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Kulinarisch Unterwegs / 04. Juli 2016

So schmeckt Deutschland: Nord- und Ostsee

Die deutschen Meeresküsten an Nord- und Ostsee sind beliebte Urlaubsregionen für Familien, Naturliebhaber und Aktivurlauber. Neben malerischen Stränden und jeder Menge Angeboten an Freizeitaktivitäten gibt es auch kulinarisch einiges zu entdecken und zu genießen – auch, wenn man kein Fisch-Liebhaber ist.

So schmeckt Deutschland: Nord- und Ostsee
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Fisch soweit der Hunger reicht

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Das ganze Jahr über gibt es an den Küsten von Nord- und Ostsee eine große Auswahl an fangfrischem Fisch. Scholle, Makrele, Aal, Hering, Lachs und Krabben zählen zu den Spitzenreitern. Neben Fischbrötchen sind Matjes mit Salzkartoffeln, grünen Bohnen und Speck traditionelle Fischgerichte. Krabben isst man am besten zusammen mit Rührei auf einem Stück Schwarzbrot. Auf Sylt gibt es die einzige deutsche Austernzucht. Die Sylter Royal gilt als ganz besondere Delikatesse, da sie einen hohen Fleischanteil besitzt und leicht nussig schmeckt.


Übrigens: Eingeleitet und abgerundet werden Fischgerichte gern mit Hochprozentigem. Als Aperitif wird oftmals ein Küstennebel gereicht – ein Likör aus Sternanis mit einem Alkoholgehalt von rund 22 Prozent. Beim Digestif wird gern auf den aus Skandinavien stammenden Kümmelschnaps Aquavit zurückgegriffen. Dieser muss mindestens einen Alkoholgehalt von 37,5 Prozent aufweisen und wird am besten eisgekühlt oder in einem sehr kalten Glas serviert.

Zartes Fleisch mit einem Hauch von Meer

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Entlang der Deiche der Nordseeküste ergänzen zahlreiche Schafherden das Landschaftsbild. Die Beweidung der Schutzwälle hat eine lange Tradition und dient dem Erhalt und Schutz der Deiche. Durch den beständigen Tritt der Schafe werden Erdlöcher, die durch Wühlmäuse und Maulwürfe entstehen, wieder zugetreten. Die Deiche sind dadurch stabiler gegenüber Sturmfluten.
Auch auf den Geschmack des Fleisches nehmen die salzigen Wiesen der Deiche Einfluss. Das Fleisch der sogenannten Salzwiesenlämmer ist besonders aromatisch. Durch die Bewegung der Tiere ist das Fleisch außerdem sehr zart und mager, aber dennoch saftig. Von Mai bis Juni wird Lamm in Nordfriesland serviert – traditionell mit Pellkartoffeln und gemischtem Gemüse.

Labskaus: Eine Frage des Geschmacks

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Über das ursprüngliche Seemannsgericht scheiden sich die Geister. Entweder empfindet man es als Hochgenuss oder man hat eine abgrundtiefe Abneigung dagegen. Letzteres lässt sich dadurch erklären, dass Labskaus lange als Reste- und Arme-Leute-Essen bekannt war und die Zutaten so lange durch den Fleischwolf gedreht wurden, bis alles einen einzigen Brei ergab. Basis für die Zubereitung sind Kartoffeln, Rote Bete, Gewürzgurken und gepökeltes Rindfleisch. Die Zutaten werden zunächst weich gekocht und anschließend durch die grobe Scheibe des Fleischwolfs gedreht. Als Beilage werden Hering und Spiegelei gereicht.

Schnüsch: Vom Garten in den Topf

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Den Preis für den schönsten Namen hat der Gemüseeintopf schon mal sicher. Schnüsch stammt aus der Region der Flensburger Förde und ist aufgrund seiner Zutaten ein typisches Sommergericht. Es wird aus Kartoffeln, Kohlrabi, Bohnen, Erbsen und Karotten in Milch gekocht. Typische Beilagen sind eingelegter Hering oder Schinken.

 

Süßes von der Küste

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Wer das oftmals regnerische und windige Wetter der Küste am liebsten mit süßen Speisen kompensieren möchte, wird an Nord- und Ostsee ebenfalls fündig. Rote Grütze, traditionell nur aus Himbeeren und schwarzen Johannisbeeren, aber auch oft mit Erdbeeren und Kirschen zubereitet, wird als süße Hauptspeise, zu Kuchen oder mit Vanilleeis serviert. Besonders typisch für die Ostsee sind Kuchen, Liköre, Marmeladen oder Bonbons aus Sanddorn. Das Ölweidengewächs ist an den Dünen der Ostsee stark verbreitet. An den Küsten der Ostsee wächst verbreitet Sanddorn. Die Früchte des Dünenstrauchs werden zu Likören. Der typische Sanddornkuchen wird mit Sanddornsaft und Mandeln zubereitet und zum Schluss mit Orangenmarmelade oder -gelee bestrichen.