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Haare waschen ohne Shampoo: Die schonende Variante

Gerade weil das Haar durch Föhnen, Glätten, Färben und jegliche Umwelteinflüsse stark beansprucht wird, ist es ratsam, es seltener zu waschen. Wer seine Haare dennoch in kurzen Zeitabständen waschen möchte, kann die sogenannte No Poo (kurz für: No Shampoo) Methode anwenden. Dies bedeutet, dass das Haar ohne Shampoo und andere kosmetische Artikel gereinigt wird. Auf welche Produkte stattdessen zurückgegriffen werden kann und welche Vorteile das Verfahren mit sich bringt, zeigen wir dir im Folgenden.

1. No Poo: Probiere die Alternativen zu Shampoo aus

Sind die Haare das regelmäßige Waschen erst einmal gewohnt, ist es schwierig, den Rhythmus zu durchbrechen: Fettige Ansätze nach einer verhältnismäßig kurzen Zeitspanne sind die Folge. Grund dafür ist, dass sich die Talgproduktion an die häufigen Haarwäschen angepasst hat. Das Haar fettet schneller nach, um den natürlichen Schutz aufrechtzuerhalten. Anstatt vollends auf das Waschen zu verzichten, kannst du deine Pflegeprodukte aber auch durch natürliche Mittel ersetzen.

Wir zeigen dir die Alternativen:

  • Haare nur mit Wasser waschen: Die Haare nur mit warmem Wasser zu waschen, hört sich für viele erst einmal ungewöhnlich an. Allerdings lassen sich Talg und etwaige Schuppen auch spielend leicht durch reines Wasser entfernen (sogenannte „only water“ Methode). Hierfür musst du lediglich deine Kopfhaut gründlich massieren während warmes Wasser darüber fließt. Im Anschluss lässt du dein Haar am besten lufttrocknen, um keine Beschädigungen durch Hitze hervorzurufen. Einziger Nachteil bei dieser Methode ist, dass die Haare nach dem Waschen verhältnismäßig ungepflegt aussehen und eine raue Struktur aufweisen können. Gerade deshalb ist es nötig, das Haar mindestens einmal täglich ausgiebig zu bürsten. Dadurch verteilt sich der natürliche Talg gleichmäßig über die komplette Haarlänge und übt eine pflegende Wirkung aus.
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    Gönne deinem Haar eine Pause und wasche es ohne Shampoo oder andere kosmetische Produkte.
  • Haare mit Heilerde waschen: Um die Haare mit Heilerde zu waschen, musst du lediglich ein paar Esslöffel davon in die doppelte Menge an Wasser geben. Warte bis sich das Gemisch zu einer Art Gel verfestigt hat. Das Gute an Heilerde ist, dass sie in verschiedenen Varianten existiert, die jeweils für sich unterschiedliche Zwecke erfüllen. Grüne Heilerde verfügt zum Beispiel über besonders viele Mineralstoffe, die den Wechsel vom Haarewaschen mit Shampoo hin zum natürlichen Vorgehen vereinfachen.
  • Haare mit Natron und Essig waschen: Hierfür musst du Natron und Wasser zu gleichen Teilen mischen. Die entstandene Paste kannst du daraufhin auf das komplette Haar auftragen und hinterher ausspülen. Wichtig ist, das Haar im Anschluss sorgfältig zu pflegen, da Natron eine austrocknende Wirkung hat. Am besten gelingt dies durch 1,5 Esslöffel Apfelessig, der mit 250 Millilitern Wasser gemischt wird.
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    Natron ist vielseitig einsetzbar, unter anderem auch als Haarwaschmittel.
  • Haare mit Lavaerde waschen: Dein eigenes „Shampoo“ aus Lavaerde stellst du auf demselben Weg wie das Gemisch mit Heilerde her. Die Tonerde ist dafür bekannt, den Schmutz aus den Haaren zu entfernen, dabei jedoch nicht die Talgproduktion negativ zu beeinflussen. So bleibt eine natürliche Schutzschicht bestehen.
  • Haare mit eigens hergestelltem, natürlichem Shampoo waschen: Es gibt unzählige Möglichkeiten und Anleitungen, eigenes Shampoo herzustellen. Eine Variante stellen wir dir in diesem Artikel genauer vor. Alternativ kannst du auch zwei Esslöffel Kokosmilch mit derselben Menge Olivenölseife vermengen. Von diesem Gemisch genügt bereits eine sehr geringe Menge, da es sehr hoch konzentriert ist.
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    Für ein festes Shampoo benötigst du nur wenige Bestandteile.
  • Haare mit Eiern waschen: Für eine Haarwäsche benötigst du etwa zwei Eier, die du zusammen mit wenigen Tropfen ätherischen Öls verquirlen können. Lasse das Gemisch ein wenig im Haar einwirken, ehe du es ausspülst. Verwende dabei nur kaltes oder höchstens lauwarmes Wasser, da andernfalls Eireste im Haar zurückbleiben könnten. Um eine zu große Menge an Eiweiß zu vermeiden, sollte diese Methode jedoch nur selten angewendet werden.
  • Haare mit Roggenmehl waschen: Ein bewährtes Mittel zum Haarewaschen stellt Roggenmehl dar: Dieses hat in etwa denselben pH-Wert wie das Haar selbst. Da es jedoch ebenso wie Eier eine hohe Proteinmenge aufweist, ist auch hier von einer regelmäßigen Anwendung abzusehen. Es genügen zwei Esslöffel Roggenmehl, die durch ein Sieb in ein wenig Wasser gegeben und vermischt werden. Die Paste kann sodann in das feuchte Haar einmassiert werden. Das Auswaschen gestaltet sich verhältnismäßig schwierig, da das Roggenmehl stark im Haar haften bleibt.
  • Haare mit Kaffee waschen: Oftmals mit Roggenmehl kombiniert wird Kaffee. Dieser ist besonders hilfreich für all diejenigen, die gerade erst auf die No Poo Methode umsteigen. Er beugt unangenehmen Gerüchen vor und fördert den Haarwuchs. Kaffee kann zudem auch als Zusatz für eigens hergestellte Shampoos verwendet werden.
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    Kaffee wirkt geruchsneutralisierend und fördert den Haarwuchs.
  • Haare mit Haarseife waschen: Zudem sind spezielle Haarseifen erhältlich, die du verwenden kannst. Eins der bekanntesten Beispiele ist die Alepposeife, die im Original ausschließlich aus Oliven- und Lorbeeröl besteht. Hierfür musst du lediglich die Haare nass machen, die Seife in deinen Händen aufschäumen und den Schaum einmassieren. Im Anschluss kann die Alepposeife gründlich ausgespült werden: Befinden sich Reste im Haar, sind fettige Ansätze und Haarspitzen schnell die Folge.
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    Haarseife aus rein natürlichen Bestandteilen wirkt besonders pflegend.
  • Haare mit Kastanien waschen: Mit dem Sud von etwa 18 aufgekochten Rosskastanien, einem in kleine Stücke geschnittenen Apfel und Wasser kannst du spielend leicht ein eigenes Shampoo herstellen. Durch etwa dreieinhalb Esslöffel Speisestärke erhält das Gemisch eine gelartige Konsistenz und lässt sich aufgrund dessen leichter auftragen.
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    Kastanien lassen sich auch zum Haarewaschen verwenden.
Tipp: Egal, welche Methode du bevorzugst – wer sich für sein Haarwaschmittel einen angenehmen Duft wünscht, sollte zum Gemisch ein paar Tropfen ätherisches Öl dazugeben.

2. Vorteile der No Poo Methode: Was bringt sie wirklich?

Abgesehen von der ausbleibenden Belastung der Haut mit chemischen Mitteln hat die No Poo Methode einen weiteren Vorteil: Der Anteil an Plastikmüll ist deutlich geringer. Selbstverständlich kommt es darauf an, welche Ausgangsprodukte du beim Herstellen eines eigenen Mittels verwendest, allerdings werden einige Varianten, wie beispielsweise die Haarseife, ganze ohne Verpackung beziehungsweise lediglich mit Papier umhüllt angeboten. Darüber hinaus vermeidest du Mikroplastikteilchen im Produkt selbst, welche bei gekauften Shampoos in der Regel immer enthalten sind. Welche Folgen diese haben, ist noch nicht vollends erforscht, allerdings wird ihnen durchaus eine gesundheitsschädigende Wirkung nachgesagt.

Wenn du deine Haare ohne Shampoo wäschst, kannst du darüber hinaus von folgenden Vorteilen profitieren:

  • Klassische Shampoos beinhalten Parabene und Sulfate, die nicht nur negative Auswirkungen auf deine Kopfhaut haben können, sondern auch das Grundwasser verunreinigen. Durch den Umstieg auf natürliche Mittel handelst du dementsprechend auch im Sinne der Umwelt.
  • Sulfate und Parabene sind Chemikalien, die durch traditionelle Shampoos auf deine Kopfhaut gelangen. Welche gesundheitlichen Folgen diese haben, ist noch nicht vollends erforscht. Die Versandapotheke mycare.de berichtet jedoch von Allergien, die durch Parabene ausgelöst werden können. Fest steht jedenfalls: Indem du auf parabenhaltige Produkte verzichtest, gehst du keinerlei Risiko ein.
  • Die Haare ohne Shampoo zu waschen beziehungsweise auf gewisse Alternativen zurückzugreifen, ist vor allem auch mit einem Kostenvorteil verbunden: Wenn du deine Haare nur mit Wasser wäschst, fallen keinerlei zusätzliche Kosten an. Auch bei Mitteln wie Natron oder Haarseife ist das Preis-Leistungs-Verhältnis sehr gut.
  • Indem du deine Haare über einen längeren Zeitraum hinweg ohne Shampoo wäschst, wird das Haar bei vielen Menschen auf Dauer kraftvoller und glänzender. Es findet zu seiner ursprünglichen, unbehandelten Struktur zurück.

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Redakteurin Sybille

Vertrauen ist gut, Recherche ist besser!

Sybille gilt seit fast 10 Jahren als bewährte Anlaufstelle für unsere Kunden, wenn es um professionelle Produktberatung geht. Ihre Reiselust ist ebenso ansteckend wie ihre Liebe für Pflanzen, Tiere und Bücher.

Quellenhinweise
https://www.mycare.de/blog/parabene-sind-sie-wirklich-schaedlich