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Gesundheit / 02. April 2016

Lebensmittelallergie: Diese Symptome sind Warnzeichen

Der Bauch zwickt, die Hände jucken oder der Rachen ist geschwollen: Was man gegessen hat, quält den eigenen Körper. Und die Betroffenen rätseln, was sie nicht vertragen. Lebensmittelallergien und ihre Symptome sind nicht nur unangenehm. Sie können auch lebensgefährlich werden, wenn man sie nicht erkennt. Hat man Verdacht auf eine Lebensmittelallergie, hilft ein Test beim Hausarzt oder Allergologen.

Lebensmittelallergie: Diese Symptome sind Warnzeichen
© eldarnurkovic - Fotolia

Lebensmittelallergien: Die häufigsten Symptome


Bei einer Allergie reagiert das Immunsystem des Körpers abwehrend auf bestimmte Inhaltsstoffe in Nahrungsmitteln, die eigentlich harmlos sind. Es schüttet massiv den Botenstoff Histamin aus, um Antikörper zu bilden und gegen den vermeintlichen Eindringling vorzugehen. Eine Lebensmittelallergie und ihre Symptome treten meist im Zeitraum von wenigen Minuten bis zwei Stunden nach Verzehr der allergieauslösenden Speisen auf. Die Anzeichen können an verschiedenen Körperstellen auftreten: Im Mund-Rachen-Hals-Bereich sind es eine pelzige Zunge, ein gereizter Rachen und Juckreiz sowie Schwellungen im Mund und im Hals. Ein weiteres Symptom der Lebensmittelallergie ist Hautausschlag: Die Haut ist gerötet und bildet kleine Pusteln, die Quaddeln genannt werden. Lebensgefährlich wird es, wenn der Körper mit einem anaphylaktischen Schock reagiert und das Herz-Kreislauf-System kollabiert. Die allergische Reaktion sorgt in solchen Extremfällen für eine erhebliche Erweiterung der Blutgefäße, wodurch der Blutdruck in den betroffenen Körperregionen rapide sinkt.

Diese Nahrungsmittel sind mögliche Auslöser


Lebensmittelallergie-Symptome werden bei Kindern häufig von Kuhmilch, Hühnereiern, Sojabohnen, Weizen und Erdnüssen ausgelöst. Im Erwachsenenalter können diese Lebensmittelallergien aber glücklicherweise wieder verschwinden. Bei Erwachsenen sind es oftmals Haselnüsse, Sellerie, bestimmte Obst-Sorten sowie Fisch und Meeresfrüchte, die eine Lebensmittelallergie auslösen. Ob ein Mensch allergisch auf bestimmte Lebensmittel reagiert, hängt laut aktuellem Forschungsstand von der erblichen Veranlagung und den Umweltfaktoren ab, denen er ausgesetzt ist. Zunehmend stellen Ärzte auch Abwehrreaktionen beim Verzehr von Hülsenfrüchten fest. Menschen, die auf Pollen von Bäumen oder Beifuß-Gewächsen allergisch reagieren, können auch mit Kreuzallergien konfrontiert werden. Der Körper verwechselt dann Inhaltsstoffe artverwandter Nahrungsmitteln mit den eigentlich allergieauslösenden Pollen.

Hausarzt oder Allergologen aufsuchen


Treten die Symptome unmittelbar nach dem Essen auf, ist ein Zusammenhang naheliegend. Aufschluss kann jedoch nur der Hausarzt,ein Allergologe oder ein Gastroenterologe geben. Für den behandelnden Mediziner ist es hilfreich, wenn ihm die ganze Vorgeschichte bekannt ist: Wann sind die Beschwerden zum ersten Mal aufgetreten, treten sie regelmäßig auf, was wurde zuvor gegessen? Hilfreich ist hier ein Ernährungstagebuch. Auf welche Stoffe genau der Körper so extrem reagiert, lässt sich per Bluttest feststellen. Im Labor wird an Blutproben mikroskopisch untersucht, was passiert, wenn verschiedene allergene Stoffe beigemischt werden. Herrscht eine Allergie vor, sind die verantwortlichen Lebensmittel tabu. Ein Ernährungsberater kann Tipps geben, wenn es sich dabei um Nahrungsmittel handelt, deren Nährstoffe der Körper dringend braucht. Für die meisten Lebensmittel lässt sich ein Ersatz finden, um die Nährstoffversorgung sicherzustellen.

Notfall-Maßnahmen bei Lebensmittelallergie-Symptomen


Betroffene müssen viel bewusster einkaufen. Gesetzlich sind die Lebensmittelhersteller verpflichtet, die 14 bedeutendsten Allergene auf den Verpackungen anzugeben. Essen im Restaurant oder bei Freunden ist für Allergiker eine Herausforderung, aber eine machbare. Gezielte Nachfragen beim Kellner oder Koch wegen der Inhaltsstoffe beugen ungewollten allergischen Reaktionen vor. Für den Notfall können sich Allergiker rüsten: Medikamente wie ein Antihistaminikum in Tropfen- oder Tablettenform, ein bronchienerweiterndes Spray gegen Atemnot und Kortison helfen gegen die Abwehrreaktion des Körpers, sie wirken zudem entzündungshemmend.