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Die 9 größten Stromfresser im Haushalt

Stromsparen macht sich gleich doppelt bezahlt: Es ist gut für Ihre Stromrechnung und die Umwelt. Dabei bieten vor allem (heimliche) Stromfresser ein hohes Sparpotenzial. Laut Umweltbundesamt kann ein Zwei-Personen-Haushalt pro Jahr 250 Euro an Energiekosten einsparen, wenn Stromfresser erkannt werden. Wir zeigen Ihnen, welche Geräte am meisten Strom verbrauchen, welche Alternativen Ihnen zur Wahl stehen, und geben Ihnen allgemeine Tipps zum Stromsparen.

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Übersicht: Stromfresser mit Energieverbrauch und Kosten

1. Heizungspumpe

Der größte Stromfresser ist eine veraltete Heizungspumpe.

Je nach Modell und Alter …

  • … benötigt diese 500 bis 800 Kilowattstunden pro Jahr.
  • … verursacht sie Stromkosten im Wert von 150 bis 240 Euro (bei 30 Cent/kWh).

Das Problem alter Heizpumpen: Sie wälzen heißes Wasser kontinuierlich – das heißt bedarfsunabhängig – um. Da es keine direkte Alternative gibt, kann lediglich der Austausch gegen ein neues Gerät sinnvoll sein. Hierbei kann man sich grob am Alter der Pumpe orientieren: Nach rund zehn Jahren ist ein Austausch ratsam.

Moderne Heizungsanlagen bieten den entscheidenden Vorteil, dass sie ihre Leistung dem tatsächlichen Bedarf anpassen. Dementsprechend schalten sie sich unter anderem ab, wenn die Außentemperaturen zu hoch sind, und springen nur an, wenn das Heizen nötig ist.

Dementsprechend verbrauchen moderne Heizungsanlagen im Vergleich …

  • … nur rund 150 Kilowattstunden und schlagen mit circa
  • 45 Euro Energiekosten im Jahr zu Buche.

Dennoch belegen auch sie noch Platz 10 der größten Stromfresser.

2. E-Herd und Backofen

Auch beim Kochen fällt ein hoher Stromverbrauch mit entsprechenden Kosten an. Bei der Verwendung eines elektrischen Herds betragen diese in einem Drei-Personen-Haushalt jährlich im Durchschnitt:

  • 445 Kilowattstunden
  • 134 Euro (bei 30 Cent/kWh)

Hierbei gibt es jedoch einige Tipps, mit denen Sie Ihre Stromrechnung senken können:

  1. Nutzen Sie hochwertiges Kochgeschirr, das die Wärme gut leitet. Töpfe und Pfannen sollten zudem der Größe des Kochfelds entsprechen, damit am Rand keine Hitze verloren geht. Verwenden Sie darüber hinaus Deckel, um die Temperatur konstant zu halten.
  2. Achten Sie darauf, dass insbesondere Pfannenböden nicht verzogen sind. Bei einer Wölbung findet keine ideale Wärmeübertragung zwischen der Herdplatte und dem Boden statt.
  3. Nutzen Sie die Restwärme des Kochfelds beziehungsweise Backofens. Somit können Sie die Temperaturzufuhr eher abstellen und Speisen mit der noch vorhandenen Hitze fertig garen lassen. Darüber hinaus sollten Sie die Heizstufe nach dem Aufheizen des Kochgeschirrs anpassen.
  4. Beim Austausch beziehungsweise der Neuanschaffung empfiehlt es sich, auf ein Induktionskochfeld zu setzen, da diese eine präzise Hitzeregulierung ermöglichen und zudem einen verhältnismäßig geringen Energiebedarf haben. Das liegt unter anderem daran, dass die Hitze direkt im Topfboden entsteht. Allerdings benötigen Sie geeignetes Kochgeschirr.
Tipp zum Aufwärmen von Speisen
    Greifen Sie nach Möglichkeit auf Alternativen zurück und wärmen Sie bereits zubereitetes Essen in der Mikrowelle auf. Auch ein Wasserkocher ist beim Erhitzen effizienter als ein Kochtopf auf der Herdplatte. Für kleine Gerichte oder geringe Mengen kann zudem der Einsatz eines Mini-Backofens sinnvoll sein.

3. Gefrierschrank/Gefriertruhe

Gefriergeräte belegen Platz drei unter den Stromfressern.

  • Im Jahr verbrauchen Sie rund 415 Kilowattstunden.
  • Bei einem Strompreis von 30 Cent sind dies jährlich 125 Euro.

Die Kosten lassen sich hierbei durch den Einsatz moderner, energieeffizienter Geräte (Energieeffizienzklasse (EEK) A+++) deutlich reduzieren. Auch der Standort von Kühlgeräten ist mitentscheidend: Platzieren Sie diese möglichst an einem kühlen Ort und nie in unmittelbarer Nähe von Hitzequellen wie beispielsweise Heizungen oder des Backofens.

Ideales Nutzungsverhalten:

  • Öffnen Sie die Tür immer nur möglichst kurz, damit die Kälte im Geräteinneren nicht verloren geht. Ein Ordnungssystem kann hierbei helfen: Somit wissen Sie stets, wo sich welche Lebensmittel befinden und müssen nicht lange suchen.
  • Tauen Sie den Gefrierschrank regelmäßig ab. Eisbildung sorgt dafür, dass der Kompressor mehr Leistung aufbringen muss, um die Temperatur niedrig zu halten.
Tipp: Modelle mit Antifrost- oder No-Frost-Technologie tauen sich von selbst ab oder sorgen dafür, dass kein Eis im Gerät entsteht.
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Stromfresser im Alltag: Die traurige Top 3 belegen Heizungspumpe, Herd und Gefrierschrank.

4. Kühlschrank

Bei Kühlschränken verhält es sich ähnlich wie bei Gefrierschränken. Da die Temperatur in diesen jedoch höher ist, sind sie etwas sparsamer im Verbrauch:

  • Rund 330 Kilowattstunden pro Jahr in einem Drei-Personen-Haushalt.
  • 99 Euro Stromkosten bei 30 Cent pro Kilowattstunde.

Um den Energieverbrauch zu reduzieren, sollten Sie darauf achten, die Temperatur nicht zu gering einzustellen. Nutzen Sie ein Kühlschrank-Thermometer, um die Temperatur zu überprüfen, sieben bis acht Grad Celsius sind für den Regelbetrieb ideal.

Stellen Sie zudem niemals heiße (zum Beispiel frisch gekochte) Speisen in den Kühlschrank. Um diese herunter zu kühlen, benötigt er unverhältnismäßig viel Energie. Lassen Sie Lebensmittel zunächst auf Zimmertemperatur abkühlen.

Beachten Sie auch unsere Tipps zur Verwendung von Tiefkühlgeräten.

5. Lampen/Leuchtmittel

Die Beleuchtung im gesamten Haushalt verursacht den gleichen Stromverbrauch und Kosten wie der Betrieb eines Kühlschranks:

  • Etwa 330 Kilowattstunden
  • Rund 99 Euro bei einem Strompreis von 30 Cent

Hierbei kommt die Energiemenge insbesondere aufgrund der Anzahl an Lampen zusammen. Um den Verbrauch zu senken, sollten Sie sämtliche Lichtquellen abschalten, wenn diese nicht benötigt werden – beispielsweise, wenn Sie ein Zimmer verlassen oder es am Morgen bereits hell wird oder am Abend noch nicht dunkel ist.

Darüber hinaus lohnt es sich, auf LEDs umzurüsten. Diese sind zwar in der Anschaffung verhältnismäßig teuer, allerdings weisen sie eine lange Lebensdauer auf und verbrauchen bis zu 90 Prozent weniger Energie als herkömmliche Glühbirnen und nur grob die Hälfte von Energiesparlampen.

6. Wäschetrockner

Einen etwas geringeren Stromverbrauch weisen Wäschetrockner auf, die somit Platz sechs der größten Stromfresser belegen. In einem Drei-Personen-Haushalt …

  • … verbrauchen Trockner rund 325 Kilowattstunden elektrischen Strom pro Jahr.
  • … erzeugen sie Kosten von knapp 98 Euro.

Um den Stromverbrauch und die Kosten zu reduzieren, bieten sich die folgenden Tipps an:

  1. Beladen Sie den Trockner korrekt (nicht zu voll, nicht zu leer) und wählen Sie das richtige Programm, damit die Laufzeit und Temperatur ideal gesteuert werden.
  2. Damit die Wäsche bereits möglichst wenig Restfeuchte aufweist, sollten Sie bei der Waschmaschine eine möglichst hohe Schleuderdrehzahl wählen.
  3. Verzichten Sie nach Möglichkeit auf den Einsatz und hängen Sie Ihre Kleidung stattdessen auf Wäscheständern auf. Diese Methode ist am nachhaltigsten und schont die Umwelt sowie Ihr Portemonnaie.
Beim Kauf eines neuen Geräts bieten sich insbesondere Wärmepumpentrockner an, da diese einen deutlich reduzierten Energieverbrauch haben.
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Verbrauchen allesamt (fast gleich) viel Strom: Kühlschrank, Lampen und Wäschetrockner

7. Geschirrspüler

Spülmaschinen gehören ebenfalls zu den Haushaltsgeräten, die einen hohen Anteil an der jährlichen Stromrechnung ausmachen:

  • Sie verbrauchen etwa 245 Kilowattstunden.
  • Die damit einhergehenden Kosten liegen bei einem Kilowattstundenpreis von 30 Cent bei 74 Euro.

Allerdings muss man diese Werte relativieren: Bei voller Auslastung verbrauchen Geschirrspüler deutlich weniger Wasser als das Spülen per Hand. Zudem muss auch hierfür das Wasser erhitzt werden – geschieht dies mit Strom, liegen auch hier die Kosten in einem entsprechenden Bereich.

Um den Energieverbrauch von Geschirrspülern gering zu halten, sollten Sie die Maschine immer komplett befüllen und ordentlich einräumen, um möglichst viel Besteck, Teller und Kochgeschirr mit einem Lauf zu säubern.

8. Waschmaschine

Auch Waschmaschinen zählen zu den Stromfressern – bei ihnen gibt es jedoch keine direkte Alternative. Dementsprechend schlagen sie mit

  • einem Stromverbrauch von 200 Kilowattstunden und
  • 60 Euro Energiekosten zu Buche.

Dennoch können Sie auch hierbei ökologisch handeln, indem Sie:

  1. Kleidung nach Möglichkeit öfter tragen und nur bei Verschmutzung waschen.
  2. Eine niedrige Waschtemperatur wählen – die meisten Flecken werden bereits bei 30 Grad Celsius entfernt.
  3. Die Trommel vollständig befüllen (Ausnahme: Geräte mit Mengenautomatik), damit der Verbrauch pro Kleidungsstück klein gehalten wird.

9. Fernseher und Unterhaltungselektronik

Den neunten und letzten Platz unter den größten Stromfressern im Haushalt nimmt der Fernseher ein. Hierbei ist jedoch generell zu beachten, dass unabhängig von der täglichen Fernsehdauer die Größe des Bildschirms sowie die eingesetzte Technologie eine entscheidende Rolle spielen. So verbrauchen LCD-Fernseher im Vergleich zu entsprechenden Geräten mit Plasmabildschirm nur etwa die Hälfte an Strom.

Im Schnitt ergeben sich für einen Drei-Personen-Haushalt

  • 190 Kilowattstunden an Energieverbrauch und
  • Kosten von etwa 57 Euro pro Jahr.

Generell zählt Unterhaltungselektronik – wie beispielsweise Konsolen, Blu-ray-Player und Computer – zur Kategorie der Geräte, die einen hohen Energieverbrauch aufweisen. Abgesehen von einer Reduktion der Nutzungsdauer gilt hier das Ausschalten als Maßnahme zur Verringerung der Stromkosten.

Der Stand-by-Betrieb verursacht auf das Jahr gesehen relativ hohe Kosten und stellt somit im Endeffekt eine unnötige Umweltbelastung dar. Geräte, die sich nicht ausschalten lassen, sollten Sie an einen Mehrfachstecker anschließen, der sich komplett abschalten lässt. So entfällt das lästige Einstecken und Herausziehen der Stromkabel.
consetetur sadipscing elitr
Zählen zu unserem alltäglichen Leben und ebenso zu den Stromfressern: Geschirrspülmaschine, Waschmaschine und Fernseher

10. Tipps zum Stromsparen

An dieser Stelle haben wir die wichtigsten Stromspartipps noch einmal zusammengefasst:

  1. Achten Sie beim Kauf von Elektrogeräten auf eine gute Energieeffizienzklasse (EEK).
  2. Bedenken Sie zudem die notwendige Größe (Waschmaschine, Trockner, Spülmaschine etc.), um möglichst effizient zu haushalten.
  3. Schalten Sie den Stand-by-Modus und unnötige Funktionen ab, da diese Strom verbrauchen, der nicht genutzt wird.
  4. Ermitteln Sie den Stromverbrauch einzelner Geräte mit einem Strommesser. So erfahren Sie, wo Ihr Einsparpotenzial liegt.
Haushaltsgeräte, die mit dem Umweltzeichen „Blauer Engel“ ausgezeichnet sind, gelten generell als umweltschonend.

FAQ

  • Welche Haushaltsgeräte sind Stromfresser?

    Diese Gerätegruppen weisen den höchsten Stromverbrauch auf:

    • Elektronikherde
    • Kühl- und Gefriergeräte
    • Leuchtmittel
    • Waschmaschinen und Wäschetrockner
    • Geschirrspüler
    • Unterhaltungselektronik

    In diesem Beitrag erfahren Sie, auf welche Alternativen und Maßnahmen Sie zurückgreifen können, um Ihre Stromkosten zu reduzieren.

  • Bei welchen Elektrogeräten lohnt sich ein Austausch?

    In Bezug auf den reinen Stromverbrauch von Haushaltsgeräten gilt grob die Faustregel, dass sich der Austausch gegen eine neue, energieeffiziente Variante bei ungefähr zehn Jahre alten Modellen lohnt. Welche Geräte konkret einen hohen Energiebedarf aufweisen, wie Sie diesen senken können und weitere Informationen über Stromfresser im Haushalt erhalten Sie hier.

  • Wie kann ich Stromfresser ausfindig machen?

    Mithilfe eines Strommessgeräts können Sie den Verbrauch einzelner Geräte ermitteln und dementsprechend Maßnahmen zum Energiesparen ergreifen. Dazu wird das Messgerät in die Steckdose gesteckt und das zu überprüfende Gerät anschließend am Messgerät angeschlossen. Je nach Modell können Sie auf dem Display verschiedene Kennzahlen wie den Stromverbrauch und die damit verbundenen Kosten ablesen.

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Redakteur Lars Ehrlich
Redaktionshinweise
Redaktion: Lars Ehrlich

Lars Ehrlich absolvierte während seines Studiums ein Praktikum bei einer Zeitschrift für Japan-Interessierte. Anschließend sammelte er als Werkstudent weitere Erfahrungen im redaktionellen Bereich. Seit 2016 unterstützt er das Team in der Online-Redaktion.

Quellenhinweise
https://www.umweltbundesamt.de/themen/energiesparen-im-haushalt-0
https://www.umweltbundesamt.de/presse/pressemitteilungen/stromfresser-auf-diaet