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Kann ich Tofu einfrieren?

Tofu ist nicht nur unter Vegetariern und Veganern ein wichtiges Nahrungsmittel beliebter und Fleischersatz. Um das Sojaprodukt länger haltbar zu machen, können Sie es einfrieren – anders als bei vielen anderen Lebensmitteln sollten Sie dabei jedoch einige Dinge beachten.


  • Tofu sollte immer in einer luftdichten Box eingefroren werden.
  • Er hält sich bis zu sechs Monate lang im Eisfach.
  • Die Konsistenz verändert sich; eingefrorener Tofu lässt sich besser marinieren.

1. Aufbewahrung von Tofu-Tofu länger haltbar machen

Wie die meisten eiweißreichen Lebensmittel ist Tofu schnell verderblich und muss deswegen im Kühlschrank gelagert werden. Dort kann er in der Vakuum-Verpackung mindestens bis zum Haltbarkeitsdatum verbleiben. Anders sieht es bei bereits angebrochenem Tofu aus, der nur wenige Tage frisch bleibt. Die Haltbarkeit können Sie verlängern, indem Sie ihn in eine Schüssel mit Wasser legen – dann hält er sich bis zu sieben Tage.

Doch viele fragen sich: Lässt sich Tofu auch problemlos einfrieren?

Ja, das Einfrieren von Tofu ist generell möglich. Im Tiefkühlfach ist das eingefrorene Sojaprodukt bis zu sechs Monate haltbar und dann nach dem Auftauen durchgegart unbedenklich verzehrbar. Allerdings verändert sich beim Einfrieren von Tofu im Gegensatz zu vielen anderen Lebensmitteln die Konsistenz. Tofu enthält sehr viel Wasser, welches sich beim Einfrieren ausdehnt und so die Beschaffenheit des Produktes beeinflusst. Beim Auftauen tritt das Wasser aus, sodass im Produkt lochartige Strukturen verbleiben.

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Zu viel gekauften Tofu müssen Sie nicht sofort wegwerfen, sondern er lässt sich auch einfrieren.
Koya-Tofu (gefrorener Tofu)

Bei diesem Tofu handelt es sich um gefriergetrockneten Tofu. Er wird vom Hersteller im frischen Zustand eingefroren, ausgepresst und dann getrocknet verkauft. So muss er im Gegensatz zu anderen Tofu-Sorten nicht gekühlt aufbewahrt werden. Sie können ein Koya-Tofu ähnliches Produkt auch ganz einfach selbst machen, indem Sie einen herkömmlichen Tofu einfrieren (mindestens für einen Tag), ihn dann langsam auftauen lassen und anschließend auspressen siehe Kapitel 3. In Öl gebraten wird Koya-Tofu sehr knusprig.

2. Auswirkungen des Einfrierens auf die Konsistenz

Tofu verändert mit dem Einfrieren und dem anschließenden Auftauen seine Konsistenz. Je nachdem, um welche Sorte Tofu es sich handelt, kann er danach entweder

  • grobporig,
  • krümeliger oder
  • fester

werden. Diese Effekte können Sie bei der Zubereitung für sich nutzen: Klassischer, weißer Tofu wird mit dem Einfrieren beispielsweise fester als im ursprünglichen Zustand – er hat mehr Biss und wird in der Pfanne besonders knusprig. Zudem vergrößern sich die Poren, was einen großen Vorteil mit sich bringt, wenn Sie das Sojaprodukt marinieren möchten. Durch die vergrößerten Poren kann die Marinade besonders gut aufgenommen werden, sodass sich der Geschmack intensiviert. Allerdings gilt das auch für das Würzen: Aufgetauten, weißen Tofu sollten Sie nur sehr sparsam mit Salz bestreuen, da auch die Gewürze besser einziehen. So verhindern Sie das Versalzen des Bohnenquarks.

Weiche Sorten wie beispielsweise Seidentofu werden nach dem Einfrieren eher krümelig. Auch diesen Effekt können Sie clever nutzen, indem Sie den Tofu beispielsweise als Sojahack zu einer veganen Bolognese weiterverarbeiten.

Es kann passieren, dass sich weißer Tofu mit dem Einfrieren gelb verfärbt. Die hat jedoch keinen Einfluss auf die Verträglichkeit und den Geschmack, sodass Sie das Sojaerzeugnis problemlos verzehren können. In vielen Fällen verschwindet die gelbliche Verfärbung nach dem Auftauen.

Das Einfrieren von Tofu ist dementsprechend nicht mit einem Qualitätsverlust verbunden, tatsächlich kann die Veränderung der Konsistenz viele Gerichte optimieren. Allerdings sollte ein einmal eingefrorener Tofu nur durchgebraten und nicht roh verzehrt werden.

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Je nach Konsistenz wird der Tofu beim Einfrieren entweder fester oder krümeliger.

3. Tofu einfrieren: Schritt-für-Schritt-Anleitung

Gehen Sie beim Einfrieren des Tofus folgendermaßen vor:

  1. Lassen Sie den Tofu in seiner Vakuum-Verpackung oder legen Sie ihn in einen luftdichten Behälter. So wird Gefrierbrand verhindert.
  2. Wer möchte, kann den Tofublock auch vor dem Einfrieren in Stücke schneiden. Wer mehr als einen Block einfrieren möchte, sollte die Stücke auf unterschiedliche Behälter verteilen.
  3. Verschließen Sie den Behälter luftdicht und beschriften Sie ihn mit dem aktuellen Datum, damit Sie wissen, wie lange der Tofu im Eisfach verbleiben darf.
  4. Achten Sie darauf, dass der Tofu vollständig für mindestens eine Nacht durchfriert, bevor Sie ihn in die Marinade legen.
  5. Bereits am nächsten Tag können Sie den Tofu herausholen: Tofu sollte am besten so langsam wie möglich aufgetaut werden. Ein schnelles Auftauen in der Mikrowelle ist deswegen nicht empfehlenswert. Nehmen Sie das Sojaprodukt am Vorabend aus dem Tiefkühlfach und lassen Sie es im Kühlschrank oder bei Zimmertemperatur auftauen.
  6. Drücken Sie den aufgetauten Tofu aus, damit er so viel Wasser wie möglich verliert. Jetzt können Sie ihn kleinschneiden und nach Belieben marinieren und würzen.

Fazit: Sie können nicht nur übriggebliebenen Tofu einfrieren, damit er nicht weggeworfen wird, sondern die Konsistenzveränderung gezielt für eine Geschmacksverstärkung nutzen. Veganer und Foodblogger schwören seit langem darauf, Tofu einzufrieren und ihn erst dann zu marinieren, sodass die Marinade in jede Pore eindringen kann.


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Redakteurin Miriam Gebbing
Redaktionshinweise
Redaktion: Miriam Gebbing

Nach ihrem Bachelor-Abschluss absolvierte Miriam Gebbing ein halbjähriges Praktikum in der Online-Redaktion und war anschließend während ihres Master-Studiums in den Bereichen Literatur sowie Sprach- und Kommunikationswissenschaft als Werkstudentin tätig. Seit September 2017 ist sie fester Teil des Teams.