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Kulinarisch Unterwegs / 21. Dezember 2016

Asia-Nudeln – Vielfalt aus Fernost

Heute gibt‘s Nudeln! Aber welche? Wer jetzt Spaghetti, Farfalle und Penne im Kopf hat, bleibt gedanklich im Pasta-Land Italien. Denn die Welt der Nudeln ist viel größer! In Asien haben Nudeln eine noch ältere Tradition. Wer die fernöstliche Küche liebt, sollte diese Asia-Nudeln kennen.

Asia-Nudeln – Vielfalt aus Fernost
© chiraphan - Fotolia

Asia-Nudeln: Schnell gekocht, rasch verputzt


Während europäische, aus Hartweizen hergestellte Nudeln vor dem Verzehr stets einige Minuten in kochendem Wasser verbringen müssen, sind Asia-Nudeln von der schnellen Sorte: Obwohl zur Haltbarmachung ebenfalls getrocknet, benötigen sie meist nur ein paar Minuten in heißem Wasser oder in heißer Brühe. Anders als europäische Nudeln werden diese neben Weizen auch aus Reismehl oder Mungobohnenstärke hergestellt. Da diese Grundzutaten Soßen und Gewürze unterschiedlich aufnehmen, ist es wichtig zu wissen, welche Nudel zu welchem Gericht passt.


  • Reisnudeln: Ihre Form erinnert an Bandnudeln, allerdings sind sie viel heller – eine Folge des zur Herstellung verwendeten Reismehls. Diese glutenfreien Nudeln findet man in vielen asiatischen Ländern: Die Vietnamesen verwenden die Asia-Nudeln zum Beispiel für das Suppengericht Pho Bo; die Thailänder für Pad Thai, eine Mahlzeit mit Fischsoße, Ei und Erdnüssen.

  • Glasnudeln: Die feinen Fäden zerbrechen in trockenem Zustand leicht. Kurz in Wasser gelegt, werden sie jedoch schnell weich und fast durchsichtig – daher der Name. Weil Glasnudeln aus Mungobohnenstärke und Wasser bestehen, schmecken sie sehr neutral. Perfekt, wenn sie andere Aromen aufnehmen sollen, etwa im Salat und in der Suppe. Auch als Füllung für Frühlingsrollen und andere asiatische Teigtaschen eignen sich diese feinen Asia-Nudeln. Frittiert ergeben sie eine hübsche Deko auf dem Teller.

  • Ramen-Nudeln: Kräftig gelb, lang und leicht gekräuselt – so kennt man Ramen-Nudeln, die insbesondere in japanischen Ramen-Bars angeboten werden. Dort bereiten die Köche sie aus Weizenmehl, Eiern, Wasser und Salz täglich frisch zu. Klassisch werden sie dann in einer Suppe serviert. In Deutschland erhaltet ihr Ramen-Nudeln getrocknet, meist ohne Zugabe von Ei. Wer sie nicht als Suppeneinlage verwendet, brät sie im Pfannengericht oder reicht sie zu Burgern, Fleisch der Fisch.

  • Mie-Nudeln: Die langen Mie-Nudeln werden in Blöcken getrocknet. Ihr kennt sie hierzulande vor allem als Instant-Produkt. Gegart schmecken die Nudeln aus Weizenmehl, Wasser und Salz in Hühnersuppe und Wok-Gerichten.

  • Udon-Nudeln: Udon-Nudeln sehen ein bisschen aus wie Riesen-Spaghetti. Sie sind jedoch heller und elastischer als ihre italienischen Verwandten. Auch Udon-Nudeln werden aus Weizenmehl, Salz und Wasser hergestellt und sind daher wenig geschmacksintensiv. Dank ihrer Bissfestigkeit isst man sie beispielsweise pur mit einem kräftigen Dip.

  • Soba-Nudeln: Die vergleichsweise dunklen Asia-Nudeln schmecken leicht nussig. Je höher der Anteil an Buchweizen, desto intensiver das Aroma. Manchmal werden Algen hinzugesetzt, die die Soba-Nudeln grünlich färben. Sie schmecken heiß in einer Suppe und kalt mit einem Dip aus Sojaoße oder Fischfond.

  • Somen-Nudeln: Somen-Nudeln erinnern an Soba-Nudeln. Sie werden mit Buchweizen- oder Weizenmehl hergestellt und haben eine längliche Form wie Spaghetti. Weil sie jedoch ein leicht süßliches Aroma aufweisen, benutzt ihr sie lieber für sommerliche Salate und Desserts mit Kokosmilch.