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Kurz und bündig: Anstecknadeln
1. Verwendung von Anstecknadeln
Anstecknadeln setzen ein Statement: Sie fungieren nicht nur als Blickfang, sondern drücken darüber hinaus die eigene Einstellung oder die Zugehörigkeit zu einer Gruppe aus. Die kleinen Schmuckstücke werden in der Regel aus unedlen Metallen wie Eisen und Aluminium gefertigt und mit einem Bild und/oder Text bedruckt. Neben den klassischen runden beziehungsweise eckigen Varianten sind auch Pins erhältlich, deren Formen auf das jeweilige Motiv zugeschnitten sind.
Anstecknadeln sind Eyecatcher, Sammlerstück und Kultobjekt zugleich.
Durch das Befestigen einer Anstecknadel auf Kleidung oder Accessoires zeigen Sie, wofür Ihr Herz schlägt: Als Fan-Merchandise werden beispielsweise Pins von Fußball- und anderen Sportvereinen angeboten, aber auch in den Bereichen Musik, Film und Gaming können Sie fündig werden. Darüber hinaus existieren Modelle, die eine politische Haltung transportieren, zum Beispiel der rot-gelbe Klassiker aus der Antiatomkraftbewegung. Flaggen, Wappen und Wahrzeichen von Städten erfreuen sich ebenfalls großer Beliebtheit.
Einige Anstecknadeln sind mit LEDs ausgestattet, die bestimmte Bereiche des Pins mit Lichteffekten versehen und für eine besondere Auffälligkeit der Motive sorgen.
2. Material und Herstellung
Ursprünglich wurden Anstecknadeln am Revers getragen, inzwischen finden sie sich sehr häufig an der Vorderseite von Jacken sowie an Kopfbedeckungen und Rucksäcken. Als Vorläufer des Pins gilt unter anderem die Krawattennadel. Für die Herstellung von Anstecknadeln werden jedoch oft günstigere Materialien wie Eisen und Edelstahl oder der Kunststoff PVC (Polyvinylchlorid) verwendet. Bei der Produktion kommen verschiedene Verfahren zum Einsatz.
Beliebtes Material für Anstecknadeln
- Eisen
- Kupfer
- Aluminium
- Polyvinylchlorid
- Edelstahl
- Messing
- Emaille

Gängige Methoden der Bearbeitung
- Siebdruck
- Offsetdruck
- Emaillieren
- Fotoätzung
- Spritzguss
- Reliefprägung
- Sandstrahlung
3. Verschlüsse von Anstecknadeln
Damit ein Pin an der gewünschten Stelle befestigt werden kann, befindet sich auf der Rückseite ein Verschluss. Von den unterschiedlichen Arten, die dabei zum Einsatz kommen, stellt die Sicherheitsnadel die einfachste Variante dar. Sie wird an zwei Stellen durch den Stoff gedrückt und geschlossen. Bei besonders wertvoller oder empfindlicher Kleidung sollten Sie dagegen auf Anstecknadeln mit Magnetverschluss setzen, da sie das Gewebe nicht beschädigen. Für Personen mit Herzschrittmachern sind sie jedoch ungeeignet.
Vorder- und Rückseite von Anstecknadeln mit Schmetterlingsverschluss (links) und Sicherheitsnadel (rechts)
Beim Schmetterlingsverschluss (Butterfly-Verschluss) ist auf der Rückseite der Anstecknadel ein kurzer, spitz zulaufender Stift angebracht, der durch den jeweiligen Stoff gedrückt wird. Von der anderen Seite des Materials lässt sich nun der Verschluss aufsetzen, an dem zwei kleine Haken befestigt sind. Indem sie mit den Fingern zusammengedrückt werden, lässt sich die Vorrichtung wieder lösen und die Anstecknadel entfernen.
Sogenannte lange Anstecknadeln (Reversnadeln) bieten eine weitere Verschlussmöglichkeit. Dabei handelt es sich um einen langen Metallstift, auf dessen angespitztes Ende eine kleine Schutzkappe gesteckt oder geschraubt werden kann. Lange Anstecknadeln werden meist am Revers getragen oder als Krawattennadel eingesetzt. Sie sind wenig verbreitet und vor allem im mittleren bis hohem Preissegment zu finden.




































