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Kulinarisch Unterwegs / 16. Januar 2017

Tortilla de Patatas und Patatas Bravas: Spanien und seine Kartoffeln

Kartoffeln sind nicht nur ein unverzichtbarer Bestandteil der deutschen Küche. Auch in vielen Regionen Spaniens landen die Patatas, wie sie in der Landessprache genannt werden, häufig auf dem Teller. Tortilla de Patatas und Patatas Bravas sind längst zu Nationalgerichten geworden. Meist werden sie in Form von kleinen Häppchen als Tapa-Gericht serviert. Doch auch in traditionellen Eintöpfen und Suppen spielt die Kartoffel eine große Rolle.

Tortilla de Patatas und Patatas Bravas: Spanien und seine Kartoffeln
© M.studio - Fotolia

Nationalgericht mit Tradition: Tortilla de Patatas


Die Kartoffel zählt in Spanien zu den Grundnahrungsmitteln und wird deshalb auch in diversen Nationalgerichten verwendet. Eines davon ist die Tortilla de Patatas. Das spanische Kartoffel-Omelett bereitet man in einer Pfanne mit Ei, Zwiebeln, Salz, Olivenöl und je nach Geschmack etwas Knoblauch zu. Die kreisförmige Form macht die Tortilla de Patatas zu einem beliebten Tapas-Gericht. Je nach Region kommen weitere Zutaten hinzu. An der Küste etwa sind Meeresfrüchte verbreitet, im Landesinneren Fleisch oder Wurst. Auch verschiedene Gemüsesorten gehören zu den optionalen Bestandteilen der Tortilla de Patatas. Die Qualität bemisst sich für spanische Köche übrigens nicht am Geschmack, sondern am Aussehen. Als gelungen gilt die Tortilla de Patatas, wenn sie goldbraun gebacken und sehr hoch ist.

Kartoffelgericht von den Kanaren


Bevor die Kartoffel das spanische Festland erreichte, hielt sie auf den Kanarischen Inseln Einzug. Von dort stammt auch eines der bekanntesten spanischen Kartoffelgerichte: Die Runzelkartoffeln mit Salzkruste oder – etwas klangvoller – Patatas Arrugadas in der Landessprache. Mit Schale in Meerwasser gekocht, ruhen die Kartoffeln nach langer Garzeit unter einem Tuch. Nur so bildet sich die schrumpelige Salzkruste, die die Patatas Arrugadas so unverwechselbar macht.

Eine weitere beliebte Kartoffel-Variante sind die Patatas Bravas. Wie bei der Tortilla de Patatas ist die Zubereitung ganz simpel. Die Kartoffeln werden zunächst gewürfelt, gekocht, goldbraun frittiert und mit einer würzig-scharfen Tomatensoßegereicht.

Familienrezept: Eintopf mit Bohnen, Kartoffeln und Fleisch


Weniger bekannt als diese Tapas-Variationen sind Eintöpfe aus Spanien. Sie finden sich nicht so häufig auf den Karten der Restaurants wieder, kommen aber als traditionelle Familiengerichte vor allem im Winter auf den Tisch. Für ein traditionelles Eintopfrezept, den Cocido Madrileño, werden neben den drei Hauptzutaten Kichererbsen, Kartoffeln und Schweinefleisch auch Rüben und Kohl eingekocht. Hackfleischbällchen, Brotkrumen und Petersilie verleihen dem Gericht seine Würze. Das Besondere: Den Eintopf isst man in mehreren Gängen, den sogenannten Vuelcos. Der erste Vuelco ist eine Nudelsuppe aus der Brühe des Cocido, der zweite besteht aus den Kichererbsen und dem Gemüse. Im dritten Vuelco wird schließlich das Fleisch serviert.