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Bio-Baumwolle: Natürlich nachhaltig

Bio-Baumwolle bietet viele Vorteile im Vergleich zum konventionell angebauten Rohstoff: Das Material punktet sowohl in Sachen Nachhaltigkeit als auch im Hinblick auf die Sozialverträglichkeit in den Herkunftsländern. Wir verraten Ihnen im Detail, warum Sie Produkten aus Bio-Baumwolle den Vorzug geben sollten.


  • Der ökologische Anbau von Baumwolle verbraucht weniger Wasser als die konventionelle Herstellung.
  • Durch den Verzicht auf Chemikalien schonen die Produzenten von Bio-Baumwolle die Umwelt.
  • Auch die Bauern profitieren in mehrfacher Weise vom ökologischen Landbau.

1. Mit Bio-Baumwolle zu mehr Nachhaltigkeit im Kleiderschrank

Baumwolle ist ein begehrter Stoff in der Textilindustrie – weltweit werden etwa 50 Prozent der Kleidung aus dem nachwachsenden Rohstoff gefertigt. Er besteht zum größten Teil aus Zellulose und ist biologisch abbaubar. Obwohl es sich um ein natürliches Material handelt, fällt die Ökobilanz konventionell angebauter Baumwolle sehr schlecht aus: Ein großes Problem stellt der hohe Wasserverbrauch dar, zudem schädigen Monokulturen und chemische Pestizide die Böden.

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Hautfreundlich und klimaschonend: T-Shirts aus Bio-Baumwolle

Ökologische Anbaumethoden der Baumwolle erweisen sich dagegen als deutlich nachhaltiger, da sie einen geringeren Ressourcenverbrauch aufweisen, auf Chemikalien verzichten und für einen langfristigen Erhalt der Bodenfruchtbarkeit sorgen. Weitere Informationen über die Herstellung und die Vorteile von Bio-Baumwolle erhalten Sie im nächsten Kapitel.

1.1 Eigenschaften und Vorteile von Bio-Baumwolle

Baumwolle gilt als hautfreundlich und strapazierfähig, weshalb sie als Rohstoff für Kleidung sehr beliebt ist. An den grundsätzlichen Eigenschaften des Materials ändert der kontrolliert biologische Anbau (kbA) von Baumwolle nichts. Die großen Vorteile von Öko-Baumwolle zeigen sich dagegen in den Auswirkungen auf Mensch und Umwelt:

Bio-Baumwolle schont die Umwelt

Der ökologische Anbau von Baumwolle benötigt viel weniger Wasser: Unterschiedliche Studien zeigen eine Einsparung von 40 bis 91 Prozent im Vergleich zur konventionellen Baumwollproduktion. Deren künstliche Bewässerung lässt Böden versalzen und den Grundwasserspiegel sinken, wodurch eine Trinkwasserknappheit in den betroffenen Gebieten entstehen kann oder noch verschärft wird.
Außerdem ist der Einsatz von Kunstdünger und bedenklichen Stoffen wie chemischer Pestizide und Entlaubungsmittel bei Öko-Baumwolle verboten. Stattdessen wird auf wechselnde Fruchtfolgen gesetzt, das heißt, nach der Baumwollernte werden auf den Feldern andere Pflanzen ausgesät. So kann sich der Boden erholen und benötigt weniger Düngemittel, Schädlinge vermehren sich langsamer und lassen sich auf natürliche Weise entfernen.

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Baumwolle aus ökologischem Anbau wird von Hand geerntet und ist nicht mit chemischen Pestiziden belastet.

Vorteile der Bio-Baumwolle für die Bauern

Nicht nur die Umwelt profitiert vom kontrolliert biologischen Anbau der Baumwolle, sondern auch die Bauern, etwa durch das Verbot von genmanipulierten Pflanzen. Solche Baumwollpflanzen produzieren selbst keine Samen, weshalb die Farmer immer wieder neues Saatgut kaufen müssen. Das bedeutet einen großen finanziellen Aufwand für sie und kann sich in Abhängigkeiten von Konzernen niederschlagen, die genmanipulierte Samen und entsprechende Pestizide anbieten.
Bio-Baumwolle sorgt dagegen für mehr unabhängige (Klein-)Bauern und verbessert deren finanzielle Lage, zumal sie oft höhere Löhne und Preise erhalten als im konventionellen Markt. Durch den Fruchtwechsel haben sie außerdem die Möglichkeit, andere Produkte anzubauen und zu verkaufen. Nicht zuletzt profitieren die Bauern von dem Verzicht auf chemische Schädlingsbekämpfungs- und Entlaubungsmittel, da sich diese negativ auf die Gesundheit auswirken können.

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Kontrolliert biologisch angebaute Baumwolle hat positive Effekte auf Bauern und Umwelt.

Da Baumwolle nicht regional angebaut werden kann, lohnt es sich, auch auf andere nachhaltige Rohstoffe zu setzen – beispielsweise auf Modal. Solche Materialien haben in der Regel einen noch geringeren Wasserverbrauch als Bio-Baumwolle.

1.2 Woran erkenne ich Baumwolle aus ökologischem Anbau?

T-Shirts und andere Produkte aus kontrolliert biologischem Anbau werden auf dem Etikett entsprechend als Bio-Baumwolle oder kbA ausgezeichnet. Zudem gibt es verschiedene Siegel, die dem Rohstoff einen ökologischen Anbau bescheinigen. Sehr bekannt und weitreichend sind die Zertifizierungen Global Organic Textile Standard (GOTS) und IVN Best, die den ökologischen Landbau und soziale Standards wie die ILO-Kernarbeitsnormen der Vereinten Nationen berücksichtigen. Diese basieren auf bestimmten Grundprinzipien wie der Vereinigungsfreiheit und der Abschaffung von Kinderarbeit.

Siegel für Bio-Baumwolle

  • Der Global Organic Textile Standard (GOTS) zeichnet Textilprodukte aus, die mindestens zu 70 Prozent aus ökologisch angebauten Naturfasern bestehen. Mit dem Siegel wird die gesamte Produktionskette zertifiziert, beispielsweise ein T-Shirt, Unterwäsche oder Bettwäsche aus Bio-Baumwolle. Über alle Arbeitsschritte hinweg werden ökologische und bestimmte soziale Standards erfüllt, obwohl der Schwerpunkt des GOTS-Siegels auf der Umweltverträglichkeit liegt. Textilien aus mindestens 95 Prozent kontrolliert biologischem Anbau erhalten zudem den Labelzusatz organic.

  • Mit dem Siegel IVN Best werden ebenfalls Naturfasern aus ökologischem Landbau ausgezeichnet, bei deren Anbau und Weiterverarbeitung diverse ökologische und soziale Kriterien erfüllt werden müssen.

  • Der Organic Content Standard (OCS) weist lediglich den Anteil der biologisch angebauten Rohstoffe in einem Produkt nach: Mit OCS 100 werden Waren ausgezeichnet, die zu 95 bis 100 Prozent aus Bio-Material bestehen, während beim OCS blended lediglich mindestens fünf Prozent enthalten sein müssen. Weitere Anforderungen an die ökologische oder soziale Verträglichkeit existieren nicht.

  • Wenig aussagekräftig sind dagegen Siegel, bei denen die zertifizierende Organisation nicht unabhängig vom Unternehmen agiert, wie das beispielsweise für C&A Biocotton gilt.

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Produkten aus Bio-Baumwolle den Vorzug zu geben, ist einer von vielen Wegen zu mehr Nachhaltigkeit.

Im besten Fall achten Sie beim Neukauf von Textilien zusätzlich darauf, dass ein Kleidungsstück fairen Standards entspricht. Die oben vorgestellten Siegel stellen die Einhaltung von sozialen Mindestkriterien sicher, Zertifizierungen wie Fairtrade Cotton, Fairtrade Textile Production oder von der Fair Wear Foundation stellen allerdings noch höhere Anforderungen an die soziale Verträglichkeit von Unternehmen als die ILO-Kernarbeitsnormen.

2. Bio-Baumwolle – nicht nur für Kleidung empfehlenswert

Baumwolle aus biologischem Anbau finden Sie nicht allein in Kleidungsstücken – auch bei Heimtextilien wie Handtüchern und Bettwäsche erhalten Sie nachhaltige Alternativen.

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Im Badezimmer können Sie ebenfalls auf Baumwolle aus kontrolliert biologischem Anbau setzen, zum Beispiel bei Handtüchern und Wattestäbchen.

Zudem wird der nachwachsende Rohstoff im Bereich der Kosmetik- und Hygieneprodukte immer häufiger verwendet, etwa als Abschminkpad oder als Kopf von Wattestäbchen. Besonders bei Artikeln für die einmalige Benutzung sollten der Ressourcenverbrauch bei der Herstellung und die Folgen der Entsorgung berücksichtigt werden.
Setzen Sie daher nach Möglichkeit auf mehrfach verwendbare Alternativen, wie beispielsweise waschbare Abschminkpads aus Bio-Baumwolle. Wie Sie Ihr Badezimmer ganz im Sinne von Zero Waste gestalten können, erfahren Sie hier.

FAQ

  • Ist Bio-Baumwolle fair?

    Bio-Baumwolle kann, muss aber nicht aus fairem Handel stammen – im Vergleich zum konventionellen Anbau von Baumwolle ergeben sich jedoch einige Vorteile für die Bauern, zum Beispiel im Hinblick auf ihre Gesundheit und hinsichtlich ihrer finanziellen Situation. Weitere Informationen dazu haben wir hier für Sie aufgelistet.
    Im besten Fall achten Sie dennoch darauf, dass ein Kleidungsstück der Fair Fashion zuzuordnen ist, also fairen Standards entspricht – erkennen können Sie das anhand verschiedener Zertifizierungen wie Fairtrade Cotton, Fairtrade Textile Production oder Fair Wear Foundation.

  • Wie wird Bio-Baumwolle angebaut?

    Aufgrund der strengen Regeln im ökologischen Landbau ist der Einsatz gesundheitsschädlicher und bedenklicher Stoffe bei der Produktion von Bio-Baumwolle ebenso verboten wie die Verwendung genmanipulierter Baumwollpflanzen. Der Anbau kontrolliert biologischer Baumwolle benötigt weniger Wasser und erfolgt ohne Kunstdünger, stattdessen wird auf die wechselnde Bepflanzung der Felder (= Fruchtfolge) geachtet. Hiervon profitieren die Bodenfruchtbarkeit, die gesamte Umwelt und die Bauern. An dieser Stelle können Sie sich über alle Details informieren.

  • Welche Siegel gibt es für Baumwolle aus biologischem Anbau?

    Bio-Baumwolle erkennen Sie an Zertifizierungen wie dem Global Organic Textile Standard (GOTS), dem Organic Content Standard (OCS) und IVN Best. Manche der Siegel berücksichtigen neben dem ökologischen Landbau auch soziale Kriterien wie generelle Arbeitsbedingungen und die Preis- bzw. Lohnpolitik der Bauern. Sehr umfassend ist der GOTS: Sein Schwerpunkt liegt auf der Umweltverträglichkeit, dabei werden jedoch alle Arbeitsschritte bis zum fertigen Produkt einbezogen und auf soziale Aspekte geachtet. Mehr zu den verschiedenen Zertifizierungen erfahren Sie hier.

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Redakteurin Julia Goetzl
Redaktionshinweise
Redaktion: Julia Götzl

Julia Götzl arbeitete während ihres Master-Studiums der Germanistik als freie Texterin für eine Tageszeitung. Danach wagte sie – noch in Düsseldorf – einen kurzen Ausblick in die Literaturvermittlung. Seit dem Ende ihres Volontariats ist sie fester Teil der Online-Redaktion.

Quellenhinweise
http://aboutorganiccotton.org/environmental-benefits/
https://www.worldwildlife.org/industries/cotton
http://www.umweltinstitut.org/fragen-und-antworten/bekleidung/anbau-von-baumwolle.html
https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/umwelt-haushalt/wohnen/faire-kleidung-das-bedeuten-die-siegel-7072
http://aboutorganiccotton.org/de/organic-certification/