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Gut zu wissen / 15. April 2016

Fünf Kartoffel-Tipps für jeden Tag

Die Kartoffel ist vor allem aufgrund ihrer Allrounder-Qualitäten in unseren Küchen gern gesehen. Die Karriere als Nutzpflanze startete die Powerknolle in den Anden Südamerikas vor bereits über 2.000 Jahren. Bei uns wurden ihre inneren Werte jedoch zunächst verkannt. Wegen ihrer hübschen Blüten bestaunten sie die Europäer des  16. und 17. Jahrhunderts in Botanischen Gärten als Zierpflanze. Erst Mitte des 18. Jahrhunderts wurde sie dann unter Friedrich dem Großen als Grundnahrungsmittel angebaut.

Fünf Kartoffel-Tipps für jeden Tag
© Twilight Art Pictures – Fotolia.com

Der Grund für ihren Siegeszug in deutsche Vorratskammern: Sie ist recht anspruchslos im Anbau und liefert hohe Erträge. Noch dazu sind die Sattmacher mit rund 80 Prozent Wasseranteil kalorienarm und enthalten wertvolle Ballaststoffe, Eiweiß und Vitamine. Und mit ein paar einfachen Tricks kann man beim Zubereiten eine Menge aus der Kartoffel rausholen.

Tipp 1: Die richtige Kartoffel fürs Lieblingsessen

Schon gewusst, dass es weltweit mehr als 5.000 Kartoffelsorten gibt?  Eine nennenswerte Rolle spielen für den Verbraucher aber lediglich zehn bis fünfzehn von ihnen. Die beliebtesten sind Linda, Laura und Sieglinde.  Der Legende nach haben ihre Züchter sie nach ihren schönsten Töchtern benannt. Das Farb- und Formenspektrum ist aber viel größer:  von weiß über gelb bis hin zu braun, hellrot und violett ist alles dabei. Nicht zuletzt der Geschmack bietet eine große Auswahl von würzig über nussig bis hin zu cremig und sogar buttrig.

Die Wahl der Kartoffel ist aber nicht nur eine Geschmackssache: Sie ist das A und O für das Gelingen eines Rezepts. Während nämlich Bratkartoffeln nur mit (vorwiegend) festkochenden Kartoffeln gelingen, braucht das sämige Kartoffelstampf eine mehlig kochende Knolle. Grundsätzlich unterscheidet man drei Koch- und Verarbeitungseigenschaften: festkochende, vorwiegend festkochende und mehlig kochende Kartoffeln. Als Faustregel gilt: je höher der Stärkegehalt, desto mehliger sind sie.

Tipp 2: Dämpfen statt kochen


Den optimalen Eigengeschmack und die meisten Nährstoffe erhält die Kartoffel, wenn sie als gute, alte Pellkartoffel schonend im Dampf gart. Die geringere Hitze und die Schale verhindern, dass wertvolle Vitamine verloren gehen.

Tipp 3: Zeit sparen Dank Mikrowelle


Wer Zeit sparen will, kann es auch mit Dampfgaren in der Mikrowelle versuchen: Die Kartoffeln einfach abwaschen und tropfnass in mikrowellengeeignetem Geschirr abgedeckt für rund sieben Minuten in die Mikrowelle geben. Wichtig hierbei: unbedingt gleich große Kartoffeln aussuchen, damit sie gleichmäßig gar werden. Je nach Mikrowelle und Menge der Kartoffeln variiert die Garzeit ein wenig.

Tipp 4: Kartoffel pellen in Sekundenschnelle


Mit einem einfachen Trick geht das Kartoffelpellen in Sekundenschnelle: Einfach vor dem Kochen ungefähr mittig einmal rundherum leicht einschneiden und nach dem Kochen kurz in kaltes Wasser legen. Dann lässt sich die Schale ganz einfach links und rechts mit der Hand abziehen.

Tipp 5: Dunkel und luftig lagern


Kartoffeln gehören wie Auberginen, Tomaten und Paprika zu den Nachtschattengewächsen. Sie mögen es am liebsten dunkel bei Temperaturen zwischen vier und acht Grad und schön luftig – am besten in einer Holzkiste oder einer Papiertüte. Plastiktüten oder Kühlschränke sind zum Lagern nicht geeignet. Der Kühlschrank ist zu feucht und in der Plastiktüte bekommt sie nicht ausreichend Luft. Sie fault oder schrumpelt ein.

Gekochte Kartoffeln halten sich auf einem Teller abgedeckt mit einem Geschirrtuch  im Kühlschrank noch zwei bis drei Tage – besser übrigens ungeschält.