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Gut zu wissen / 01. März 2017

Katerfrühstück: So bekämpft ihr den Brummschädel

Der Kopf schmerzt, der Kreislauf wackelt, die Übelkeit quält: Der fette Kater nach einer feucht-fröhlichen Feier macht keinen Spaß. Ein passendes Mittel aus der Apotheke? Fehlanzeige! Deshalb hilft jetzt nur: Viel Flüssigkeit (natürlich alkoholfrei!) und ein ordentliches Katerfrühstück!

Katerfrühstück: So bekämpft ihr den Brummschädel
© FomaA – Fotolia.com

Katerfrühstück: Das tut jetzt gut

Warum uns nach hohem Alkoholkonsum ein Kater quält, konnte die Forschung bislang nicht komplett klären. Eine These: Das Schädelbrummen wird vor allem von den Begleitgiften und Fuselstoffen im Alkohol ausgelöst, die der menschliche Organismus schwer verkrafte.

Andere Forscher vertreten hingegen die Auffassung, dass es das Acetaldehyd schuld ist – eine giftige Substanz, die beim Alkoholabbau durch die Leber entsteht und bei zu großem Konsum hochkonzentriert durch die Blutbahn schießt, ehe die Leber sie in einem zweiten Arbeitsgang in harmlose Essigsäure verwandelt. Oder einfacher formuliert: Erst holt man sich eine Alkoholvergiftung, beim Entgiften vergiftet sich der Körper dann ein zweites Mal.

Fest steht: Auf jeden Fall mit der Menge des Alkohols war der Körper überfordert. Die Niere hat verstärkt Wasser ausgeschieden, der Körper ist dehydriert und hat Mineralstoffe wie Natrium, Magnesium, Kalium und Kalzium verloren. Mit einem richtigen Katerfrühstück füllt ihr euren Flüssigkeits- und Mineralienhaushalt wieder auf.

Auf ausreichend Flüssigkeit achten


Was der Körper jetzt braucht, ist viel Flüssigkeit. Das „Konterbier“ ist dabei aber die falsche Wahl. Vielmehr sind jetzt Mineralwasser, Saftschorlen und Tee gefragt. Bei Übelkeit kann eine Tasse Kamillentee Wunder wirken: Er beruhigt den Magen. Ebenso hilfreich ist ein Tee mit Ingwer. Grüner Tee entgiftet die Leber und spült die Nieren durch. Ein Glas Gemüsesaft zum Katerfrühstück führt dem Körper sowohl Flüssigkeit als auch Mineralstoffe zu.

Vorsicht bei Kaffee: Der kann zwar gegen Kopfschmerzen helfen, verträgt sich aber schlecht mit einem aufgewühlten Magen. Und auf Orangensaft sollte beim Katerfrühstück komplett verzichtet werden: Vitamin C bindet nämlich den Blutalkoholgehalt. Das führt dazu, dass der Alkohol langsamer abgebaut wird.

Salziges und Saures


Der Mineralmangel im Körper sorgt auch dafür, dass wir am nächsten Morgen einen Heißhunger auf Salziges und Saures entwickeln. Ein Klassiker des Katerfrühstücks ist daher der Rollmops. Die Essig-Salz-Lake, in der der Rollmops eingelegt wird, hilft dem Salzhaushalt des Körpers wieder auf die Beine. Generell unterstützen eingelegte Lebensmittel wie Gewürzgurken und Mixed Pickles dabei, den Alkohol abzubauen. Auch andere Heringsspezialitäten wie Bismarckhering und Heringssalat sowie fette Fischsorten wie Makrele und Lachs sind reich an Omega-3-Fettsäuren und Mineralstoffen, die für Linderung sorgen können.

Eier-Frühstück


Ebenfalls hilfreich gegen den Kater: Eier! Sie enthalten die Aminosäure Cystein, die dafür sorgt, dass Schadstoffe in Leber und Nieren schneller ausgeschieden werden. Beliebt sind Spiegelei mit Bacon, aber auch gekochte und anders zubereitete Eier (Omelett, Eier Benedict) sind perfekte Katerkiller.

Leicht Verdauliches bei flauem Magen


Wer unter Übelkeit leidet, greift besser zu leicht verdaulichen Anti-Kater-Maßnahme. Heiße Gemüse- oder Hühnerbrühe sind gehaltvoll, aber nicht schwer, und enthalten Wohltuendes wie Eiweiß, Fett und Kohlehydrate. Auch eine japanische Misosuppe fällt in diese Kategorie.