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Kulinarisch Unterwegs / 30. März 2016

Gewürzlexikon international: Exotisches für den besonderen Geschmack

Gewürze sind beim Kochen essentiell, ohne sie schmeckt das Essen meist fade und langweilig. Die Top 3 im Gewürzlexikon der Deutschen sind: Salz, Pfeffer und Knoblauch. Auch Paprikapulver steht hoch oben auf der Liste. Zum Würzen von Schweinebraten und Kohl sind Piment, Kümmel und Wacholderbeeren schon Tradition, während Vanille und Zimt bevorzugt bei süßen Speisen wie Kuchen und Desserts zum Einsatz kommen. Weitere Gewürzklassiker der deutschen Küche: Lorbeerblätter, Majoran, Thymian und Liebstöckel – allesamt getrocknet. Petersilie, Dill und Schnittlauch werden dagegen eher frisch verwendet.

Gewürzlexikon international: Exotisches für den besonderen Geschmack
© andriigorulko - Fotolia

Die internationale Küche gewinnt an Bedeutung und Einfluss. Immer mehr Hobbyköche experimentieren gern und oft mit ausländischen Gewürzen. Vom Orient bis Asien – die kulinarische Vielfalt fremder Länder und Kontinente gilt es zu erkunden. Hier eine kleine Gewürzkunde:

Indien: Die Mutter der Gewürze

Indien ist das Land des Currys. Wobei Curry kein eigenständiges Gewürz ist, sondern ein Gemisch aus meist 13 verschiedenen Gewürzen – darunter Kurkuma, Chili, Pfeffer, Kardamom, Koriander, Ingwer, Kreuzkümmel, Nelke und Muskat. Currys gibt es als Pulver und Paste sowie in verschiedenen Schärfegraden. Eine spezielle Form des Currys ist Garam Masala - nahezu jede Familie in Indien hütet seit Generationen ihr eigenes Rezept. Curry und Garam Masala sind nicht die einzigen indischen Gewürzklassiker. Drei weitere Beispiele aus dem Gewürzlexikon Indiens:


  • Amchoor, das aus grünen Mangos gewonnen wird und den Gerichten eine süß-saure Note gibt.

  • Bockshornklee, das jedem ordentlichem Chutney erst den richtigen Geschmack verleiht.

  • Fenchelsamen, die Speisen eine feine Anis-Note verleihen und für eine gute Verdaulichkeit sorgen.

Thailand: Aromen ohne Ende

Die Küche Thailands ist wegen ihrer frischen, gesunden Zutaten auch bei uns beliebt. Die zahlreichen Kräuter und Gewürze duften um die Wette und sorgen für unverwechselbare Aromen. Typische Gewürze Thailands sind neben Ingwer die Galgant-Wurzel, die nach Zitrusfrüchten und Kiefer duftet und einen süßlich-würzigen Geschmack hat. Galgant wird in Thailand immer frisch verwendet und gibt Kokosmilch-Suppen und Thai-Curry-Pasten ihren unverwechselbaren Charakter. Auch Koriander ist in der thailändischen Küche eine sehr wichtige Zutat, die aber nicht jedem Europäer schmeckt. Viele nehmen Koriander im Geschmack als „seifig“ wahr, das Gewürz wird deswegen auch als „Seifenkraut“ geschmäht. Andere Esser wiederum geraten über das würzige Aroma ins Schwärmen. Koriander peppt in Thailand, Suppen, Salate und viele andere Speisen auf. Es wird grob gehackt in die Gerichte gegeben, darf aber nicht gekocht werden, da sonst der typische Geschmack verloren geht.

Thai-Basilikum schmeckt ganz anders als „unser“ Basilikum, eher süßlich mit einem Hauch Pfeffer. In thailändischen Gerichten tritt es oft mit Koriander als Duo auf. Thai-Basilikum verträgt ebenfalls keine Kochhitze, es wird deshalb zum Schluss in die Gerichte gerührt oder gestreut. Zu den Klassikern unter den thailändischen Gewürzen zählt auch Zitronengras. Der harte Stängel gibt unzähligen Speisen einen fruchtigen Zitrus-Touch und verleiht auch der Tom Yam Gung, einer sauer-scharfen Garnelensuppe, ihren säuerlichen Charakter. Es heißt, dass sich Zitronengras durch kein anderes Gewürz der Welt auch nur annähernd ersetzen lässt. Es ist ein Muss für jeden, der original thailändische Rezepte ausprobieren möchte.

Tipp: Viele thailändische Gerichte haben wir in unserer Rezeptsammlung zusammengestellt.


Gewürze aus 1.001 Nacht

Auch der Orient hat im Gewürzlexikon einen festen Platz und ist für seine Gewürze berühmt. Zwischen Marokko und Iran wurden vor Jahrhunderten Gewürze so hoch gehandelt, dass sie in Gold aufgewogen wurden. Heute muss man auf den Souks, den Märkten in arabischen Städten, nicht mehr so viel Geld auf den Tisch legen. Kostbar sind die duftenden Gewürze dennoch, sie übernehmen die Hauptrolle in den exotischen Gerichten des Orients. Ganz typische Geschmacksgeber sind frische Minze, Kumin und Koriander, Nelken, Safran und Zimt, KurKuma und Muskat. Sie bilden mit Nüssen und Trockenfrüchten, Obst und Rosenwasser, Blüten und Couscous eine schier endlose Möglichkeit, wohlschmeckende Speisen zubereiten zu können.