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Grillen / 02. Juli 2017

Grilltipps für Geflügel

Wenig Fett, dafür viel hochwertiges Eiweiß: Geflügel ist nicht nur bei gesundheitsbewussten Grillfreunden sehr beliebt. Hühner- und Putenfleisch gelten als besonders wertvoll – es besteht zu fast einem Viertel aus Eiweiß. Außerdem enthalten 100 Gramm Brustfleisch nur knapp ein Gramm Fett. Ente und Gans können da zwar nicht ganz mithalten. Ihr Fettgehalt liegt bei fünf beziehungsweise acht Prozent. Ein echter Grillgenuss sind sie aber alle.

Grilltipps für Geflügel
© vkuslandia - Fotolia

Geflügel grillen: Die Vorbereitungen

Ob Hühnchen, Pute, Ente oder Gans: Jedes Geflügel sollte als erstes gründlich gewaschen und trockengetupft werden. Dann erst folgt das Einölen von außen, beim ganzen Tier auch von innen, zum Beispiel mit einem weichen Pinsel. Zum Würzen können fertige Mischungen oder eigene Zusammenstellungen verwendet werden.

Hähnchenfleisch

Hähnchenbrust besteht vor allem aus sehr magerem Filet. Auf dem Holzkohlegrill erhält das Fleisch ein herrliches Raucharoma. Die hohe, trockene Hitze (bis zu 300 Grad) sorgt zudem dafür, dass eine sehr knusprige Kruste entsteht. Alternativ kann man sie natürlich auch auf dem Gas- oder Elektrogrill zubereiten. Da die Hähnchenbrust beim Grillen sehr starker Hitze ausgesetzt ist, kann sie schnell zu trocken werden. Am besten das Fleisch plattieren, so dass sie überall eine gleichmäßige Dicke hat. Nur so kann sie an allen Stellen gleichzeitig garen, ohne dass ein Teil schon zu trocken und ein anderer, dickerer Teil noch halb roh ist. Außerdem empfiehlt es sich, die Brust nach wenigen Minuten vom Grillrost zu nehmen oder über indirekter Hitze weiter zu garen.

Hähnchenschenkel sind dicker als herkömmliches Grillgut. Daher benötigen sie eine längere Garzeit. Entscheidend ist auch die richtige Temperatur: Ist diese zu hoch, verbrennen Hähnchenschenkel sehr leicht. Optimal ist eine Temperatur von 120 Grad (Niedergarmethode).

Gegrillte Hähnchenflügel eignen sich sehr gut als Fingerfood. Am besten mariniert man sie vorher über Nacht. Um sie gleichmäßig durchzugaren und zudem das Essen zu erleichtern, kann man die Flügel auch auf Holzspieße ziehen. Die Holzspieße sollten jedoch vorher für mindestens 30 Minuten in Wasser eingelegt werden, damit sie auf dem Grill nicht verbrennen.

Auch ganze Hähnchen lassen sich grillen. Man sollte dann jedoch mit einer Garzeit von 45 bis 60 Minuten rechnen. Damit sich die Hitze gleichmäßig verteilt, am besten einen Grill mit Deckel verwenden.

Putenfleisch

Die männlichen Tiere werden als Puter oder Truthahn, weibliche Tiere als Pute oder Truthuhn bezeichnet. Die Pute ist das einzige Geflügel, das verschiedene Fleischsorten liefert: Zum einen das helle, zarte Brustfleisch und zum anderen das dunklere Keulenfleisch, das im Geschmack wesentlich kräftiger ist. Auch die verschiedenen Teilstücke der Pute wie Keulen, Brust und Flügel sind für den Grill geeignet.

Aus dem Brustfleisch der Pute lassen sich Schnitzel, Steaks und Medaillons schneiden. Sie sollten nur kurz gegrillt werden. So werden sie knusprig, aber nicht zu trocken. Eine Marinade, zum Beispiel aus Rapsöl, Gewürzen und Kräutern, verhindert zudem das schnelle Austrocknen.

Die Putenflügel sind perfekt als leckeres Fingerfood. Befreit man die Mittelflügel der Pute von Knochen und Haut, sind auch diese für den Grill geeignet.

Gänse- und Entenfleisch

Zu den Delikatessen unten den Geflügelsorten zählen Gans und Ente. Sie können im Ganzen gegrillt werden, benötigen dann aber zwei bis drei Stunden. Besonders aromatisch werden sie mit einer Füllung, zum Beispiel aus Orangen, Äpfeln und Brot.

Gans und Enten besitzen mehr Fett als Hähnchen und Pute, wobei das meiste Fett unter der Haut sitzt. Wer Fett sparen möchte, der kann die Haut der Filetstücke vor dem Grillen einfach entfernen. Sie kann aber natürlich auch mitgegrillt werden. Dafür diese einfach rautenförmig einschneiden, jedoch ohne mit dem Messer ins Fleisch zu dringen. Aber Achtung: Durch das tropfende Fett können sich auf dem Grill schnell Flammen bilden.


Marinaden für Geflügel

Filets, Keulen und auch halbe Hähnchen können im Kühlschrank mariniert werden. Je fester das Fleisch ist, desto länger sollte es in der Marinade liegen. Geflügel wird so besonders zart, insbesondere, wenn das Fleisch vor dem Marinieren eingeschnitten wird. Mehr Tipps zum Marinieren haben wir euch auf dieser Seite zusammengestellt.

Zubereitung

Damit Geflügelbrust oder -schnitzel nicht verbrennen, das Fleisch zunächst auf der heißesten Stelle des Grills von beiden Seiten scharf anbraten und dann an den Rand schieben. Für marinierte Geflügelteile sollte man am besten eine Grillschale benutzen.

Die muskelreicheren Keulen und Flügel benötigen eine längere Grillzeit. Sie sollten daher zuerst in Alufolie gelegt werden, um sie dann ausgepackt am Grillrand fertig zu garen. Geflügelfleisch sollte man immer gut durchgaren und niemals rosafarben essen: Nur wenn das Fleisch bis zum Knochen durchgegart ist, sind auch alle Erreger abgetötet. Die Innentemperatur des Geflügels sollte zwischen 80 und 85 Grad liegen.