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Gut zu wissen / 17. Mai 2016

Warum ist Quinoa so gesund?

Im Jahr 1993 wurde die bis dahin in Europa weitgehend unbekannte südamerikanische Quinoa schlagartig international bekannt. Die US-Raumfahrtbehörde NASA erklärte, Quinoa sei die ideale Nahrung für Astronauten auf Langzeitmissionen im Weltall. Doch was ist Quinoa überhaupt, und was macht Quinoa so gesund, dass die NASA ins Schwärmen geriet?

Warum ist Quinoa so gesund?
© losangela - Fotolia

Ein Getreide, das kein Getreide ist


Quinoa-Körner sehen aus wie Getreide, sind aber streng genommen keines. Getreide gehört zur Familie der Gräser. Die Quinoa hingegen ist mit Spinat und Mangold verwandt und daher ein Gemüse. Von der Quinoa-Pflanze sind auch die Blätter essbar. Es gibt sogar einen deutschen Verwandten unter den essbaren Wildpflanzen: den „Guten Heinrich“. Der ist aber bei uns selten geworden und steht auf der Liste der bedrohten Pflanzen. Inka-Reis oder Anden-Hirse, wie Quinoa auch genannt wird, wird in den Anden in Höhenlagen ab 4.000 Metern angebaut. Dort ist es ein wichtiges Grundnahrungsmittel, da in dieser Höhe kein Mais mehr wächst. Die Quinoa-Samen sind im Ursprungszustand von einer bitteren Schale umhüllt. Das hilft der Pflanze bei der Schädlingsabwehr, macht die ungeschälten Körner aber praktisch ungenießbar. Die bei uns erhältliche Quinoa ist daher bereits geschält und gewaschen. Die restlichen Bitterstoffe verschwinden spätestens beim Kochen.

Quinoa ist mehr als nur Weizen-Ersatz


Quinoa übertrifft in der Qualität ihrer Nährstoffzusammensetzung sogar herkömmliche Getreidesorten. Die für unsere Ernährung wichtigen Quinoa-Inhaltsstoffe Eiweiß, Magnesium, Eisen und Kalzium sind in der Anden-Hirse in viel größerer Menge enthalten als in Weizen.

Quinoa und Weizen im Vergleich (Angaben in Milligramm pro 100 Gramm):

  Inhaltsstoff   Quinoa   Weizen

  Eiweiß   13,8 mg   11, 4 mg

  Magnesium   275 mg   97 mg

  Eisen   8 mg   3,3

  Kalzium   80 mg   33 mg


 

Quinoa ist gesund – und ideal für Vegetarier, Veganer und Allergiker


Quinoa zeichnet sich auch dadurch aus, dass es alle neun essentiellen Fettsäuren enthält. Für eine Pflanze ist das sehr ungewöhnlich. Essentielle (Amino-)Fettsäuren braucht unser Körper für seinen Stoffwechsel, kann sie aber nicht selbst herstellen. Der Bedarf muss also über die Nahrung gedeckt werden. Der hohe Eiweißgehalt, gepaart mit den vielen Mineralstoffen und essentiellen Fettsäuren, macht Quinoa zu einem äußerst gesunden Nahrungsmittel. Auch für Vegetarier und Veganer, die sich sonst relativ proteinarm ernähren, bietet der Inka-Reis eine prima Gelegenheit, eventuelle Mineralstoff- und Eiweißdefizite auszugleichen. Ein weiterer wichtiger Faktor vor allem für Menschen mit Nahrungsmittelunverträglichkeiten und Allergiker: Quinoa ist frei von Gluten.

Quinoa lässt sich leicht in den Speiseplan integrieren


Quinoa wird in der Küche wie Getreide verwendet. Man kann sie kurz anrösten und dann wie Reis zubereiten. Man kann Quinoa-Körner auch prima in Gemüse-Bouillon kochen, dadurch werden sie noch aromatischer. Quinoa eignet sich wunderbar auch als Suppeneinlage oder als Zutat in leckeren Salaten. Der Inka-Reis ist aber auch schon vorverarbeitet zu bekommen. Es gibt sie als Quinoa-Mehl, das sich beispielweise zu Pasta verarbeiten lässt, und auch als Quinoa-Flocken, die prima ins morgendliche Müsli passen.