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Baby & Kind / 22. März 2016

Fast Food für Kinder: Schädliche Dickmacher oder zulässige Leckerei?

Fast Food hat einen festen Bestandteil in unserem Alltag: Fürs Mittagessen wird die Tiefkühlpizza in den Ofen geschoben, am Abend um die Ecke ein Döner geholt und nach dem Ausflug ein Abstecher ins Burger-Bistro gemacht. Auch Kinder lieben das „schnelle Essen“. Doch welche Folgen hat Fast Food für Kinder? Macht es sie krank und dick? Wir haben uns Burger, Pommes, Pizza und Co. mal genauer angesehen und erklären, wie sich Fast Food für Kinder ohne negative Folgen in den Speiseplan einbauen lässt.

Fast Food für Kinder: Schädliche Dickmacher oder zulässige Leckerei?
© Syda Productions – Fotolia.com

Zu viel Fast Food macht Kinder krank und dick

Ein Besuch in einem Burger-Restaurant ist für Kinder ein besonderes Erlebnis: Die bunten Farben wirken fröhlich, Kindermenüs locken oft mit lustigem Spielzeug. Auch ältere Kinder und Jugendliche finden einen Abstecher dorthin cool und geben für Fast Food ihr Taschengeld aus. Zu Hause freut sich der Nachwuchs über Dosenravioli, Pommes, Currywurst und Asia-Nudeln, die sich ganz leicht aufwärmen oder in Fritteuse, Backofen und Mikrowelle zubereiten lassen.

Doch solche Schnellgerichte sind meist alles andere als gesund: Sie enthalten viele leere Kohlenhydrate, viel Fett und Zucker, dafür nur wenige wichtige Nährstoffe und Ballaststoffe. Infolgedessen macht Fast Food Kinder nicht lange satt – große Heißhungerattacken nach Süßem folgen. Dr. Mathilde Kersting vom Forschungsinstitut für Kinderernährung (FKE) erklärt: „Hamburger-Brötchen, Fritten und Limonade haben einen hohen glykämischen Index. Ihr Verzehr führt zu einer starken Blutzuckererhöhung, gefolgt von einer Unterzuckerung, die erneuten Hunger auslöst.“

Die vielen Kalorien und das Fett machen Kinder dick, wenn sie sich nicht ausreichend bewegen. Wissenschaftliche Studien bestätigen, dass Fast Food für Kinder schwerwiegende gesundheitliche Gefahren birgt, wenn es regelmäßig auf dem Speiseplan steht. Das Risiko für Diabetes, Herzerkrankungen, Asthma, Hautekzeme und Entzündungen steigt. Selbst Depressionen können durch Fast Food ausgelöst werden.

Fast Food bei Kindern: Was ist akzeptabel und was nicht?

Wenn Kinder im Allgemeinen gesund leben und sich ausgewogen ernähren, ist es in Ordnung, einmal in der Woche Fast Food für Kinder zu genehmigen. Ein Besuch in einem Schnellrestaurant sollte jedoch niemals eine Belohnung für etwas sein, sonst bekommt er eine falsche Bedeutung. Wichtig ist außerdem, dass man Fast Food als Hauptmahlzeit und nicht als Snack für Zwischendurch ansieht. Auch wenn der Name suggeriert, dass sich Döner, Pizza und Burger wie im Vorbeigehen herunterschlingen lassen, sollte man sich gemeinsam mit den Kindern Zeit fürs Essen nehmen. Ausgiebiges Kauen ist nicht nur gut für die Verdauung: Dadurch setzt auch früher ein Sättigungsgefühl ein und Karies kann so vorgebeugt werden. Eltern sollten an einem „Fast-Food-Tag“ zudem darauf achten, dass Kinder durch die restlichen Mahlzeiten ausreichend mit Vitaminen, Mineralstoffen und Ballaststoffen versorgt werden. Die stecken vor allem in Obst, Gemüse und Vollkornprodukten und sind wichtig für die geistige und körperliche Entwicklung der Kinder.

Im Schnellrestaurant selbst lassen sich viele Kalorien und Fette einsparen:

  • Nicht das XXL-Menü wählen, sondern auf kleine Portionen achten.

  • Der einfache Hamburger enthält beispielsweise weniger Fett und Kalorien als der doppelte Cheeseburger.

  • Wenn man die Wahl zwischen paniertem und nichtpaniertem Fleisch hat, besser das ohne Panade nehmen – die saugt nämlich Fett auf wie ein Schwamm.

  • Statt fettiger Salamipizza bietet sich ein italienischer Teigfladen mit Gemüse oder magerem Schinken an.

  • Auf die richtigen Beilagen achten: anstelle von Pommes lieber einen Salat mit leichtem Dressing oder zum Pizzastück einen Obstsalat bestellen.

  • Wenn es doch die Kartoffelstäbchen sein sollen, gilt: lieber dickere Pommes essen – die sind weniger fetthaltig. Dünne Pommes saugen sich in der Fritteuse stärker mit Fett voll.

  • Die Fritten lieber in einen Klecks Ketchup tunken als in Mayonnaise.

  • Statt der zuckrigen Limonade wählt man Mineralwasser oder eine Saftschorle.