Filialdaten werden geladen.

Ihre Daten werden gesendet.
Gut zu wissen / 17. März 2017

Forscher entdecken Zucker-Alternativen

Zucker ist in aller Munde – und das bereitet Medizinern und Ernährungswissenschaftlern Sorgen: Übermäßig konsumiert, stellt Zucker ein Risiko für die Gesundheit dar. Forscher wie Lebensmittelkonzerne suchen deshalb nach Zucker-Alternativen, die Süßwaren wie Schokolade gesund oder zumindest gesünder machen könnten.

Forscher entdecken Zucker-Alternativen
© rdnzl - Fotolia

Die Suche nach gesunden Zucker-Alternativen


Die Prozesse, die Zucker zu einem Gesundheitsrisiko machen, finden im Magen-Darm-Trakt statt. Nachdem Zucker den Magen passiert hat, werden seine einzelnen Moleküle erst im Dünndarm resorbiert. Das heißt, sie passieren die Darmwand und gelangen über das Blut zur Leber. Der Blutzuckerspiegel beginnt zu steigen. Einerseits bekommt der Körper so Energie geliefert, dauerhaft hoch konzentrierter Blutzucker kann jedoch Blutgefäße und Organe schädigen.

Mit Stevia kam 2011 eine Zucker-Alternative nach Europa. Der pflanzliche Süßstoff ist 300-mal süßer als Zucker. Weil wir den Stoff nicht verdauen, nimmt der Stoffwechsel ihn auch nicht auf. Sprich: Er süßt ohne zusätzliche Kalorien zu liefern.

2018 könnte ein Zucker auf den Markt kommen, der sich bereits im Mund auflöst und den Magen so gar nicht erst erreicht. Die Inhaltsstoffe hat der Hersteller aus Wettbewerbsgründen noch nicht bekannt gegeben. Nur so viel steht fest: Da der aufgelöste Zucker bereits intensiv auf die Geschmacksrezeptoren im Mund trifft, können Naschereien 40 Prozent weniger Zucker enthalten.

Ein Anti-Bitter-Pilz soll Schokolade gesund machen


Einen anderen Weg gehen Forscher in den USA. Sie haben einen Pilz entdeckt, der die Bitternote von Kakaobohnen abschwächt. So könnte bald vielleicht weniger Zucker in die Schokolade kommen – bei gleichem Geschmack.

Im Herbst 2016 präsentierten die US-Wissenschaftler einen Schokoladenriegel, der nur acht Gramm Zucker und 293 Kalorien enthält – das wären 66 Prozent weniger Zucker als bei herkömmlichen Riegeln. Ein Extrakt aus Pilzen wird zu Beginn der Produktion auf die Kakaobohnen gesprüht. Wenn die Bohnen nach einer Woche getrocknet sind, kann aus ihnen auf herkömmlicher Weise Schokolade hergestellt werden. In ausgewählten Onlineshops in den USA gibt es den zuckerarmen Schokoladenriegel bereits – für umgerechnet fast fünf Euro pro 60-Gramm-Riegel.