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Gut zu wissen / 20. Mai 2016

Clever kochen mit Resten

Schätzungsweise 25 Prozent der eingekauften Lebensmittel wirft jeder EU-Bürger im Schnitt in den Mülleimer. Eine riesige Verschwendung: Die meisten Lebensmittelreste könnten oft sehr gut weiterverwendet werden. Wir zeigen, was man aus übriggebliebenen Brot, Gemüse und Co. noch alles Leckeres kochen kann.

Clever kochen mit Resten
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Richtig einkaufen und Portionen berechnen

Damit erst gar kein Essensüberfluss entsteht, sollte man bereits beim Einkaufen darauf achten, dass keine unnötigen Lebensmittel in der Tasche landen. Deshalb immer zuerst die Vorräte zu Hause checken und dann eine detaillierte Liste erstellen, was fehlt und was man für die nächsten Tage benötigt. Meist hilft es auch, wenn man sich bereits am Wochenende einen Essensplan für die nächste Woche erstellt und nach diesem einkaufen geht. So ein Großeinkauf spart nicht nur Zeit und Geld sondern verhindert auch, dass man Dinge doppelt kauft und Lebensmittel in den Mülleimer wandern.

Hier erfahrt ihr mehr zum Thema "Clever einkaufen".

Auch die richtige Portionsgröße beim Kochen kann helfen, Essensreste zu verhindern. Folgende Mengen dienen als Richtlinie (Angaben pro Portion):


  • Reis als Beilage: 60 Gramm, als Hauptgericht: 100 bis 120 Gramm

  • Nudeln als Beilage: 80 Gramm, als Hauptgericht: 120 bis 150 Gramm

  • Kartoffeln: 100 bis 120 Gramm

  • Gemüse als Beilage: 200 Gramm, als Hauptgericht: 400 bis 500 Gramm

  • Fisch: 200 Gramm

  • Fleisch: 150 bis 200 Gramm

 

Bleibt dennoch einmal Essen übrig gibt es folgende Möglichkeiten:

Variante 1: Essensreste einfrieren

Was man mit den übriggebliebenen Lebensmitteln anstellt, hängt auch davon ab, wie groß die zurückgebliebene Portion ist. Ist sie groß genug, um nochmal davon satt zu werden, kann man sie ganz einfach am nächsten Tag als Mittagessen ins Büro mitnehmen. Alternativ kann man viele Speisen auch ganz einfach einfrieren. Wichtig ist in beiden Fällen, dass die gekochten Speisen möglichst schnell abkühlen und zeitnah in den Kühlschrank oder ins Eisfach kommen. Steht das Essen zu lange in der Wärme, können sich Bakterien leicht vermehren. Eingefrorenes, selbstgekochtes Essen hält sich im Gefrierfach übrigens mindestens einen Monat.


Variante 2: Aus Resten kochen

Bleiben vor allem kleine Reste übrig, heißt es kreativ zu sein. Kombiniert mit frischen Lebensmitteln, ergeben auch Miniportionen wieder ein leckeres Essen. Wir hätten da ein paar Ideen für euch.


  • Fleisch: In feine Scheiben geschnitten, kann man Fleischreste als Sandwichbelag oder Salattopping verwenden. Dafür das Fleisch einfach in Scheiben schneiden, kurz anbraten und zum Salat geben oder aufs Brot legen.

  • Nudeln/Reis: Je nach Portionsgröße werden aus Nudeln entweder Aufläufe oder Salate. Ein weiterer Klassiker sind Schinkennudeln. Ein schnelles Gericht bei dem man die Nudeln vom Vortag in einer Pfanne mit Ei, Schinken und etwas Käse (zum Beispiel Emmentaler) anbrät. Ein Salat dazu und schon ist ein schnelles Abendessen zubereitet. Aus übrig gebliebenem Reis kann man mit etwas Gemüse oder Hähnchenfleisch ein Currygericht zubereiten.

  • Brot/Brötchen: Mit Mehl und Eiern vermischt, werden Backwaren vom Vortag zu leckeren Knödeln. Das funktioniert auch seht gut mit Laugengebäck. Wer es lieber etwas süßer mag, kann Brötchen und Brot in Milch, Zucker und Zimt wenden und in der Pfanne zu Arme Ritter oder im Backofen zu Ofenschlupfer verarbeiten.

  • Kartoffeln: Aus Salz- und Pellkartoffeln werden am nächsten Tag ganz einfach zu Bratkartoffeln. Sie eignen sich außerdem als Suppeneinlage oder machen zerdrückt eine Bratensoße sämig.

  • Gemüse: Karotten, Zucchini, Brokkoli und Co. sind eine tolle Füllung für Pfannkuchen oder Nudelaufläufe. Oder ihr kocht einfach eine Suppe aus den Resten.

  • Eier: Hartgekochte Eier halten sich im Kühlschrank circa vier Wochen. Sie können für Eiersalat oder als Belag für eine Tarte à la Nizza mit Thunfisch und Oliven verwendet werden. Auch beim Backen bleiben oft Eiweiß und Eigelb übrig. Aus ersterem lassen sich Baisers backen, Eigelb lässt sich für Rührei, Omlette oder für Spaghetti Carbonara verwenden.

  • Obst: Frische Fruchtreste können entweder zu Smoothies gemixt oder mit Naturjoghurt verrührt werden.