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Kulinarisch Unterwegs / 28. Februar 2017

Hot Dogs: Würstchen-Klassiker in vielen Variationen

Der Hot Dog ist nicht unbedingt der Inbegriff von Haute cuisine. Im Gegenteil: Kaum ein Gericht verkörpert (neben dem Hamburger) die Bezeichnung Fast Food so wie das Würstchen im Brötchen. Wir verraten, woher Hot Dogs stammen und welch vielfältige Variationen es weltweit gibt.

Hot Dogs: Würstchen-Klassiker in vielen Variationen
© Peteers - Fotolia

Hot Dog: eine deutsche Erfindung

Der Hot Dog, wie wir ihn heute kennen, wurde von einem Deutschen kreiert: Karl Feldmann, ein deutscher Auswanderer, legte Mitte des 19. Jahrhunderts in Coney Island (New York) eine Grillwurst in ein Brötchen und verkaufte das Ganze als neuen Snack. Dieser war auf der Stelle erfolgreich und führte dazu, dass Feldmann (nun unter dem Namen Charles Feldman) kurze Zeit darauf seinen mobilen Verkaufsstand gegen ein richtiges Restaurant eintauschen konnte. Auch der Name Hot Dog könnte auf deutsche Emigranten zurückgehen: Deutschstämmige Schlachter waren in den USA für ihre „wurstförmigen Hunde“ , sprich Dackel, bekannt. Der Zusammenhang zwischen deutschen Würstchen und Hunden war also schnell hergestellt.

Die Grundform des Hot Dog ist immer gleich: In ein längliches, weiches Brötchen kommt eine aufgewärmte Brühwurst, etwa ein Wiener Würstchen. Die Wurst darf nur in heißem Wasser landen; kocht die Flüssigkeit, platzt das Würstchen auf. Dann beginnt die Kür: Wie wird der Hot Dog geschmacklich verfeinert? Und da sind der eigenen Kreativität kaum Grenzen gesetzt – wie ein kleiner Blick in die weite Welt der Hot Dogs beweist …

Variationen mit Preiselbeeren und Wasabi

Bei uns am bekanntesten ist sicher die dänische Variante:  Dafür werden Brötchen und Wurst mit Senf, Ketchup, dänischer Remoulade, dünn geschnittenen Scheiben von Gewürzgurken und Röstzwiebeln serviert. Dänemarks schwedische Nachbarn schwören auf eine deftig-süße Variation mit Bratensoße, karamellisierten Zwiebeln und Preiselbeermarmelade. In Österreich heißt der Snack Bosna: Die Brühwurst wird durch eine gewürzte Bratwurst ersetzt, als Beigabe fungiert eine scharfe Soße aus Senf, Curry und Zwiebeln. Bei den Niederländern landet statt der Wurst eine Frikandel im Brötchen – das ist eine Frikadelle in Wurstform.

Kleiner Abstecher nach Asien: In Südkorea darf das Nationalgericht Kimchi (sauer eingelegter Chinakohl) auch auf einem Hot Dog nicht fehlen. Japaner können ihrerseits nicht auf den scharfen, grünen Meerrettich Wasabi verzichten.

USA: Das Land der unbegrenzten Hot Dogs

Am variantenreichesten ist der Hot Dog aber wohl in den Vereinigten Staaten: Hier hat eine Vielzahl von Großstädten ihre eigene Version entwickelt. In New York zum Beispiel gehören Sauerkraut und ein Zwiebel-Ketchup-Dressing zum Hot Dog. Bekannt ist daneben die Chicago-Version mit sauer-scharfem Relish, Tomate, Zwiebel, eingelegter Peperoni und Gewürzgurke. Sehr üppig auch das Modell Detroit: Auf das Würstchen wird Chili con Carne gehäuft und das Ganze mit Zwiebeln und Cheddar-Streifen garniert. In Atlanta kommt Cole Slaw als Topping auf die Wurst, während in San Francisco ein Hot Dog mit Bacon-Streifen, Mixed Pickles (Gemüse-Mix, der in Essig eingelegt wurde), Kümmel, Mayonnaise, Schalotten und Salat gereicht wird.

Und wo wir gerade in den USA sind: Zu einer gewissen Berühmtheit (inklusive Live-TV-Übertragung auf einem großen Sportsender!) hat es „Nathan’s Hot Dog Eating Contest“ gebracht. Der Wettbewerb findet jährlich am US-Unabhängigkeitstag am 4. Juli statt, durchgeführt wird er in der ältesten New Yorker Filiale der Fast-Food-Kette „Nathan’s“. Derzeitiger Titelträger und zugleich Weltrekordhalter ist der Amerikaner Joey „Jaws“ Chestnut: Er verschlang schier unglaubliche 70 Hot Dogs in zehn Minuten!