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Fenster auf Wintermodus stellen: Was ist damit gemeint? [Quelle Headerbild: Pixel-Shot – stock.adobe.com]

Fenster auf Wintermodus stellen: Was ist damit gemeint?

Um deine Heizkosten im Winter möglichst gering zu halten, kann es helfen, deine Fenster in den Wintermodus zu versetzen. Was das bedeutet, erfährst du hier.

1. Das ist der „Wintermodus“ bei Fenstern

Ein wesentlicher Faktor für unnötige Wärmeverluste in der kalten Jahreszeit sind undichte Fenster. Dies liegt häufig an einem zu geringen Anpressdruck, der dazu führt, dass die Dichtungen nicht fest genug auf dem Fensterrahmen aufliegen. So kann Zugluft eindringen und warme Luft entweichen, was die Raumtemperatur abkühlt. Um dies zu vermeiden, wird oftmals empfohlen, die Fenster von Sommer auf Winter umzustellen.

RollzapfenDer Rollzapfen regelt den Anpressdruck des Fensters auf den Fensterrahmen.

Tatsächlich existiert bei Fenstern jedoch kein offizieller Wintermodus – Fenster sollten zu jeder Jahreszeit luftdicht sein und im Sommer die warme sowie im Winter die kalte Luft fernhalten. Oftmals wird ein falscher Anpressdruck jedoch im Winter mehr wahrgenommen, daher kann es sich lohnen, die Fenster in den "Wintermodus" zu bringen, sodass sich der Anpressdruck auf die Dichtung im Fensterrahmen erhöht und warme Heizungsluft kaum noch entweichen kann.

Wie erkenne ich einen falschen Anpressdruck bei meinem Fenster?

Es kann sein, dass der Anpressdruck deines Fensters falsch eingestellt ist, wenn

  • sich dein Fenster zu schwer oder zu leicht öffnen lässt,
  • die Außengeräusche stark hörbar sind und
  • du eine starke Zugluft verspürst.

Es ist jedoch auch möglich, dass eine poröse Dichtung für das Entweichen warmer Luft verantwortlich ist. Möchtest du testen, ob dein Fenster undicht ist, kannst du unten an den Fensterrahmen eine Feder oder ein Feuerzeug halten und auf Bewegung achten. Lasse deinen Verdacht jedoch in jedem Fall von einem Fachmann überprüfen.

2. So lässt sich der Anpressdruck bei Fenstern einstellen

Die meisten Fenster verfügen über einen sogenannten Rollzapfen, der sich am Fensterflügel befindet. Je nach Ausstattung der Fenster können ein oder mehrere Rollzapfen verbaut sein. Mithilfe eines Inbusschlüssels oder eines Schraubendrehers lassen sich diese drehen, sodass der Druck stärker oder schwächer wird. Bei manchen Modellen wird auch gar kein Werkzeug benötigt. Um die Einstellung zu erkennen, verfügt der Rollzapfen im dickeren Teil des Rings über eine kleine Nut:

Rollzapfennut

In der Regel gilt: Ist die Nut senkrecht zur Dichtung am Fensterrahmen ausgerichtet, ist der Anpressdruck am höchsten. Zeigt die Nut von der Dichtung weg, ist der Druck am niedrigsten.

Drehe den Rollzapfen zunächst nur um eine Umdrehung fester beziehungsweise ändere die Schrägstellung bei älteren Fenstern. Justiere dabei jeden Rollzapfen einzeln und nacheinander, schließe das Fenster und mache erst nach erneutem Öffnen mit dem nächsten Rollzapfen weiter.

Beachte: Die Fenster eigenmächtig auf Wintermodus umzustellen, kann auch negative Auswirkungen haben. Wird der Anpressdruck zu stark erhöht, lassen sich die Fenster nur noch schwer schließen und es kann es zu Schäden an den Dichtungen kommen. Deshalb ist es ratsam, die Einstellung (besonders bei Verdacht eines undichten Fensters) von einer professionellen Fensterfirma durchführen zu lassen.

3. Weitere Tipps, um Balkontüren und Fenster in den Wintermodus zu versetzen

Um deine Fenster und Balkontüren optimal auf den Winter vorzubereiten und Heizkosten zu sparen, lassen sich folgende Tipps einfach umsetzen:

  • Zugluftstopper verwenden: Zugluftstopper sind meist rollenartige Hilfsmittel aus isolierendem Material wie Plüsch, die Zugluft am unteren Rand von Fenstern und Türen verhindern. Sie dichten die Rahmen ab, sodass warme Luft nicht nach draußen entweichen kann und du weniger heizen musst.
  • Vorhänge und Rollos nutzen: Schwere Vorhänge oder Thermovorhänge können als zusätzliche Isolationsschicht dienen. Schließe sie bei Einbruch der Dunkelheit, um die warme Luft im Raum zu halten, und öffne sie tagsüber, um die natürliche Wärme der Sonne zu nutzen.
  • Fensterfolie anbringen: Auch isolierende Fensterfolien können die Wärmedämmung verbessern. Sie sind selbstklebend, einfach anzubringen und können die Menge der durch das Glas entweichenden Wärme reduzieren.
  • Fenster abdichten: Verwende ein Dichtungsband oder Silikondichtmittel, um eventuelle Spalten oder Ritzen um die Fensterrahmen herum abzudichten. Dies verhindert das Eindringen kalter Luft und das Entweichen von Wärme.
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