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Kulinarisch Unterwegs / 11. Juli 2016

So schmeckt Deutschland: Süßes Sachsen

Herzhaft und deftig, mit Einflüssen aus Böhmen, Ostpreußen und Polen – so sieht die eine Seite der sächsischen Küche aus. Besonders berühmt ist sie aber auch für ihre vielen süßen Speisen. Stollen, Plinsen, Quarkgebäck und eine große Anzahl an saftigen Kuchen prägen die kulinarische Landkarte Sachsens. Einen großen Einfluss auf die Namen der Gerichte hatten dabei die beiden einwohnerstärksten Städte des Bundeslands: Dresden und Leipzig.

So schmeckt Deutschland: Süßes Sachsen
© santosha57 - Fotolia

Leipzig und Dresden – Die kulinarischen Zentren

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Während in Dresden der Sitz des sächsischen Adels war, florierte in Leipzig im Mittelalter der Handel. Der Reichtum der beiden Städte spiegelte sich auch im Essen und somit der sächsischen Küche wieder. Deftiger Sauerbraten, feines Gebäck und edle Zutaten wie Krebsfleisch standen regelmäßig auf dem Speiseplan.

Auch der Dresdner Christstollen hat adlige Wurzeln. So wurde der Kuchen aus Hefeteig jedes Jahr zu Weihnachten an sächsische Landesherren überreicht. Diese Tradition galt als Dank dafür, dass diese Ende des 15. Jahrhunderts den Papst dazu bewegen konnten, das Verbot Butter und Zucker in der Fastenzeit zu verwenden, aufzuheben. Gefüllt ist der Dresdner Christstollen traditionell mit Trockenfrüchten wie Sultaninen, Zitronat und Orangeat, Mandeln,  Marzipan oder Mohn. Stollen wird übrigens nicht nur zu Weihnachten, sondern das ganze Jahr über gebacken.

Leipziger Lerchen
© Superhasi – Fotolia.com

Sehr extravagant war auch die Vorliebe der Leipziger Bevölkerung für Lerchen. Die Singvögel galten in Leipzig fast ein Jahrhundert lang  als besondere Delikatesse. 1873 war damit Schluss. Der Sächsische König verbot die Jagd auf die Vögel endgültig. Daraufhin entwickelten Bäcker das Mürbteiggebäck, das geschmacklich noch eine größere Gaumenfreude sein sollte, als das Original. Die kleinen Küchlein wurden mit Nüssen, Mandeln und Erdbeerkonfitüre gefüllt und in Form eines Vogels gebacken. Heute werden die Leipziger Lerchen üblicherweise in kleinen Tartelette-Förmchen gebacken.

Mit unserem Rezept für Leipziger Lerchen könnt ihr die Spezialiät zuhause nachbacken.

 

Von Allerlei bis Neunerlei

Leipziger Allerlei
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Leipziger Allerlei wird oft als einfaches Gemüsegericht bezeichnet und häufig auch nur aus frischem Frühlingsgemüse zubereitet. Das Original wird allerdings neben Erbsen, Karotten, Spargel und Morcheln mit Flusskrebsen und Krebsbutter zubereitet.
Im Erzgebirge gibt es an Weihnachten ein neungängiges Menü. Die Speisen des sogenannten Neunerleis unterscheiden sich dabei nicht nur von  Ort zu Ort, sondern auch von Familie zu Familie. Jedes Gericht das an Heiligabend auf den Tisch kommt, hat dabei eine symbolische Bedeutung. Klöße sollen Wohlstand fürs kommende Jahr versprechen, Bratwürste drücken die Herzlichkeit der Bewohner aus und Rote Bete soll eine gute Ernte garantieren.

Produktrückruf

Kaufland ruft freiwillig, aus Gründen des vorbeugenden Verbraucherschutzes, folgendes Produkt zurück:

K-Classic Delikatess Rotkohl
Füllmenge: 680 g, Abtropfgewicht: 650 g

EAN 4300175162333
mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum und Charge:
31.12.2020 ML3 L6287 alle Uhrzeiten

K-Classic Delikatess Rotkohl