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Gut zu wissen / 23. März 2017

Genuss ohne Reue: Alles über Allergen-Kennzeichnungen

Allergene machen vielen das Leben ganz schön schwer. Umso besser, wenn man schon auf der Verpackung erkennt, ob man ein bestimmtes Lebensmittel als Allergiker unbesorgt essen kann oder nicht. Hier erklären wir, was ihr über Allergen-Kennzeichnungen auf Lebensmittelverpackungen wissen solltet.

Genuss ohne Reue: Alles über Allergen-Kennzeichnungen
© dream79 - Fotolia

Die Ursache: Allergene Stoffe in der Nahrung


Ein Allergen ist ein Stoff, der bei empfindlichen Menschen zu einer Unverträglichkeit führen kann, die auf einer Überreaktion des Immunsystems basiert. Wird diese Unverträglichkeit durch ein Allergen in einem Lebensmittel ausgelöst, lässt sich das durch sogenannte IgE-Körper (Immunglobulin E) im Blutbild nachweisen. Nicht die Qualität des Nahrungsmittels ist also ausschlaggebend für eine Lebensmittelallergie, sondern einer der Inhaltsstoffe. Eine solch allergene Wirkung kann durch verschiedene Proteine und sogenannte Glykoproteine hervorgerufen werden – Proteine, die an Kohlenhydrate gebunden sind. Eine Lebensmittelallergie tritt üblicherweise binnen weniger Minuten oder weniger Stunden nach der Nahrungsaufnahme auf. Am häufigsten sind allergische Reaktionen des Magen-Darm-Trakts, der Haut oder des Mundraums. Im schlimmsten Fall kommt es zu einem anaphylaktischem Schock, der lebensbedrohlich sein kann.

Schutz für Allergiker: Die Allergen-Kennzeichnung


Menschen, die unter einer Lebensmittelallergie leiden, müssen im Umgang mit Nahrungsmitteln vorsichtig sein. Helfen soll ihnen die Allergen-Kennzeichnung auf Lebensmittelverpackungen. Die Kennzeichnung betrifft die 14 Stoffe, die am häufigsten als Allergene in Erscheinung treten. Sie werden im Zutatenverzeichnis auf der Verpackung optisch hervorgehoben, meistens durch Fettdruck. Zu den Stoffen gehören unter anderem


  • Erdnüsse,

  • Soja,

  • Lactose,

  • Schalenfrüchte,

  • Sellerie,

  • Senf.

Im Zutatenverzeichnis sind sie so ausgewiesen, dass ein Allergiker die Stoffe mit Gefahrenpotenzial gut erkennen kann. Beispiel: „Suppengewürz (Sellerie, Senf)“.

Freiwillige Angabe als Vorsichtsmaßnahme


Daneben findet sich auf Lebensmittelverpackungen auch häufig der Satz „Kann Spuren von … enthalten“ – meistens direkt unter dem Zutatenverzeichnis, als freiwillige Angabe seitens der Hersteller. Dieser Zusatz bezieht sich auf Bestandteile, die nicht als Zutat des betreffenden Lebensmittels gelten, sondern auf eine mögliche Verunreinigung im Produktionsprozess hinweisen. Stellt ein Hersteller beispielsweise einen Vanillepudding her, können unter Umständen geringe Bestandteile seiner Zutat Milch in andere Lebensmittel gelangen, die danach produziert werden. Der freiwillige Hinweis „Kann Spuren von Milch enthalten“ ist für den Hersteller eine Art Vorsichtsmaßnahme, die ihn vor eventuellen Schadensersatzansprüchen schützt – für Allergiker stellt er einen wichtigen Hinweis dar.