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Grillen / 19. März 2016

Welcher Grill ist der richtige für mich?

Wir sind ein Volk von Grillmeistern, so viel steht fest: Etwa 90 Prozent der Deutschen sagen von sich, dass sie gern grillen. Im Schnitt wirft jeder Bundesbürger 13-mal im Jahr den Grill an. Nicht weiter überraschend, schließlich steht Grillen für Genuss, Geselligkeit und gute Laune. Aber: Jeder fängt mal klein an, auch ein zukünftiges Grill-Ass. Deshalb haben wir für alle, die vor dem Kauf ihres ersten Grills stehen, einen Überblick über die wichtigsten Grilltypen zusammengestellt.

Welcher Grill ist der richtige für mich?
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Das sind die wichtigsten Grilltypen

Holzkohlegrill


Der beliebteste Grill ist der einfache Holzkohlegrill, der mit Holzkohle oder Grillbriketts befeuert wird. Sicherlich beruht die Popularität auch darauf, dass dies die ursprünglichste Form des Grillens ist: Glut und Flammen sind ebenso archaisch wie romantisch. Durch die Zubereitung über den glühenden Kohlen bekommt das Fleisch seinen typischen rauchigen Geschmack. Eine gewisse Rauchentwicklung lässt sich beim Holzkohlegrill nicht vermeiden, daher ist er in erster Linie für Gartenbesitzer geeignet. Oder für Grillabende im Park und am Strand – vorher aber bitte prüfen, ob es dort erlaubt ist! Auf einem einfachen Holzkohlemodell lassen sich Würstchen, Steaks und Spieße zubereiten. Wen es nach einem Braten oder langsam gegrillten Spareribs gelüstet, sollte zum geschlossenen Holzkohlegrill greifen: Mit ihrer Abdeckung ermöglichen diese Modelle auch indirektes Grillen (siehe unten). Je nach Größe des Grills dauert es zwischen 30 und 60 Minuten, bis die Kohle durchgeglüht ist und das Fleisch aufgelegt werden kann. Holzkohlegrills, besonders die einfachsten Modelle, sind günstig in der Anschaffung. Geeignet für: Grill-Puristen, denen die Zubereitung und das Drumherum fast genauso wichtig ist wie das Essen selbst.

Gasgrill


Beim Gasgrill wird ein Gasbehälter durch ein Schlauchsystem mit einem oder mehreren Brennern verbunden. Diese Modelle erreichen ihre Betriebstemperatur deutlich schneller als Holzkohlegrills: Bereits nach rund fünf Minuten hat ein Gasgrill die nötige Temperatur erreicht und das Grillgut kann aufgelegt werden. Weiterer Vorteil: Über einen Regler kann die Temperatur in der gewünschten Grillzone genau geregelt werden. Wer einen Gasgrill besitzt, muss darauf achten, dass er stets noch eine volle Gasflasche in petto hat, sonst kann das Grillvergnügen schnell zu Ende gehen – gerade Geräte mit vielen Brennern verbrauchen entsprechend viel Gas. Bei Gasgrills mit Deckel und mehreren Brennern ist auch indirektes Grillen möglich. Gasgrills sind in der Anschaffung deutlich teurer als Holzkohlegrills. Geeignet für: Alle, die schnelles, komfortables und sauberes Grillen bevorzugen.

Elektrogrill                                                                        


Der ungeliebte Stiefbruder des Grills: Echte Grill-Enthusiasten nehmen den Elektrogrill, der mit Heizstäben arbeitet, nicht ernst. Aber: Für viele Mieter ist Grillen auf dem Balkon nur mit einem Elektrogrill möglich, da kein Rauch entsteht. Dafür fehlt aber der typische, rauchige Grillgeschmack – der Elektrogrill brät mehr, als dass er grillt. Indirektes Grillen ist auf einem Elektrogrill nicht möglich. Geeignet für: Alle, für die Grillen keine Lebensphilosophie ist, sondern schlicht eine Methode, um Essen zu garen.

Wie wird gegrillt?


Grundsätzlich wird in zwei Arten unterschieden: direktes und indirektes Grillen. Direktes Grillen ist auf allen drei oben beschrieben Grilltypen möglich, indirektes nur auf Holzkohle- und Gasgrills mit Abdeckung.

Direktes Grillen


Beim direkten Grillen, der beliebtesten Grillmethode, wird das Grillgut direkt über die Hitzequelle gelegt. Bei hohen Temperaturen von bis zu 270 Grad Celsius wird das Fleisch scharf angebraten, sodass sich eine leckere Kruste bildet. Idealerweise bleibt das Grillgut dabei auch schön saftig.

Indirektes Grillen


Indirektes Grillen funktioniert nur, wenn der Grill einen Deckel hat, wie beispielsweise ein Kugelgrill oder viele Gasgrill-Modelle: Bei dieser Methode wird das Fleisch im geschlossenen Grill bei mittleren Temperaturen – etwa 130 bis 220 Grad Celsius – gegart. Die Hitze wird von der Innenseite des Deckels reflektiert – so leitet sich auch der Begriff indirektes Grillen ab. Auf diese Weise lassen sich größere Fleischstücke gleichmäßig garen, ohne dass sie verbrennen. Auf eine Kruste muss man allerdings bei dieser Methode verzichten. Es sei denn, das Fleisch wird nach dem indirekten Grillen noch kurz direkt gegrillt.