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Diät / 21. März 2016

Macht spätes Essen dick?

„Iss morgens wie ein Kaiser, mittags wie ein König und abends wie ein Bettelmann“ – der Ratschlag unserer Großeltern, sich mit dem Abendessen eher zurückzuhalten, um die schlanke Linie zu behalten, wird inzwischen kontrovers diskutiert. Befürworter der uralten These raten nicht nur, abends Kargheit walten zu lassen, sondern auch, spätestens zwei Stunden vor dem Schlafengehen nichts mehr zu essen. Spätes Essen schadet nämlich der Figur. Denn der Körper verbraucht nachts weniger Energie. Außerdem würde durch den nächtlichen Verdauungsvorgang auch der Schlaf unruhiger und weniger erholsam.

Macht spätes Essen dick?
© olly - Fotolia

Befürworter des späten Essens argumentieren: Ob die Ernährung dick macht, ist nicht von der Uhrzeit abhängig, sondern allein von der Menge, die insgesamt am Tag zu sich genommen wird. Nur die Energiebilanz des Tages zählt. Wer morgens viel isst, aber abends hungert, hat schließlich die gleiche Energiemenge aufgenommen wie derjenige, der es umgekehrt macht. Also ist spätes Essen nicht ungesund?

Ist spätes Essen ungesund? Es gibt keine klare Antwort

Ob pro oder contra Abendbrot – irgendwie haben Befürworter und Gegner recht. Die Lage ist unklar, dies stellt auch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) fest: Vielfach bestehe zwar die Meinung, dass das Essen in den Abendstunden reduziert oder ganz ausgelassen werden sollte („Dinner Cancelling“), um nicht zuzunehmen oder schneller abzunehmen. Doch die wenigen Studien, die es zu diesem Thema gibt, bewertet die DGE als insgesamt widersprüchlich. Forscher vom Institute for Translational Medicine and Therapeutics an der Universität von Pennsylvania meinen, den Grund für eine gewisse Dicklichkeits-Anfälligkeit herausgefunden zu haben: Die innere Uhr der Körperzellen habe einen entscheidenden Anteil daran, ob jemand eher Fett ansetzt oder schlank bleibt. Die Forscher hatten nachtaktive Mäuse mit einem veränderten Gen in den Fettzellen ausgestattet. Nur eine kleine Verschiebung der Nahrungsaufnahme in Richtung Schlafenszeit führte dazu, dass die eine Mäusegruppe dick und rund wurde und die Vergleichsgruppe mit unverändertem Gen schlank blieb – trotz exakt gleicher Kalorienmenge, die die Mäuse zu sich genommen hatten.

Eine Frage des Chronotyps: Spät Essen kann, muss aber nicht dick machen

Immer mehr Ernährungsexperten kommen zu dem Schluss, dass die Verwertung und der Zeitpunkt der Aufnahme der Mahlzeiten von Mensch zu Mensch individuell betrachtet werden muss. Die innere Uhr bestimmt auch unser Essverhalten. Dabei unterscheidet man zwischen verschiedenen Chronotypen:


  1. Der „Frühaufsteher“, auch „Lerche“ genannt, ist morgens schon sehr fit und frühstückt gern und ausgiebig.

  2. Der „Spätaufsteher“, auch „Eule“ oder „Abendtyp“ genannt, liebt das Nachtmahl.

  3. Der „Normaltyp“ entspricht dem Durchschnitt und ist am weitesten verbreitet. Er liegt irgendwo zwischen „Lerche“ und „Eule“, sein Appetit verteilt sich eher gleichmäßig auf alle Mahlzeiten des Tages.

Die innere Uhr gibt den Takt an. Letztlich ist das eine Gewöhnungssache – Verdauungssystem und sogar die Darmbakterien passen sich nach einiger Zeit dem individuellen Tagesrhythmus an. Spätes Abendessen muss also nicht generell ungesund sein. Den Südländern scheint das Eulenprinzip keine zusätzlichen Pfunde auf die Hüften zu treiben. Bei den Italienern beispielsweise kommt morgens meistens nur ein Cappuccino auf den Tisch, dafür fallen Mittag- und insbesondere das Abendessen recht üppig aus. Dennoch: Das Volk ist nicht übergewichtig, spätes Essen schadet ihm offenbar nicht.

Was hilft denn nun, damit die Pfunde schmelzen?

Wer am Abend zur Schlemmerei neigt, gerät oft in eine selbst gestellte Falle: Statt den Tag mit drei ordentlichen Hauptmahlzeiten zu füllen, knabbern die Abendesser tagsüber häufig viele Kleinigkeiten und fühlen sich dennoch nie richtig satt. Das Hungergefühl ist dann am Abend besonders ausgeprägt, und sie langen kräftig zu – mit dem Ergebnis, dass die Energiebilanz des gesamten Tages viel zu hoch ist. Ernährungsexperten raten dazu, den Tag mit drei Mahlzeiten zu strukturieren und sich bewusst auf das Essen zu konzentrieren. Selbst wenn es nur ein belegtes Brötchen zum Mittagessen gibt, sollte man genau diese Semmel auch als eigenständige Mahlzeit psychologisch wahrnehmen – was sie übrigens häufig in Sachen Kalorienmenge auch ist. Der Energiegehalt derartiger Snacks schlägt oft ordentlich zu Buche, ohne dass es dem Konsumenten bewusst ist. Ein Ernährungs-Tagebuch hilft dabei, diese klassischen Fallen aufzuspüren und künftig zu vermeiden. Darin muss jeder Keks, jeder Orangensaft und jeder Latte macchiato penibel vermerkt werden – mindestens eine Woche lang. Vielen Diätwilligen geht erst dann ein Licht auf, wo die Kalorienfallen stecken und wie sie umgangen werden können.
Wissenschaftlich untermauert ist folgende Formel: Um abzunehmen, müssen mehr Kalorien verbraucht als zu sich genommen werden. Um den Effekt noch zu verstärken, hilft viel Sport: Er kurbelt die Fettverbrennung an und steigert den Kalorienverbrauch. Der Clevere rechnet also nach und genießt entspannt frisch zubereitete, gesunde und leckere Mahlzeiten.

Produktrückruf

Kaufland ruft freiwillig, aus Gründen des vorbeugenden Verbraucherschutzes, folgendes Produkt zurück:

K-Classic Delikatess Rotkohl
Füllmenge: 680 g, Abtropfgewicht: 650 g

EAN 4300175162333
mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum und Charge:
31.12.2020 ML3 L6287 alle Uhrzeiten

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