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Kulinarisch Unterwegs / 18. Juli 2016

So schmeckt Deutschland: Die Pfalz

„Weck, Worscht un Woi“ – das ist nicht nur eine typische Mahlzeit, die bei der Arbeit in den Pfälzer Weinbergen gegessen wird, sondern benennt auch gleich zwei wichtige Bestandteile der Pfälzer Küche: Wurst und Wein. Diese ist jedoch um einiges vielseitiger und überzeugt mit deftigen Speisen und mediterranen Einflüssen.

So schmeckt Deutschland: Die Pfalz
© Frank – Fotolia.com

Herzhaft und deftig

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Bratwurst, Leberwurst, Blutwurst, Leberknödel und Schwenkbraten: Die Pfälzer Küche ist bekannt für ihre vielen Fleisch- und Wurstspezialitäten. Als „Pfälzer Nationalgericht“ erlangte der Saumagen weltweite Berühmtheit. Dieses Gericht, bei dem ein leerer Schweinemagen mit magerem Schweinefleisch, Bratwurstbrät und Kartoffeln gefüllt, gekocht und dann in Scheiben geschnitten serviert wird, ließ der ehemalige Bundeskanzler Helmut Kohl Staatsgästen wie Ronald Reagan und Margaret Thatcher servieren. Ihren Ursprung haben die deftigen Speisen in der schweren körperlichen Arbeit, die in früheren Zeiten vor allem in den Weinbergen verrichtet wurde. Als Beilage zu den Fleischspezialitäten werden meistens Sauerkraut und verschiedene Kartoffelvariationen serviert.

Von der Sonne verwöhnt

Feigen
© korkeng - Fotolia

Mit rund 2.000 Sonnenstunden im Jahr und einer Durchschnittstemperatur von 11 Grad bietet die Pfalz optimale Wachstumsbedingungen für zahlreiche Gemüsesorten. Vor allem Kartoffeln und Spargel profitieren, wie auch die Weinstöcke, vom fruchtbaren Löslehmboden. Das warme Klima sorgt außerdem dafür, dass in der Pfalz auch exotische Früchte heimisch sind. Kiwis, Feigen, Zitrusfrüchte, Esskastanien oder Mandeln haben hier einen guten Standort. Sie tragen dazu bei, dass die Pfälzer Küche auch immer öfter einen mediterranen Hauch hat.

Weinland Pfalz

Zwiebelkuchen und Most, regionale Kche
© Karina Baumgart - Fotolia

Mit über 220 Quadratkilometern Anbaufläche ist die Pfalz die zweitgrößte Weinregion Deutschlands. 63 weiße und  39 rote Rebsorten werden in der Pfalz angebaut und gekeltert. An der Spitze steht dabei der Riesling, gefolgt von Müller-Thurgau/Rivaner, Grau- und Weißburgunder. Bei den roten Weinen liegen Dornfelder, Portugieser und Spätburgunder vorne. Bei dieser Fülle an Weinen liegt es nahe, dass die edlen Tropfen nicht nur zum Essen getrunken, sondern auch zum Kochen verwendet werden. Egal ob Kartoffelsuppe, Dampfnudeln oder Fleisch – eine feine Weinschaumsoße macht die Gerichte noch einen Tick leckerer. Eine ganz besondere Spezialität ist im Herbst der neue Wein, der sogenannte Federweiser, den man traditionell mit Zwiebelkuchen isst. Der süße Geschmack des Weins harmoniert perfekt zu diesem herzhaften Kuchen aus Hefeteig.