Filialdaten werden geladen.

Ihre Daten werden gesendet.
Grillen / 19. März 2016

Rauchzeichen: Grill-Trend Smoken

In diesem Sommer werden wieder vermehrt weiße Rauchschwaden durch die Gärten wabern – der Grill-Trend Smoken macht’s möglich. Bei dieser Königsdisziplin des Grillens versetzt das feine Raucharoma des Grillfleischs sowohl den Grillmeister als auch die Gäste in Verzückung. Wenn früher das Fleisch geräuchert wurde um es haltbarer zu machen, ist es heute eine Frage des Geschmacks. Die aus den USA importierte Methode lässt große Bratenstücke, Schweineschultern, Spare Ribs und Geflügel zart und saftig werden. Was es beim Grillen im Smoker zu beachten gibt: Wir verraten es.

Rauchzeichen: Grill-Trend Smoken
© arinahabich – Fotolia.com

Richtig grillen mit Smoker – so funktioniert’s!


Smoken ist prinzipiell auch mit einem Holzkohlegrill möglich, aber echte Rauch-Enthusiasten greifen zum richtigen Smoker; das ist eine große schwarze Apparatur, die äußerlich ein bisschen an eine Dampflokomotive erinnert (ab ca. 100 Euro). Darin werden die Fleischstücke bei etwa 90 bis 120 Grad gegart. Die Temperatur beim Grillen mit Smoker liegt also deutlich unter der beim normalen Grillen, daher benötigt die Zubereitung auch einige Stunden Zeit. Der Smoker selbst lässt sich am besten mit einem Räucherofen vergleichen: Durch den heißen Rauch wird das Fleisch in der Grillkammer langsam gegart. Das Gerät funktioniert mit einem Luftzugsystem: In der sogenannten Feuerbox neben der Grillkammer befindet sich die Glut. Hier kommen Holzchips oder Holzstücke hinein, die den Rauch produzieren; wobei verschiedene Holzsorten auch verschiedene Aromen bilden. Für das Smoken geeignete Hölzer sind Ahorn, Buche und Hickory. Ein Kamin am anderen Ende der Grillkammer sorgt für den nötigen Luftzug – so wird der in der Feuerbox erzeugte Rauch durch die Grillkammer in den Kamin geleitet. Die Feinsteuerung der Hitze und der Menge des Rauches lässt sich manuell über Lüftungsschlitze regeln.

Würzen und Marinieren vor dem Smoken


Vor dem Smoken steht das Würzen und Marinieren des Grillguts. Welche Gewürze im Einzelnen auf das Fleisch kommen, ist Geschmackssache, aber Salz, Pfeffer, Paprika sowie Zwiebel-, Knoblauch- und Senfpulver sind ein guter Anfang. Diese Trockengewürzmischung heißt bei Profis übrigens „Rub“. Bei der Marinade (auch „Wet Rub“ genannt) gilt ebenfalls das Motto „Erlaubt ist, was gefällt“. Für den Anfang aber bildet eine Mischung aus Ketchup, Barbecue-Sauce, Honig plus etwas Cayenne-Pfeffer und Chili eine solide Grundlage. In der Marinade muss das Fleisch dann wie gewohnt einige Stunden ruhen. Anschließend kommt es in den Smoker – wobei eine Garzeit von zwölf Stunden keine Seltenheit ist.

Smoken auf dem Holzkohlegrill


Wer sich kein eisernes Ungetüm in den Garten stellen möchte, kann aber auch einen handelsüblichen Holzkohlegrill zum Smoken verwenden. Bedingung: Das Gerät muss einen Deckel haben. Außerdem werden im Fachhandel erhältliche Holzchips benötigt. Bevor die Chips im Grill landen, sollte das Fleisch zunächst halb fertig gegart werden, da sonst der Rauchgeschmack schnell (zu) intensiv wird. Um ein allzu schnelles Verbrennen der Holzchips zu verhindern, können sie zuvor für etwa 30 Minuten in Wasser eingeweicht werden. Nachdem das Holz auf die Kohlen gelegt wurde, kommt das Fleisch auf den Rost. Deckel drauf, zu Ende garen lassen und in der Zwischenzeit das herrliche Aroma des Rauchs genießen!