Filialdaten werden geladen.

Ihre Daten werden gesendet.
Gesundheit / 30. März 2016

Sushi: So gesund sind die kleinen Happen wirklich

Während Sushi erst vor knapp zwanzig Jahren zu uns herübergeschwappt ist, schätzen die Japaner schon seit Jahrhunderten die mundgerechten Happen, die meist aus Reis und Fisch bestehen. Die Asiaten wissen: Sushi ist gesund und trägt zu einer ausgewogenen Ernährung bei. Wir haben uns diesen Food-Trend mal genauer angesehen und herausgefunden: In den kleinen Röllchen steckt mehr drin, als man glaubt!

Sushi: So gesund sind die kleinen Happen wirklich
© karandaev - Fotolia

Fett- und kalorienarmes Sushi: Die Nährwerte sprechen für sich

Ob Maki, Nigiri oder Sashimi – Sushi ist ein Fest für die Sinne! Die essbaren Kunstwerke sind nicht nur optisch ansprechend – die Zutaten sorgen gleichzeitig für körperliches Wohlergehen. Das japanische Traditionsgericht besteht aus frischen und gesunden Zutaten und ist nicht nur fett-, sondern auch kalorienarm. Prinzipiell gilt: Je mehr Reis im Sushi, desto mehr Kalorien. Auch der verwendete Fisch ist entscheidend: Thunfisch hat zum Beispiel weniger Fett als Lachs. Aufpassen sollte man auch bei einigen modernen Sushi-Varianten. Diese enthalten oftmals Mayonnaise, frittierten Fisch oder gebratenes Fleisch und haben nur noch wenig mit den traditionellen und gesunden Sushi-Kreationen aus Japan zu tun.

Ist Sushi so gesund wie sein Ruf?


Japaner verputzen regelmäßig Sushi und haben mit durchschnittlich 82,9 Jahren die höchste Lebenserwartung weltweit. Ein eindeutiger Beweis, wie gut die Röllchen für die Gesundheit sind? Es sind vor allem die Zutaten, die Sushi gesund machen:


  • Die Hauptzutat von Sushi ist der leicht klebrige, gesäuerte Reis. Weil er meist in polierter Form verarbeitet wird, liefert er zwar kaum Nährstoffe, dafür aber nötige Kohlenhydrate. Dank des hohen Anteils an Stärke und Ballaststoffen fühlen wir uns nach dem Besuch einer Sushi-Bar wesentlich länger satt als nach einem Abstecher zum Burger-Imbiss.

  • Der Fisch, der sich je nach Zubereitungsart auf oder im Sushi befindet, ist leicht verdaulich und enthält Proteine, die den Stoffwechsel ankurbeln. Auch Omega-3-Fettsäuren stecken in den Meeresbewohnern. Die schützen vor Gefäßerkrankungen, senken die Blutfettwerte und den Blutdruck. Weil der Fisch in der Regel roh verzehrt wird, sollte man bei Thunfisch, Lachs und Co. auf Frische und eine sehr hohe Qualität achten. Meeresfrüchte wie Garnelen und Krebse werden gegart weiterverarbeitet.

  • Die Algen – entweder als frischer Seetang oder getrocknete Nori-Blätter – sind ein wichtiger Jodlieferant, enthalten aber auch Spurenelemente, B-Vitamine, Proteine und Aminosäuren. Das Seegemüse trägt somit zum Aufbau neuer Nervenverbindungen im Gehirn bei. Nicht umsonst wird Sushi auch als Brainfood bezeichnet.

  • Das frische Gemüse versorgt uns mit Vitaminen und Mineralstoffen, die unsere Abwehrkräfte stärken sowie Knochen und Muskeln kräftigen. Nach Belieben schneidet man Gurke, Avocado, Karotten, Zuckerschoten, Salat oder Shiitake-Pilze in feine Stifte.

Selbst gemachtes Sushi: Gesund und lecker


Man kann Sushi auch ganz leicht und nach seinem eigenen Geschmack selbst zubereiten. Neben den frischen Zutaten benötigt man – zumindest für Maki-Sushi und die umgekehrte California-Roll – eine Bambusmatte zum Ausrollen und ein scharfes Messer. Frischhaltefolie zwischen Bambusmatte und Seetang beziehungsweise Reis erleichtert Anfängern das Ausrollen. Wer das Messer vor dem Schneiden anfeuchtet, kann die Sushi-Rolle leichter zerteilen. Bei der Zubereitung gilt der alte Spruch: Probieren geht über Studieren. Ein echter Profi genießt in Japan höchstes Ansehen, hat aber auch eine siebenjährige Ausbildung hinter sich, ehe er sich Sushi-Meister nennen darf und das Geheimnis gelüftet hat, wie er den perfekten Reis hinbekommt.

 

Etikette: Sushi essen – gewusst wie


Zum Sushi werden traditionell Wasabi, eine scharfe Würzpaste aus grünem Meerrettich, und Gari, eingelegter Ingwer, gereicht. Echte Sushi-Liebhaber setzen diese Würzmittel jedoch nur sparsam ein, zum Beispiel zwischendurch zum Neutralisieren. Japaner genießen die kleinen Happen am liebsten pur – so ist das Sushi richtig gesund. Wenn man auf die salzhaltige Sojasauce nicht verzichten möchte, sollte man das Schälchen nur ein bisschen füllen und das Sushi immer mit der Fischseite eintunken, damit kein Reis im Schälchen bleibt. Entweder isst man Sushi mit Stäbchen oder mit den Fingern – Gabel und Messer sind tabu.

Tipp: Leckere Rezepte aus der japanischen Küche findest du übrigens in unserer Rezeptsammlung.