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Diät / 10. März 2017

Glyx-Diät: Schlank essen mit Blick auf den glykämischen Index

Trotz Diät ganz viele Glücksgefühle? Ganz so einfach ist es nicht. Das „Glyx“ in Glyx-Diät steht nicht etwa für eine äußerst positive Stimmung – es ist die Abkürzung für glykämischer Index. Die Ökotrophologin und Autorin Marion Grillparzer erfand 1999 diesen Begriff. Die Einheit gibt an, wie stark ein Nahrungsmittel den Blutzuckergehalt ansteigen lässt. Eine Diät nach dem Glyx-Prinzip eignet sich deshalb nicht für Menschen, die schnell eine paar Pfunde loswerden wollen. Vielmehr steckt hinter der Glyx-Diät eine längerfristige Ernährungsumstellung, bei der man sich intensiv mit Lebensmitteln und ihren Nährwerten auseinandersetzen muss.

Glyx-Diät: Schlank essen mit Blick auf den glykämischen Index
© Jenifoto - Fotolia

Blutzuckerspiegel und Insulin – wichtig für die Glyx-Diät


Glykämie klingt im ersten Moment beunruhigend, beschreibt aber den normalen Zuckergehalt des menschlichen Bluts. Geht Zucker ins Blut über, schüttet der Körper das Hormon Insulin aus. Insulin sorgt dafür, dass der Blutzucker in die Körperzellen übergeht. Dadurch bilden sich Fettpolster, Fettreserven werden nicht abgebaut. Zudem begünstigt ein Anstieg des Insulin-Gehalts, dass wir Hunger bekommen.

Damit wir abnehmen können, müssen wir jedoch die eigenen Fettdepots abbauen und dabei stets ein gesundes Sättigungsgefühl verspüren.

Am schnellsten geht Glukose, auch Traubenzucker genannt, ins menschliche Blut über. Der glykämische Index von Glukose wird deshalb mit 100 gleichgesetzt. Je nachdem, wie stark andere kohlenhydrathaltige Lebensmittel den Blutzuckerspiegel ansteigen lassen, wird ihnen ein entsprechend niedrigerer glykämischer Index zugeordnet, oftmals abgekürzt als GI.

Ein rascher Anstieg des Blutzuckers durch zuckerhaltige Lebensmittel zieht immer Heißhungerattacken mit sich: Der Blutzuckerspiegel sackt genauso schnell wieder in den Keller, wie er in die Höhe geschossen ist. Je niedriger der GI, desto langsamer steigt der Blutzuckerspiegel an, und desto länger bleiben wir satt.

Erlaubte und ungeeignete Lebensmittel für die Glyx-Diät


Das Prinzip der Glyx-Diät basiert auf Lebensmitteln, die einen niedrigen glykämischen Index von weniger als 55 aufweisen. Dazu zählen:


  • Vollkornprodukte

  • Hülsenfrüchte

  • Gemüse

Anders als bei anderen Diäten darf man sich bei der Glyx-Diät an den richtigen Lebensmitteln satt essen. So wird der berühmte Jojo-Effekt verhindert. Idealerweise verzehrt man bei der Glyx-Diät drei Hauptmahlzeiten. Diese bestehen zum größten Teil aus Nahrung mit einem niedrigen GI. Dazu zählen außerdem gesunde, pflanzliche Öle und Nüsse sowie Fisch, mageres Fleisch, Eier und fettarme Milchprodukte. Lebensmittel mit mittlerem GI zwischen 55 und 70 wie Früchte und Graubrot sollten nur selten auf dem Teller landen.

Tabu sind bei der Glyx-Diät hingegen Lebensmittel mit einem hohen glykämischen Index von über 70, also beispielsweise


  • Süßigkeiten und zuckrige Getränke,

  • Alkohol,

  • geschälter Reis,

  • Weißmehlprodukte,

  • Honig und Marmelade,

  • getrocknete Früchte.

Vor- und Nachteile der Glyx-Diät


Nahrungsmittel mit einem niedrigen GI entsprechen ballaststoffreichen Lebensmitteln, die bereits seit Jahren als Grundlage einer gesunden Ernährung bekannt sind. Diese Kohlenhydratträger eignen sich sowohl für Diabetiker und Sportler als auch für Übergewichtige für die tägliche Ernährung. Sie sorgen dafür, dass wir satt werden, ohne unnötig viele Kalorien zu uns zu nehmen.

Allerdings betonen Experten, dass jeder Mensch einen individuellen Stoffwechsel hat. Der glykämische Index allein gibt nur bedingt darüber Aufschluss, wie stark unser Blutzucker von den Speisen beeinflusst wird.