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Do it Yourself / 09. April 2016

Tisch decken: So gelingt die perfekte Tafel

Wer als guter Gastgeber seine Gäste besonders willkommen heißen möchte, achtet nicht nur darauf, dass das Essen schmeckt, sondern auch darauf, den Tisch richtig zu decken. Eine liebevoll gestaltete Tafel kommt bei den Gästen gut an – schließlich isst das Auge mit. Ein feierlich gedeckter Tisch sorgt außerdem für bleibenden Eindruck und zeigt, dass die Gäste sehr gern gesehen sind und man keine Mühen gescheut hat.

Tisch decken: So gelingt die perfekte Tafel
© Milissenta - Fotolia

Es gibt Regeln, einen Tisch zu decken. Laut Knigge besteht diese neben einer festlichen Tischdecke und gestärkten Stoffservietten – am besten elegant in Weiß – aus sogenannten Platztellern, die bis zum Ende des Essens an Ort und Stelle verbleiben. Auf ihnen werden die Teller der einzelnen Gänge serviert, von ihnen wird niemals gegessen, sie dienen nur als Platzhalter. Apropos Platz: Die Gäste sollten genügend Freiraum am Tisch haben, 60 Zentimeter pro Gast gilt als Minimum, 80 Zentimeter als komfortabel, um zu verhindern, dass man sich beim Essen mit den Armen ins Gehege kommt. Ist die Tafel besonders lang, hat es sich bewährt, Moltons unter die Tischdecke zu legen, damit das Tuch nicht verrutschen kann und die Tischoberfläche geschützt wird.

Tisch decken: Das Besteck richtig legen


Eigentlich verhält es sich mit der Besteckanordnung laut Knigge ganz einfach: Die Geräte, die man mit der rechten Hand benutzt, liegen rechts vom Teller, die für die linke Hand dementsprechend links. Messer also rechts, Gabeln links auf den Tisch decken. Die Geräte, die zuerst verwendet werden liegen ganz außen. Man arbeitet sich bei den Gängen, von Vorspeise bis Dessert von außen nach innen. Wer möchte, kann Gabel und Löffel für das Dessert auch oberhalb des Tellers legen. Dabei zeigt der Löffelgriff nach rechts, der Gabelgriff nach links. Neben der linken Besteckreihe steht ein kleiner Teller für Brot mit einem kleinen Messer, das auch nur für das Brot bestimmt ist.

Auch die Gläser haben eine Reihenfolge


Beim Tisch eindecken werden die Gläser oberhalb der Messer, also rechts vom Teller aufgestellt, beginnend rechts in der Reihenfolge der Benutzung. Ganz außen rechts steht das Wasserglas, in der Mitte das Weißweinglas, links daneben schließlich das Rotweinglas. Die Stoffservietten dürfen auf den Platzteller gelegt werden. Steht dort aber schon der erste Gang bereit, werden die Servietten üblicherweise links neben die linke Besteckreihe gelegt. Alternative: Auch auf dem Brotteller dürfen die Servietten, so Knigge, abgelegt werden.

Bloß nicht so fade: Gewürze dürfen mit auf den Tisch


Da die Geschmäcker verschieden sind, sagt Knigge, dass Salz- und Pfefferstreuer auf der feierlichen Tafel zur Verfügung gestellt werden dürfen und sollten. So kann jeder nach Gusto seine Speise nachwürzen, ohne den Koch zu brüskieren. Damit die Tafel noch festlicher aussieht, sind Kerzen und Blumen sehr stimmungsvoll. Ein klassischer Fehler beim Tisch decken ist es jedoch, sie so hoch zu dekorieren, dass sich gegenübersitzende Personen nicht mehr sehen können und sich ihre Blicke in riesigen Rosensträußen verlieren. Damit das nicht passiert: Kerzen und Blumen eher flach arrangieren, eine evntuelle Menükarte nicht zu groß gestalten. Und: Niemals Topfpflanzen aufdecken, nur Schnittblumen sind erlaubt. Wenn alles steht, muss nur noch überlegt werden: Wie sollen die Gäste gesetzt werden?

Sitzordnung: Eine heikle Angelegenheit


Wer gute Freunde oder seine Familie einlädt, kann sicherlich auf eine Sitzordnung verzichten. Auch besonders kleine Runden brauchen keine Sitzordnung, jeder soll sich dorthin setzen, wo er möchte. Doch ab zehn Personen kann dieses System für Verwirrung sorgen. Auch wenn sich die Gäste untereinander noch nicht kennen, sind vorher festgelegte Sitzplätze durchaus sinnvoll, das kann aber ein heikles Unterfangen sein. Deshalb sollte man sich vor der Einladung folgende Fragen stellen: Wer kennt sich schon, wer hat gemeinsame Bekannte oder Hobbys? Wer passt am besten zu wem?