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Kulinarisch Unterwegs / 22. April 2017

Spezialitäten aus Brandenburg und Sachsen

Die gute alte Hausmannskost – vielerorts ist sie von kulinarischen Einflüssen aus den Nachbarländern geprägt. So finden sich in Ostdeutschland Spezialitäten der besonderen Art: Schlesische und böhmische Einwirkungen prägen in den neuen Bundesländern die traditionelle Küche. Welche Spezialitäten aus Ostdeutschland wo ihren Ursprung haben, verraten wir hier.

So schmeckt Ostdeutschland: Spezialitäten aus Brandenburg und Sachsen
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Königsberger Klopse in Brandenburg


Was wir heute als Bundesland Brandenburg kennen, gehörte früher zu Preußen. Königsberg, das heutige Kaliningrad an der russischen Ostseeküste und einstige Hauptstadt des Herzogtums Preußen, war namensgebend für die beliebten Königsberger Klopse. Die Köchin einer Kaufmannsfamilie soll das Gericht mit den Fleischbällchen erfunden haben.

Traditionell bereitet ihr diese ostdeutsche Spezialität aus Kalbshackfleisch, Brötchen vom Vortag, Eiern, Zwiebeln sowie Zitronenschalenabrieb und Gewürzen zu. Wer die Klopse etwas würziger mag, fügt Sardellen hinzu. Die etwa golfballgroßen Klopse garen in einer aromatischen Fleischbrühe. Dieser Sud verleiht der Soße ihren Geschmack, flankiert von Sahne, etwas Zitronensaft und reichlich Kapern. Zum leicht säuerlichen Geschmack passen Salzkartoffeln besonders gut. In Ostpreußen wurden die Königsberger Klopse zusätzlich mit Rote Bete serviert.

Böhmische Knödel in der Oberlausitz


Der Südwesten Sachsens grenzt an Tschechien, das ehemalige Böhmen. Die böhmische Küche beeinflusst bis heute die Essgewohnheiten in der Oberlausitz. Die luftigen böhmischen Knödel aus Hefeteig etwa passen hervorragend zu Gulasch und Braten. Sie werden wie kleine Brotlaibe geformt, gekocht und in Scheiben geschnitten serviert.

Himmelreich und Streuselkuchen aus Schlesien


Der westliche Zipfel Niederschlesiens befindet sich im heutigen Sachsen, der größte Teil Schlesiens liegt in Polen. Aus Polen stammen einige Spezialitäten Ostdeutschlands wie Schlesisches Himmelreich: Geräucherter Schweinebauch wird mit Backobst wie Pflaumen und Aprikosen gekocht und dann in einer Soße aus Mehlschwitze serviert. Dazu passen schlesische Kartoffelklöße mit der typischen Mulde.

Obwohl man leckeren Streuselkuchen mittlerweile in ganz Deutschland genießt, hat er seinen Ursprung in Schlesien. Klassiker sind der Blechkuchen mit einer Füllung aus Mohn und der sogenannte Prasselkuchen mit einem Boden aus Blätterteig.

Karpfen mit polnischer Soße


Eine weitere ostdeutsche Spezialität aus Schlesien, die fast schon exotisch daherkommt: Wer einen Karpfen in polnischer Soße genießen möchte, darf sich auf frischen Fisch in einer dunklen, süßen Soße aus Bier und Lebkuchen freuen. Für den Karpfen in polnischer Soße werden die Fischfilets in einem Sud aus Suppengrün und Gewürzen gekocht. Dunkles Bier, Zucker, Butter sowie Soßenlebkuchen, auch Honiglebkuchen genannt, verleihen der polnischen Soße ihre typische Konsistenz und den einzigartigen Geschmack.