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Gesundheit / 22. März 2016

Ernährung nach Herzinfarkt: So isst und trinkt man herzgesund

Herzinfarkt-Patienten bekommen von den behandelnden Ärzten immer den gleichen Rat: über alte Ernährungsgewohnheiten nachdenken und künftig auf eine ausgewogene und herzgesunde Ernährung achten. Wer die folgenden Tipps beachtet, hat es bei der Umstellung auf die richtige Ernährung nach einem Herzinfarkt gar nicht so schwer.

Ernährung nach Herzinfarkt: So isst und trinkt man herzgesund
© Monkey Business - Fotolia

Erste Orientierung geben die Regeln der Deutschen Gesellschaft für Ernährung

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) hat, basierend auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen, zehn Regeln für eine gesunde Ernährung formuliert. Sie gelten für alle und dienen dem Erhalt der Gesundheit. Aber sie sind auch eine Richtschnur, die Kranken hilft, ihre Ernährung bei Herzinfarkt umzustellen. Die Basis ist eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung, bei der nährstoffreiche mit energiearmen Lebensmitteln kombiniert werden. Hier sind die zehn Regeln der DGE:


  1. überwiegend pflanzliche Lebensmittel wählen

  2. reichlich Vollkornprodukte und Kartoffeln essen

  3. fünfmal am Tag Obst und Gemüse verzehren

  4. Milch und Milchprodukte täglich, Fisch ein bis zweimal pro Woche, Fleisch, Wurst und Eier in Maßen

  5. Fett und fettreiche Lebensmittel vermeiden

  6. Zucker und Salz in Maßen konsumieren

  7. viel Flüssigkeit trinken, mindestens 1,5 Liter am Tag

  8. Lebensmittel schonend zubereiten

  9. nicht „nebenbei“ essen, die Mahlzeiten in Ruhe genießen

  10. auf das eigene Gewicht achten und in Bewegung bleiben

 

Ein einfaches Hilfsmittel für eine ausgewogene Ernährung ist die Ernährungspyramide. Sie zeigt, in welchen Mengenverhältnissen die einzelnen Lebensmittel verzehrt werden sollten. Die Basis der Pyramide ist sehr viel Flüssigkeit. Darüber stehen Gemüse, Getreideprodukte, Milchprodukte, Fleisch, Fisch und Eier – jeweils in abnehmenden Mengen. Salziges und Süßes stehen an der Spitze der Pyramide und sollten nur selten im Einkaufswagen landen. Gefragt sind vielmehr frisches Gemüse, Obst und ballaststoffreiche Nahrungsmittel, wie beispielweise Vollkornprodukte.

Ernährung nach Herzinfarkt: keine Geheimwissenschaft

Kernpunkte, die fast jeder Herzinfarktpatient auf seiner To-do-Liste haben sollte, sind das Überdenken der alten Essgewohnheiten und das Meiden von Risikofaktoren. Abgesehen vom Rauchen, das man sich sofort abgewöhnen sollte, da es die Rekonvaleszenz stark verzögert und auch sonst zahlreiche schädliche Auswirkungen auf den Organismus hat, sind die größten Risikofaktoren:


  • schlechte Blutfettwerte (führen zu Ablagerungen in den Blutgefäßen)

  • Bluthochdruck (belastet das ganze Kreislaufsystem und das Herz)

  • Diabetes (schädigt langfristig die Blutgefäße)

  • Übergewicht (Auslöser für zahlreiche Krankheiten und starke Belastung für den Körper)

Doch Betroffene können diese Risiken durch eine herzgesunde Ernährung positiv beeinflussen:


  • selbst kochen, anstatt zum Fertiggericht zu greifen

  • in Ruhe und nicht nebenbei beim Fernsehen essen

  • das Essen genießen

Schon allein dadurch wird sich ein eventuelles Übergewicht reduzieren.

Die Art des Fetts ist entscheidend


Ein weiterer sehr wichtiger Faktor bei der gesunden Ernährung ist die Wahl der richtigen Fette. Es gibt für den menschlichen Körper, insbesondere in der Ernährung bei Herzerkrankung, gute und schlechte Fette. Schlecht sind die sogenannten Transfette. Sie sind vor allem in industriell produzierter Nahrung zu finden und gelten als Mitverursacher von Herzkrankheiten. Pommes Frites, Kartoffelchips sowie Fastfood und Fertiggerichte enthalten viele Transfette – sie gehören also nicht zur richtigen Ernährung nach einem Herzinfarkt. Ungesättigte Fettsäuren hingegen sind gesund. Sie sind unter anderem in fettem Fisch, in Rapsöl und in Olivenöl zu finden. Für den Körper besonders wichtig, da er sie nicht selbst herstellen kann, sind die Omega-3-Fettsäuren. Besonders Fisch enthält viel davon. Omega-3-Fettsäuren fördern den Zellstoffwechsel, senken den Blutfettspiegel, dienen der Eiweißsynthese und vermeiden Entzündungen. Diese gesunde Fette wirken positiv auf den Blutdruck und den Blutzuckerspiegel. Die Hauptrisikofaktoren für Herzinfarkt werden also durch diese „Herz-Ernährung“ minimiert. Eine herzgesunden Ernährung ist ein guter Baustein für das Wohlbefinden nach einem Herzinfarkt. Ein weiterer ist viel körperliche Bewegung, die mit dem behandelnden Arzt abgestimmt sein sollte.