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Grillen / 03. April 2016

Vegetarisch grillen – Genuss ohne Fleisch

Es gab Zeiten, da schlossen sich die Begriffe „grillen“ und „vegetarisch“ gegenseitig aus. Als Vegetarier hatte man auf einem Grillabend wenig zu lachen – und musste sich mit ein paar mehr oder weniger langweiligen Beilagen zufriedengeben. Ob gefüllte Paprika, vegetarische Grillspieße, Ziegen- oder Schafskäse und auch vegetarische Grillwürstchen: Mit der wachsenden Zahl der Vegetarier in der Bundesbevölkerung (2015: 5,36 Millionen) machten auch viele neue Ideen für vegetarisches Grillen die Runde. Wir geben Tipps, wie der Grillabend für Vegetarier zum echten Genuss-Highlight wird.

Vegetarisch grillen – Genuss ohne Fleisch
© zi3000 – Fotolia.com

Vegetarisch grillen – gesund und lecker

Vegetarisch grillen ist vielfältig, abwechslungsreich – und so lecker, dass auch viele eingeschworene Fleischesser sich gern bedienen. Schöner Nebeneffekt: Wer mehr Gemüse statt Fleisch isst, tut auch seinem Cholesterinspiegel und der eigenen Figur etwas Gutes.

Als vegetarisches Grillgut kommt prinzipiell jedes wasserarme Gemüse infrage - wie Paprika, Auberginen oder Zucchini. Zu wasserhaltige Gemüsesorten verlieren beim Grillen rasch ihre Flüssigkeit und werden schnell zerkocht und matschig. Das Gemüse wird idealerweise vorher mariniert – siehe unten. Beliebt sind zudem vegetarische Grillspieße oder kleine Päckchen aus Alufolie, gefüllt mit Schafs- oder Ziegenkäse, Gemüse und Öl sowie Kräutern und Gewürzen. Köstlich schmecken auch Champignonköpfe, gefüllt mit Schafskäse, Petersilie und Pinienkernen. Nicht zu vergessen die Klassiker des vegetarischen Grillens: Backkartoffeln und Maiskolben. Serviert mit Kräuterquark beziehungsweise Knoblauch- oder Kräuterbutter sind sie sowohl Beilage als auch vollwertige Grillmahlzeit. Grillkäse wie Halloumi oder der schon erwähnte Schafskäse im Alupäckchen sorgen für würzige Abwechslung. Dazu werden knusprige Crostini gereicht – in dicke Scheiben geschnittenes Baguette oder Ciabattabrot. Und wer nicht ohne Frikadellen und Würstchen auskommt, greift zu fleischlosen Alternativen wie Tofu oder Seitan, die inzwischen in jedem Supermarkt erhältlich sind, oft auch schon fertig gewürzt.


Praktisch: Alle Grills können vegetarisch

Vegetarisches Grillen ist genügsam, was die Technik betrifft – auch Elektrogrills kommen mit dem Garen von Gemüse klar. Sie sind sogar gut für vegetarisches Grillgut geeignet, da dies meist hitzeempfindlicher ist als Fleisch – Grills mit einfach regelbarer Temperatur (Elektrogrill, Gasgrill) sind also klar im Vorteil. Beim Holzkohlegrill muss die Hitze bei Bedarf verringert werden, indem der Abstand zwischen Kohle und Grillrost vergrößert wird. Bestens geeignet ist auch ein Kugelgrill, der indirektes Grillen ermöglicht: Bei dieser Methode liegt das Grillgut nicht direkt über der Kohle, sondern wird mittels der vom Deckel abstrahlenden Hitze gegart.


Vegetarisch grillen: Die Marinade macht’s

Ohne eine würzige Marinade geht auch beim vegetarischen Grillen so gut wie nichts! Das Marinieren bewahrt das Grillgut einerseits vor dem Austrocknen und Verbrennen und verleiht ihm anderseits eine feine Geschmacksnote. Für Grillgemüse – aber auch Tofu oder Seitan – hat sich eine Mischung aus hitzebeständigem (!) Öl, Essig sowie Kräutern und Gewürzen bewährt, darunter Thymian, Rosmarin, Majoran, Knoblauch oder auch Chilipulver. Das Gemüse kann ruhig einige Stunden in der Marinade verbringen, bevor es auf dem Grill landet. Vorsicht: Gemüse immer erst nach dem Grillen salzen, da es sonst schnell austrocknet!


Vorsicht vor zu starker Hitze!

Zumeist ist vegetarisches Grillgut hitzeempfindlicher als Steaks oder Würstchen. Das Gemüse sollte daher nicht über die heißeste Fläche des Grills gelegt werden. Wie beim Fleisch hängt die Zubereitungszeit beim vegetarischen Grillen von der Sorte und der Dicke des Grillguts ab sowie von der Art der Zubereitung – indirekt mit Deckel oder direkt über der Glut beziehungsweise Flamme. Im Schnitt benötigen vegetarische Grillspeisen bei schonender, indirekter Zubereitung etwas länger als Fleisch. Für die Zubereitung von Gemüse auf dem Grill gibt es mehrere Möglichkeiten. Vegetarische Grillspieße sehen schön appetitlich aus, haben aber den Nachteil, dass verschiedene Gemüsesorten auch verschiedene Garstufen besitzen. Blöd, wenn die eine Hälfte des Spießes bereits durch ist, die andere dagegen noch halb roh. Außerdem verbrennt man sich beim Wenden der Spieße gern mal die Finger. Eine weitere Variante des vegetarischen Grillens ist, das Grillgut in Päckchen aus Pergamentpapier zu packen – so bleibt das Gemüse schön saftig. Allerdings fehlt bei dieser Zubereitung der echte Grillgeschmack, da eher gegart als gegrillt wird. Die dritte Möglichkeit sind Grillschalen: Auf diese Weise kommt das Gemüse nicht in direkten Kontakt mit dem Grill und brennt nicht so schnell an, bietet aber dennoch das gewünschte Grillaroma.

Vegetarisch grillen: Und was gibt’s zum Dessert?

Gegrilltes Obst ist das perfekte Dessert auf einer Grillparty – ob Äpfel, Birnen, Ananas, Bananen, Pfirsiche oder Mangos. Nach dem Entfernen der Schale beziehungsweise des Kerngehäuses wird das portionierte Obst in Alufolie gewickelt oder in eine Grillschale gelegt. Folie oder Schale zuvor mit neutralem Öl und Butter bestreichen. Für die geschmackliche Verfeinerung kann zudem etwas Honig oder Orangensaft auf die Früchte geträufelt werden, gut macht sich auch ein kleiner (!) Schuss Orangenlikör oder Rum.

Jetzt haben wir für euch noch ein paar vegetarische Grillrezepte zusammengestellt, von denen ihr euch inspirieren lassen könnt.