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Baby & Kind / 07. Dezember 2017

Die Weihnachtszeit mit Kindern gestalten

Anfang Dezember beginnt die Vorfreude auf die besinnlichen Momente und die Zeit, in der wir am Ende des Jahres etwas zur Ruhe kommen. Die Weihnachtszeit mit Kindern zu erleben, ist etwas ganz Besonderes. Kinder erleben diese, meist doch mit Stress gefüllte Zeit, ganz anders als wir Erwachsenen. Für sie stehen das Geheimnisvolle, die besondere Stimmung, der Duft der Plätzchen, die Vorfreude und der Lichterglanz im Vordergrund.

Kinder Weihnachten
© Tanja Gehringer

Auch in unserer Familie beginnt die schöne Zeit Anfang Dezember. Wir holen gemeinsam die verstaubten Weihnachtskisten vom Dachboden und verwandeln unsere Wohnung in eine Winterlandschaft mit Lichterglanz. Ich finde es wichtig, die Kinder schon bei der Dekoration mit einzubeziehen. Sie dürfen selbst entscheiden, was sie dekorieren möchten und dürfen ihren eigenen Vorstellungen folgen. Beim Dekorieren liegt schon eine besondere Stimmung in der Luft: die Kinderweihnachts-CD läuft hoch und runter, die Kinder trällern ihre Lieblingslieder mit, es duftet nach geschälten Mandarinen und Schritt für Schritt verwandelt sich die Wohnung in eine wahre Zauberwelt.

Die Kinder in die Planung mit einbeziehen

Lichterketten und leuchtende Sterne bringen eine ganz besondere Atmosphäre in die dunkle Jahreszeit. Etliche dezente Lichtquellen bilden ein Meer aus vielen funkelnden Lichtern. Kinder möchten Weihnachten erleben. Bei all den Plänen sollten sie im Vordergrund stehen, mit all ihren Bedürfnissen und Wünschen. Gemeinsam mit meinen Kindern überlegen wir, was wir in der Zeit unternehmen, erleben und tun wollen. Einige der Wünsche bleiben von Jahr zu Jahr gleich, andere Ideen entstehen neu und ändern sich mit dem Alter der Kinder. Unsere Weihnachts-To-Do-Liste ist jedes Jahr aufs Neue bunt gemischt.

Abwechslungsreiche Weihnachtszeit

In diesem Jahr haben wir beschlossen Plätzchen zu backen, viele weihnachtliche Geschichten zu lesen, falls es der Schnee zulässt, Schlitten zu fahren, Geschenke selbst aus Salzteig zu basteln und ein Paket für hilfsbedürftige Kinder zu packen. Unsere Fenster werden wieder winterlich bemalt. Ich freue mich sehr über die kreativen und oft spontanen Vorschläge meiner Kinder. Wichtig dabei ist es, als Mutter zu moderieren und mit den Kindern lose Ideen in konkrete Pläne zu verwandeln. Nicht jeder Wunsch kann umgesetzt werden und es erfordert etwas Geschick und Geduld, zu führen ohne zu diktieren. Alle Kinder haben eigene Wünsche und oft genaue Vorstellungen von der Weihnachtszeit.
Oft beginnen wir gemeinsam den Teig für die Plätzchen vorzubereiten. Wenn es dann an das gemeinsame Ausstechen der Plätzchen geht, locken oft schon wieder die Murmelbahn oder andere Spielsachen. Man sollte sich als Mutter keinen allzu großen Stress machen. Weniger ist manchmal mehr, gerade in der Weihnachtszeit. Zusammen einen Weihnachtsfilm auf der kuscheligen Couch mit einer Tasse warmen Kakao anzuschauen, kann z. B. auch wesentlich stressfreier sein, als die große Parkplatzsuche auf dem Weihnachtsmarkt mit überfüllten Ständen und eingefrorenen Kinderhändchen.

So wird’s harmonisch

Damit das Weihnachtsfest nicht außer Rand und Band gerät, lassen wir es langsam angehen. Eine gute Vorbereitung ist hier das A und O. Um die Ruhe zu bewahren, versuchen wir z. B. hektische Hamsterkäufe in den letzten Tagen vor Weihnachten zu vermeiden. Der Nikolaustag wird von unserem Großen jedes Jahr voller Spannung erwartet. Die Aufregung ist beim Aufhängen des Nikolausstrumpfes schon wahnsinnig groß. Jeder hat seinen eigenen Nikolausstrumpf mit eingesticktem Namen – auch Mama und Papa. Die Strümpfe werden in der Nacht zum Nikolaustag vor die Tür gehängt und am nächsten Morgen stürmen die Kinder noch vor dem Zähneputzen vor die Tür. Neben süßen Leckereien wie Mandarinen, Kekse und Nüsse, bekommt jeder ein kleines, besonderes Geschenk. Das Schönste an diesem Morgen ist neben dem Auspacken natürlich auch die Zeit, die wir miteinander verbringen. Eine Zeit, in der wir in Ruhe die neuen Spielsachen ausprobieren und gemeinsam Kochen und Kuscheln.

Den Weihnachtsbaum kann man auch schon einige Tage voher aufstellen - auch wenn dies traditionell gesehen erst am Weihnachtstag geschieht. Damit bleibt der Tag ruhiger und der Baum kann länger genossen werden. Beim Aussuchen des Baumes sind die Kinder die kleinen Chefs. Beim späteren Schmücken wird es meist sehr bunt, da alle selbstgebastelten Engelchen und Sterne natürlich ihren Platz finden müssen. Die Augen meiner Kinder kommen beim Schmücken immer mehr zum Strahlen und sie sind stolz darauf, dass ihre kleinen Kunstwerke den Weihnachtsbaum verschönern. Traditionell kommt bei uns jedes Jahr etwas Selbstgebasteltes auf die Spitze des Baumes. Mein älterer Sohn übernimmt diese Aufgabe immer mit voller Leidenschaft.

Heiligabend: Weniger ist oft mehr

Für das Essen sollte man sich auch etwas Einfaches einfallen lassen oder jeder Familienteil (Omas und Opas inbegriffen) bringt etwas mit. Wiener Würstchen und Kartoffelsalat schmecken den Kindern oft besser als eine aufwendige Weihnachtsgans. Somit muss Mama nicht stundenlang in der Küche stehen und hat ebenfalls etwas Zeit zum Genießen. Die Wohnung muss nicht auf Hochglanz poliert werden, die Kinder brauchen auch keine feinen Kleidchen oder Anzüge, die man erst kurz vor der Feier anziehen kann, damit sie nicht schmutzig werden. Weihnachten ist für uns wirklich das Fest der Liebe und Freude, mit viel Besinnlichkeit und Tradition. Daher genießen wir die Zeit, indem wir als Familie intensivere gemeinsame Momente erleben als im restlichen Jahresverlauf – auch wenn die Kekskrümel am Boden eigentlich schon wieder nach dem Staubsauger rufen.

Ich wünsche euch allen eine harmonische Weihnachtszeiten mit lauter tollen gemeinsamen Erlebnissen!

Eure Tanja