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Kulinarisch Unterwegs / 25. März 2016

Wer hat die Nudel erfunden?

Alle lieben sie, keiner will ohne sie sein: Die Nudel steht bei fast jeder Nation hoch im Kurs, insbesondere die Italiener wären ohne ihre geliebte Pasta verloren. Sie verzehren immerhin durchschnittlich 26 Kilogramm pro Kopf und Jahr, sind damit im weltweiten Vergleich die unangefochtene Nummer eins, auf Platz zwei folgt übrigens Venezuela mit 13 Kilo, die Deutschen landen erst auf Platz 10 mit 9 Kilo pro Jahr und Kopf.

Wer hat die Nudel erfunden?
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Die Geschichte der Nudel begann vor 4000 Jahren


Doch wer hat die Nudel erfunden? Und wo wurde die Nudel erfunden? Die Antworten lauten: Man weiß es nicht so genau. Die Italiener waren es wahrscheinlich nicht, denn bei Ausgrabungen im Nordwesten Chinas wurden 4000 Jahre alte Nudeln aus Hirse in einer versiegelten Steingutschale geborgen. Es hält sich auch das (falsche) Gerücht, Marco Polo (1254-1324) habe die Nudeln aus China nach Italien gebracht. Tatsächlich gibt es die Nudel in Europa schon viel länger: Archäologen fanden in Gräbern aus der Zeit 400 vor Christus Schriftstücke, die Abbildungen von Geräten zeigten, die zur Herstellung von Nudeln benötigt wurden. Die Nudelrolle der Antike quasi. In Texten von Cicero (106 v. Chr. bis 43 v. Chr.) finden sich Berichte über „Lagoni“, eine flache Pastaspeise. Und der arabische Geograf al-Idrisi erwähnt im 12. Jahrhundert, dass in der Nähe von Palermo auf Sizilien „Fäden aus Weizen“ gekocht werden. Nudel-Experten gehen davon aus, dass nicht ein Land der Erfinder der Nudel ist. Vielmehr wird vermutet, dass die Nudel mit Beginn des Getreideanbaus an vielen verschiedenen Orten der Erde rein zufällig entdeckt wurde, als Wasser mit Mehl vermischt wurde. Die Frage, wer die Nudel erfunden hat, kann also mit einem diplomatischem „viele“ beantwortet werden.

Siegeszug des kulinarischen Allrounders


Wie auch immer die Pasta nach Italien gelangte, von dort aus jedenfalls begann später ihr Siegeszug durch die Küchen der Welt: Ab dem 16. Jahrhundert wird in der Gegend von Neapel großflächig Hartweizen angebaut. Doch noch war die Pasta keineswegs ein Essen für alle. Die Teigspezialität blieb vorerst der feinen Gesellschaft vorbehalten. Ein Straßenfeger wurde sie erst, als Mitte des 18. Jahrhunderts die neapolitanische Straßenküche dem Volk gab, was des Volkes war. Deshalb war Neapel auch die Pasta-Hauptstadt und die „Mangiamaccheroni“ (Nudelesser) wurden immer bekannter. Während im Norden Pasta mit sahnigen Saucen der Hit waren, liebte man in Neapel Nudeln mit Kräutern und Knoblauch – bis sich die Neapolitaner für eine neue Frucht aus Amerika interessierten: die Tomate. Von dort an gab es kein Halten mehr, die Tomatensauce war entdeckt und Spaghetti Napoli zu einem Begriff der Ewigkeit.

Auch wenn es unklar ist, wer die Nudel erfunden hat, es war in jedem Falle ein Italiener, nämlich Paolo Agnese, der im Jahre 1825 die weltweit erste Nudelfabrik gründete. Die industrielle Produktion der Teigwaren konnte beginnen. Seit 1934 ist die Pasta-Herstellung in einem ununterbrochenen Arbeitsgang möglich. Maschinen mischen Pastateig an, rühren und rollen aus. Der fertige Pastateig gelangt in eine Knetmaschine, die die Nudeln in ihre Form presst. Anschließend wird die fertig ausgeformte Pasta in zwei Phasen entwässert und getrocknet. In Italien entstanden mit der Zeit immer mehr Nudelvariationen, heute gibt es etwa 400 verschiedene Nudelsorten, deren Historie im Spaghetti-Museum in Pontedassio, Ligurien belegt ist. Auch das „Museo Nazionale delle Paste Alimentari“ in Rom vermittelt Wissenswertes über die Nudel.

Beim Kochen kann viel schief laufen


Die traditionellen italienischen getrockneten Nudeln bestehen aus Hartweizengrieß und Wasser. Obwohl das Kochen von Nudeln ein nicht wirklich komplizierter Vorgang ist, wird nach wie vor viel falsch gemacht. Zu Lasten des Geschmacks. Die Deutschen nehmen beim Kochen deutlich zu wenig Wasser und auch zu wenig Salz. Faustregel: Pro 100 g Pasta mindestens ein Liter Wasser, pro Liter Wasser ein Teelöffel Salz. Einen großen Topf verwenden, damit die Pasta sich ausbreiten kann. Die Nudeln erst ins Wasser geben, wenn es sprudelnd kocht – gekocht wird übrigens ohne Deckel. Die perfekte Nudel ist schließlich „al-dente“, also bissfest, und gibt auch nach dem Abgießen des Wassers noch etwas nach. Und immer die italienische Weisheit beachten: Die Gäste müssen auf die Pasta warten, nicht umgekehrt!
Produktrückruf

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K-Classic Delikatess Rotkohl
Füllmenge: 680 g, Abtropfgewicht: 650 g

EAN 4300175162333
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31.12.2020 ML3 L6287 alle Uhrzeiten

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