfreiheit im Vorfußbereich, denn so können sich die Zehen komplett ausfächern.
Nullabsatz/Nullsprengung
Die Sohle gängiger Alltagsschuhe weist einen Absatz auf, durch den die Ferse eine höhere Lage als der Vorfuß erhält. Das verhindert einen natürlichen Laufstil: Zuerst setzt der Fußballen auf und nicht die Ferse. Der Verzicht auf einen Absatz fördert das genaue Gegenteil, nämlich, dass beim Absetzen des Fußes zuerst der Ballen den Boden berührt, wodurch eine natürliche Abrollbewegung stattfindet.
Flexible Sohle
Barfußschuhe sind besonders leicht und flexibel, damit sich der Schuh optimal an die natürliche Abrollbewegung des Fußes anpassen kann.
Die Sohle von Barfußschuhen ist in der Regel besonders dünn und dreidimensional flexibel. Dadurch lässt sich der Schuh in alle Richtungen biegen und drehen, passt sich perfekt der Fußbewegung an und der Untergrund kann, ähnlich wie beim echten Barfußlaufen, mit allen Unebenheiten und Eigenschaften erspürt werden.
Leichtes Material
Die Sohle gängiger Alltagsschuhe weist einen Absatz auf, durch den die Ferse eine höhere Lage als der Vorfuß erhält. Das verhindert einen natürlichen Laufstil: Zuerst setzt der Fußballen auf und nicht die Ferse. Der Verzicht auf einen Absatz fördert das genaue Gegenteil, nämlich, dass beim Absetzen des Fußes zuerst der Ballen den Boden berührt, wodurch eine natürliche Abrollbewegung stattfindet.
3. Welche Vorteile und Trainingseffekte bringt das Tragen von Barfußschuhen mit sich?
Das Tragen von Barfußschuhen kann zur Stärkung des gesamten Bewegungsapparates führen. Egal, ob Sie die Schuhe im Alltag oder beim Sport tragen, Sie können bei regelmäßiger Nutzung der Schuhe die folgenden Trainingseffekte beobachten:
- Natürlicher Ballengang, der die Fuß- und Beinmuskulatur aktiviert und stärkt
- Förderung der Durchblutung
- Stimulation der Fußreflexzonen
- Sicheres Auftreten durch aufrechte Körperhaltung
- Entspannte und warme Füße
- Aktives Körpergefühl
- Verbesserte Standfestigkeit
4. Wie starte ich am besten mit dem Barfußlaufen?
Das Laufen und Trainieren mit Barfußschuhen sollten Sie langsam erlernen, damit sich Muskulatur und Gelenke an die neuen Bewegungen gewöhnen können. Beachten Sie die folgenden Punkte, wenn Sie mit dem Barfußlaufen starten:
- Beginnen Sie zunächst mit kurzen Geh- oder Laufstrecken und steigen Sie nur langsam auf Barfußschuhe um, damit Sie einer Überbelastung Ihres Körpers und vor allem Ihrer Füße vorbeugen.
- Wenn Sie die Barfußschuhe zum Training tragen wollen, sollten Sie diese zur Eingewöhnung erst im Alltag testen.
- Mit Barfußschuhen können Sie Sneaker und Co. beliebig ergänzen, anstatt sie gänzlich zu ersetzen.
- Je minimalistischer die Schuhe ausgestattet sind, desto behutsamer sollten Sie Ihre Eingewöhnung gestalten.
Wichtig: Beachten Sie, dass Sie beim Tragen von Barfußschuhen Ihren Laufstil zu einem Vorderfuß- oder zumindest Mittelfußlaufen ändern müssen. Nur dann können Sie einen natürlichen Laufstil, den sogenannten Ballengang, erlernen, bei dem nicht die Ferse, sondern der Vorderfuß zuerst auftritt.
5. Varianten und Modelle von Barfußschuhen
Im Wesentlichen gibt es vier Varianten von Barfußschuhen:
- Barfußschuhe: Diese Schuhe gehören zu den klassischen Vertretern der Minimalschuhe. Sie weisen eine breite Zehenbox sowie eine dünne und flexible Sohle auf.
- Zehenschuhe/Fivefingers: Im Gegensatz zu normalen Barfußschuhen wird bei dieser Variante jeder Zeh in eine eigens dafür eingenähte Tasche gesteckt (ähnlich wie bei Fingern in Handschuhen). Dadurch bekommen die Zehen nochmal mehr Bewegungsfreiheit als bei einer großen Zehenbox.
- Natural-Running-Schuhe: Diese speziellen Laufschuhe sind mit weniger Dämpfungs- und Stützfunktionen ausgestattet als herkömmliche Laufschuhe. Sie sind nicht ganz so minimalistisch wie klassische Barfußschuhe.
- Barfußsocken: Barfußsocken sind noch minimalistischer ausgestattet als die oben genannten Barfuß- oder Zehenschuhe. Sie gleichen von ihrer Form und Struktur her einer Socke, die Sohle ist jedoch durchtrittsicher.
Von links nach rechts: Klassische Barfußschuhe, Zehenschuhe, Natural-Running-Schuhe, Barfußsocken
6. FAQ
Woran erkenne ich Barfußschuhe?
Barfußschuhe sind an speziellen Merkmalen wie einer breiten Zehenbox, einer dünnen und dreidimensional flexiblen Sohle sowie einem sogenannten Nullabsatz zu erkennen. Es sind aber auch Abwandlungen wie Zehenschuhe/Fivefingers oder Barfußsocken erhältlich.
Welche Trainingseffekte kann ich mit Barfußschuhen erzielen?
Durch das Tragen von Barfußschuhen wird das natürliche Abrollverhalten der Füße gefördert. Dafür ist der sogenannte Ballengang erforderlich, bei dem zuerst der Vorfuß anstatt der Ferse aufgesetzt wird. Dadurch werden Muskelgruppen und Sehnen in Fuß und Wade aktiviert und gestärkt, die bei herkömmlichen Schuhen geschont werden. Das kann zu vielen positiven Effekten führen, die wir Ihnen in diesem Kapitel näher ausgeführt haben.
Was muss ich beim Tragen von Barfußschuhen beachten
Wichtig ist, dass Sie das Tragen von Barfußschuhen mit kleinen Geh- oder Laufeinheiten beginnen. Ihr Körper und vor allem Ihre Füße und Beine sollten genug Zeit haben, sich an die ungewohnte Bewegung durch den Ballengang zu gewöhnen. Andernfalls müssen Sie mit Überbelastungserscheinungen rechnen.
































































