Redakteurin Lisa
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Schmuckbild: Roter Hintergrund mit Grafiken verschiedener Produkte, darunter ein Stuhl, ein Fahrrad, ein Mobiltelefon sowie ein Fußball.

Keramik oder Porzellan kleben: So gelingt es

Dein Lieblingsgeschirr ist zerbrochen? Kein Grund zur Sorge! Hier erfährst du, wie du Keramik und Porzellan richtig klebst, welche Klebstoffe geeignet sind und wie du unsichtbare Ergebnisse erzielst.


1. Den richtigen Klebstoff auswählen

Der richtige Klebstoff ist entscheidend, wenn du Keramik oder Porzellan kleben möchtest. Nicht jeder Kleber eignet sich für diese Materialien, daher solltest du vor der Reparatur die verschiedenen Produkte kennen.

Tipp: Wie sich die Materialien unterscheiden, erfährst du in unserer Beratung über die Unterschiede zwischen Keramik und Porzellan.

Infografik über geeignete Klebstoffe für Porzellan und Keramik. Neben der Abbildung eines zerbrochenen Tellers stehen diese Listenpunkte: Sekundenkleber, Epoxidharz, Lebensmittelechter Kleber, Keramik- und Porzellankleber.Finde den richtigen Kleber: So reparierst du Keramik und Porzellan mit Sekundenkleber, Epoxidharz oder Spezialkleber passgenau und stabil.

  • Sekundenkleber ist eine schnelle und einfache Lösung für kleinere Brüche. Er härtet innerhalb von Sekunden aus und sorgt für eine feste Verbindung. Allerdings eignet er sich nicht für Stellen, die später stark belastet werden oder mit Wasser in Kontakt kommen.
  • Epoxidharz ist ein vielseitiger und besonders stabiler Kraftkleber. Es besteht aus zwei Komponenten, die vor dem Auftragen gemischt werden. Epoxidharz ist ideal für größere Brüche oder Stellen, die hohen Belastungen standhalten müssen. Es eignet sich auch für unsichtbare Reparaturen, da es transparent aushärtet.
  • Lebensmittelechter Kleber eignet sich, wenn du Geschirr reparieren möchtest, das später mit Lebensmitteln in Berührung kommt. Diese sind speziell dafür entwickelt und gesundheitlich unbedenklich. Achte auf entsprechende Kennzeichnungen auf der Verpackung.
  • Spezielle Keramik- und Porzellankleber sind genau auf die Eigenschaften dieser Materialien abgestimmt. Sie bieten eine besonders starke Haftung und eignen sich oft auch für hitzebeständige Anwendungen, wie bei Tassen oder Tellern.

Tipp: Lies immer die Herstellerhinweise auf der Verpackung, um sicherzugehen, dass der Kleber für dein Vorhaben geeignet ist. Mit dem passenden Kleber erzielst du nicht nur stabile, sondern auch optisch ansprechende Ergebnisse.

2. Schritt-für-Schritt-Anleitung: Keramik oder Porzellan kleben

Mit der richtigen Technik kannst du Keramik oder Porzellan kleben und dein beschädigtes Lieblingsstück retten. Hier findest du eine einfache Schritt-für-Schritt-Anleitung, die dir hilft, ein stabiles und optisch ansprechendes Ergebnis zu erzielen.

Schmuckbild: Person repariert zerbrochene Vase mit Blumenmuster. Im Hintergrund ist eine weitere Vase sowie Werkzeug zu sehen.Liebgewonnene Keramik- und Porzellanstücke müssen bei Brüchen häufig nicht entsorgt, sondern können geklebt werden. [Quelle: Passion – stock.adobe.com, mit KI generiert]

  1. Bruchstellen reinigen und vorbereiten Bevor du loslegst, ist es wichtig, die Bruchstellen gründlich zu reinigen. Entferne Staub, Fett oder alte Klebereste mit warmem Wasser und einem milden Reinigungsmittel. Trockne die Teile anschließend gut ab – die Oberfläche muss sauber und trocken sein, damit der Kleber optimal haftet.
  2. Den richtigen Klebstoff auswählen Wähle einen Kleber, der zu deinem Material und Verwendungszweck passt. Für kleinere Brüche eignet sich Sekundenkleber, für größere oder belastete Stellen ist Epoxidharz ideal. Falls du Geschirr klebst, das später mit Lebensmitteln in Kontakt kommt, achte auf einen lebensmittelechten Kleber.
  3. Kleber sparsam auftragen Trage den Kleber dünn und gleichmäßig auf eine der Bruchstellen auf. Zu viel Kleber sorgt nicht für eine bessere Haftung, sondern kann unschöne Ränder hinterlassen. Arbeite präzise, besonders bei feinen Porzellanteilen.
  4. Bruchstücke zusammensetzen Drücke die Bruchstücke vorsichtig, aber fest zusammen. Achte darauf, dass die Teile exakt aneinanderpassen, damit keine Lücken entstehen. Halte die Teile für einige Sekunden in Position, bis der Kleber zu haften beginnt. Bei Epoxidharz kannst du die Teile mit Klebeband oder Klammern fixieren, während der Kleber aushärtet.
  5. Trocknen lassen Lass den Kleber ausreichend trocknen, bevor du das Stück wieder benutzt. Sekundenkleber ist meist in wenigen Minuten trocken, während Epoxidharz mehrere Stunden oder sogar über Nacht aushärten muss. Lies die Angaben auf der Verpackung, um die genaue Trocknungszeit zu kennen.
  6. Klebereste entfernen Falls Kleber aus den Bruchstellen herausquillt, kannst du die Reste nach dem Trocknen vorsichtig entfernen. Verwende dazu ein scharfes Messer oder feines Schleifpapier. Achte darauf, die Oberfläche nicht zu beschädigen.
  7. Stabilität prüfen Überprüfe am Ende, ob die geklebte Stelle stabil ist. Teste sie vorsichtig, bevor du das Stück wieder im Alltag einsetzt. Bei empfindlichen Teilen wie Tassen oder Tellern kannst du zusätzlich eine Versiegelung auftragen, um die Reparaturstelle zu schützen.

Warum Keramik und Porzellan reparieren statt ersetzen?: Keramik oder Porzellan zu kleben, anstatt die beschädigten Stücke zu ersetzen, lohnt sich aus mehreren Gründen. Zum einen bewahrst du damit wertvolle Erinnerungsstücke, wie ein geerbtes Porzellanservice oder eine Lieblingsvase, vor dem Wegwerfen. Zum anderen ist das Reparieren nachhaltiger, da es Ressourcen schont und Müll vermeidet – ein wichtiger Beitrag zum Umweltschutz. Hochwertige Keramik und Porzellan sind oft teuer und eine Reparatur ist meist deutlich günstiger als ein Neukauf. Zudem kannst du mit der richtigen Technik und dem passenden Kleber nahezu unsichtbare Ergebnisse erzielen, sodass dein repariertes Stück wieder wie neu aussieht.

3. Tipps für unsichtbare Reparaturen

Wenn du Keramik oder Porzellan kleben möchtest, soll die Reparatur oft möglichst unsichtbar sein – besonders bei feinem Geschirr oder dekorativen Stücken. Mit ein paar Tricks und der richtigen Technik kannst du nahezu perfekte Ergebnisse erzielen, die kaum auffallen.

  1. Den richtigen Kleber wählen Für unsichtbare Reparaturen ist ein transparenter Kleber die beste Wahl. Sekundenkleber oder Epoxidharz, das klar aushärtet, eignet sich besonders gut. Achte darauf, dass der Kleber nach dem Trocknen keine sichtbaren Rückstände hinterlässt.
  2. Farblich passende Füllstoffe verwenden Falls kleine Lücken oder Risse bleiben, kannst du sie mit einem farblich passenden Füllstoff ausbessern. Mische zum Beispiel Epoxidharz mit feinem Porzellan- oder Keramikpulver, um die Farbe des Materials zu imitieren. Diese Mischung lässt sich präzise in die Risse einarbeiten und sorgt für ein harmonisches Gesamtbild.
  3. Überstände vorsichtig entfernen Sollte Kleber aus den Bruchstellen herausquellen, entferne ihn nach dem Trocknen vorsichtig mit einem scharfen Messer oder feinem Schleifpapier. Arbeite langsam und präzise, um die Oberfläche nicht zu beschädigen.
  4. Risse kaschieren Für besonders feine Risse oder sichtbare Klebestellen kannst du spezielle Lacke oder Reparatursets verwenden. Diese sind in verschiedenen Farbtönen erhältlich und lassen sich auf die reparierte Stelle auftragen, um sie optisch zu verstecken.
  5. Bruchstücke exakt zusammensetzen Achte beim Kleben darauf, die Bruchstücke millimetergenau auszurichten. Selbst kleinste Verschiebungen können später sichtbar sein. Nutze bei Bedarf Hilfsmittel wie Klebeband oder Klammern, um die Teile während der Trocknung in Position zu halten.

Darf Keramik oder Porzellan in die Mikrowelle? In unserer Beratung erfährst du, ob du Keramik oder Porzellan in die Mikrowelle geben darfst.

4. FAQ

  • Welcher Kleber für Porzellan oder Keramik ist lebensmittelecht?

    Für Porzellan oder Keramik, das mit Lebensmitteln in Kontakt kommt, eignen sich spezielle lebensmittelechte Kleber. Diese Klebstoffe sind so entwickelt, dass sie nach dem Aushärten gesundheitlich unbedenklich sind. Besonders empfehlenswert sind Epoxidharz-Kleber, die als lebensmittelecht gekennzeichnet sind. Achte beim Kauf darauf, dass der Kleber ausdrücklich für den Einsatz im Lebensmittelbereich zugelassen ist. Diese Information findest du in der Produktbeschreibung oder auf der Verpackung. Marken wie Pattex, UHU oder Loctite bieten häufig solche Kleber an. Wichtig: Nach dem Kleben sollte das reparierte Stück vollständig aushärten, bevor es wieder verwendet wird.

  • Kann ich Keramik oder Porzellan in der Spülmaschine reinigen, nachdem es geklebt wurde?

    Ob du geklebte Keramik oder Porzellan in der Spülmaschine reinigen kannst, hängt vom verwendeten Kleber ab. Viele handelsübliche Klebstoffe wie Sekundenkleber sind nicht spülmaschinenfest und können sich durch die Hitze und Feuchtigkeit lösen. Wenn du möchtest, dass dein repariertes Stück die Spülmaschine übersteht, solltest du zu einem hitzebeständigen und wasserfesten Kleber greifen, wie beispielsweise speziellen Epoxidharz-Klebern, die auch als spülmaschinengeeignet gekennzeichnet sind.


Die Kaufland e-commerce Services GmbH & Co. KG übernimmt keine Gewähr für die Richtigkeit, Aktualität oder Vollständigkeit der auf Kaufland.de bereitgestellten Beratungstexte. Es sollten stets die offiziellen Herstellervorgaben beachtet werden, um eine sichere sowie ordnungsgemäße Nutzung der Produkte zu gewährleisten.

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