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Saisonal kochen / 08. Oktober 2016

Maronen-Saison: Im Herbst ist Esskastanien-Zeit!

Auf köstlich duftende Maronen muss man nicht bis zum Start der Weihnachtsmärkte warten. Ihre Saison beginnt nämlich schon jetzt. Die gezüchtete Esskastanien-Art schmeckt intensiv-nussig und ist zudem ein fast fettfreier Energielieferant. Maronen haben im Herbst Saison, vorgekocht und eingeschweißt, getrocknet und als Pulver sind sie aber ganzjährig erhältlich. Maronen zeigen sich ähnlich vielseitig wie Kartoffeln. Sie eignen sich bestens für Vor-, Haupt- und sogar Nachspeisen.

Maronen-Saison: Im Herbst ist Esskastanien-Zeit!
© Printemps - Fotolia

Maronen als Vorspeise


Aufgrund ihrer mehligen, leicht öligen Konsistenz sowie ihres aromatischen Geschmacks sind Maronen ideal als kulinarische Kleinigkeiten vorweg. Ihr könnt sie ähnlich wie Pinienkerne in der Pfanne anrösten oder karamellisieren. Heraus kommt eine nussig-knusprige Ergänzung für euren Salat. Zusammen mit einer Vinaigrette aus Kürbiskernöl, Balsamico und Honig ein Genuss!

Wer es lieber heiß mag und gern löffelt, kocht eine Maronen-Kartoffel-Cremesuppe. Die Maronen können püriert oder im Ganzen mitgekocht und zu einer sämigen Suppe verarbeitet werden. Eine weitere, locker-leichte Rezeptidee: Gemüsesuppen à la Minestrone oder Eintöpfe auf Brühe-Basis mit Maronen bestücken und die Esskastanien wie Kartoffeln mitköcheln.

Auch das passt immer: Brot als Vorspeise oder Snack zwischendurch. Dazu könnt ihr frisches Baguette mit einem Aufstrich aus Maronen bestreichen. Die vegane Paste macht ihr aus Räuchertofu und Sojamilch sowie ein paar Gewürzen ganz leicht selbst. Oder ihr greift auf fertigen Maronen-Aufstrich zurück.

Maronen im Hauptgericht


Maronen ergänzen sich als Beilage zum Fleisch bestens mit Kohl. Rezeptidee: glasierte Maronen in Rotkraut oder zum Rosenkohl. Dazu reicht ihr Wildfleisch, das ihr nach Belieben mit einer Maronenfüllung oder Maronenkruste aufpeppen könnt.

Schön exotisch: Lamm mit Polenta und Maronen oder eine orientalisch gewürzte Reispfanne mit Lammfleisch. Hier kommen Zimt, Kardamom und Sesam ins Spiel. Maronen harmonieren auch wunderbar mit Geflügelfleisch und Gemüse – ganz besonders gut mit Pilzen. Die wiederum passen bekanntlich zu deftigen Fleischgerichten, geschmorrt im eigenen Saft, sodass eine dunkle Bratensoße entsteht. Wir denken da an ein kräftiges Wildschweingulasch mit Pfifferlingen oder zarte Ochsenbäckchen aus Rindfleisch mit Serviettenknödeln oder Eierspätzle. Die Maronen, die als Beilage dazu gereicht oder gleich mitgekocht werden, verleihen solch opulenten Speisen einen einzigartigen Charakter.

Mögt ihr es leicht bekömmlich? Dann verfeinert eure Pasta herbstlich mit Maronen. Hierfür die vorgekochten und geschälten Maronen zusammen mit Schalotten, Knoblauch, Süßkartoffeln und Hokkaidokürbis anschwitzen und dünsten. Abgerundet wird mit Chili. Das habt ihr so bestimmt noch nicht probiert.

Maronen als Dessert


Selbstverständlich dürfen wir den Nachtisch nicht vergessen, dafür ist auch nach dem größten Festmahl noch Platz im Bauch. Der Klassiker schlechthin: im Ofen geröstete Maronen, die pur als Snack gegessen werden. Dazu müssen die frischen Maronen geschält, vorgekocht, anschließend eingeritzt und dann geröstet werden. Einfacher und schneller geht das mit fertig geschälten und vorgekochten Maronen.

Möchtet ihr aus frisch gesammelten Maronen einen Kuchen backen, könnt ihr die Esskastanien anstelle von Haselnüssen verwenden. Einfach klein hacken und mit in den Teig geben. Oder nehmt einfach beides! Eurem Lieblingskuchen wird das eine ganz neue Geschmacksnote verleihen. Am besten die Maronen gleich verarbeiten. Sie halten sich bei Zimmertemperatur nur etwa eine Woche, im Kühlschrank rund zwei Wochen.

Gegen den Durst: Maronen-Drinks


Seit 1994 wird auf Korsika ein ganz besonderes Bier namens „Pietra“ gebraut – aus Malz und Kastanienmehl. Hier haben Maronen also immer Saison. Die Einheimischen lieben das Maronen-Bier – ihr solltet es auch einmal probieren.