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Diät / 25. März 2016

Entschlackungskur: Vorsicht, Risiken!

Eine Entschlackungskur soll den menschlichen Körper von Abfallprodukten befreien, die während der Stoffwechselprozesse anfallen. Die sogenannten Schlacken sollen schädlich für Organe und Zellen sein. Anhänger von Detox-, Fasten- und Basenkuren sind auch ohne wissenschaftliche Belege überzeugt von der positiven Wirkung dieser Heilmethoden. Warum so viele gesundheitsbewusste Menschen an die Effekte einer Entschlackungskur glauben? Hier die wichtigsten Fakten.

Entschlackungskur: Vorsicht, Risiken!
© karepa - Fotolia

Was genau wird der Körper bei einer Entschlackungskur los?


Täglich muss der Körper eine Vielzahl von Stoffen verarbeiten: Nahrung, darin enthaltene Zusatzstoffe, Schadstoffe aus der Umwelt, Schwermetalle, Hormone und Säuren. Dazu können Alkohol, Nikotin und Medikamente kommen. Menschen, die ihren Körper entschlacken, wollen genau diese Stoffe loswerden. Sie glauben, die Schlacken könnten sich sonst im Körper ablagern- zum Beispiel im Bindegewebe - in den Fettzellen oder auch in Knochen und Muskeln. Im schlimmsten Fall führe das zu ernsthaften Erkrankungen wie Darmkrebs, Rheuma oder Arteriosklerose.

Fastenanhänger sind davon überzeugt, dass sie durch eine Entschlackungskur ihren Körper entgiften können. Schlacke ist ursprünglich ein Abfallprodukt aus der Metallgewinnung – nur umgangssprachlich wird dieser Begriff heute in der Naturheilkunde auch auf den menschlichen Körper bezogen. Eine Grundsanierung des Organismus soll bei Allergien, Schmerzen, Müdigkeit, Schlaflosigkeit, Infektionen, Konzentrationsschwäche und vielen anderen Beschwerden helfen. Praktisch ist jedoch ein gesunder Körper durchaus selbst in der Lage, solche nicht verwertbaren Substanzen über Darm und Nieren auszuscheiden. Eine Entgiftungs- oder Entschlackungskur ist deshalb nicht unbedingt nötig, weil sich Stoffwechselprodukte gar nicht erst anlagern.

Entschlackungskur: Nicht ohne Plan!


Wer seinen Körper dennoch entgiften möchte, sollte nie eine Entschlackungskur ohne Anleitung durch einen Experten durchführen! Vor allem bei Entgiftungskuren, die eine Woche und länger dauern, ist fachliche Aufklärung und Aufsicht unerlässlich. Ein Fachmann kann beraten, welche Art von Entschlackungskur sich eignet, und wie lang sie idealerweise dauert. Einige Entschlackungs-Fans legen beispielsweise wöchentlich einen Fastentag ein, andere nehmen sich je nach Bedarf ein Wochenende, um Körper und Geist zu sanieren. Ob Detox-Kur mit Smoothies, Säure-Basen-Therapie, Null-Kalorien-Fasten oder Entgiftungspflaster – viele Methoden, die in der Werbung angepriesen werden, helfen nur geringfügig und entschlacken vor allem das Portemonnaie. Die gängigsten Entschlackungskuren sind:


  • Buchinger-Methode: Ernährung nur mit Gemüsebrühe, Kräutertee, Mineralwasser und Saft.

  • Saftfasten: Ernährung nur mit Wasser, Obst- und Gemüsesaft.

  • Basenfasten: Ernährung nur mit Lebensmitteln, die Basen bilden, beispielsweise viele Obst- und Gemüsesorten.

Die Ernährung während einer Fastenkur fällt in jedem Fall sehr mager aus. Spezielle Vorgaben für eine Entschlackungskur, also welche Lebensmittel mit Sicherheit zur Entgiftung beitragen, gibt es in dem Sinne nicht. Wer sich gesund und ausgewogen ernährt, hilft dem Körper ohnehin, sich selbst zu reinigen.

Eine Entschlackungskur birgt Risiken


Es ist möglich, dass eine Entschlackungskur zur Gefahr werden kann. Wer ohne Hintergrundwissen eine Entgiftungskur durchführt oder fastet, riskiert gesundheitliche Probleme wie Kreislauf- und Herzrhythmusstörungen, Schwindelanfälle oder die Bildung von Nierensteinen. Frauen, die die Antibabypille nehmen, Schwangere, Stillende oder Kinder und Menschen mit gesundheitlichen Problemen sollten ohnehin aufs Fasten verzichten. Auch bei Menschen mit Übergewicht kann eine solche Radikaldiät – etwas anderes ist eine Entschlackungskur in den meisten Fällen nicht – schwere gesundheitliche Folgen nach sich ziehen. Durch den Verzicht auf feste Nahrung - und damit auf jegliche wichtigen Nährstoffe - erhöhen sich die Schadstoffwerte im Blut. Von einer gesunden Möglichkeit, seinen Körper aufzufrischen, kann dann nicht die Rede sein! In den meisten Fällen folgt zudem der gefürchtete Jojo-Effekt: Selbst wenn man durch eine Woche Fasten rund fünf Kilogramm Körpergewicht verlieren kann, sind diese durch die anschließende normale Ernährung schnell wieder drauf.

Nicht den Körper entschlacken, sondern den Geist


Positive Effekte auf das Wohlbefinden sind – auch ohne wissenschaftliche Beweise – nicht auszuschließen. Wissenschaftliche Studien haben ergeben, dass die Symptome von entzündlichen Krankheiten wie Neurodermitis oder Rheuma durch eine Entschlackungskur gelindert werden können. Auch die Immunleistung des Darms kann dadurch heraufgesetzt werden. Vor allem aber der pädagogische Effekt einer Fastenkur ist bemerkenswert. Durch den Verzicht auf bestimmte Nahrungsmittel oder Konsumgüter kann insbesondere das seelische und geistige Wohlbefinden gestärkt werden. Eine Entschlackungskur ist sinnvoll, wenn man sich über seinen Lebensstil Gedanken machen, seine Ernährung nachhaltig umstellen oder zur Ruhe kommen und Energie tanken möchte.

Produktrückruf

Kaufland ruft freiwillig, aus Gründen des vorbeugenden Verbraucherschutzes, folgendes Produkt zurück:

K-Classic Delikatess Rotkohl
Füllmenge: 680 g, Abtropfgewicht: 650 g

EAN 4300175162333
mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum und Charge:
31.12.2020 ML3 L6287 alle Uhrzeiten

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