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Frisch Gebloggt / 16. März 2017

Zu Tisch mit zorra: So lecker verwertet ihr trockenes Brot

Habt ihr gewusst, dass in Deutschland jedes fünfte Brot im Müll landet? Jährlich werden also etwa 500.000 Tonnen Brot weggeworfen. Nicht nur ich denke: Viel zu viel! Mit ein paar einfachen Schritten könnt ihr diese Verschwendung reduzieren. Ich gebe euch ein paar Tipps, wie ihr als Privathaushalt gegen die Brotvernichtung vorgehen könnt.

Zu Tisch mit zorra: So lecker verwertet ihr trockenes Brot
© senteliaolga - Fotolia

1. Schritt: Kauft nur so viel Brot, wie ihr braucht.
2. Schritt: Lagert es richtig oder friert es ein.
3. Schritt: Schmeißt altbackenes Brot nur weg, wenn es schimmelt.

Altbackenes Brot und trockene Brötchen könnt ihr nämlich prima weiterverwerten. Vor der Verwendung prüft jedoch nochmals, ob sich wirklich kein Schimmel gebildet hat. Solltet ihr Schimmel entdecken, geht ihr besser kein Risiko ein und entsorgt es. Sind Brot und Brötchen lediglich hart geworden, könnt ihr sie bedenkenlos verwenden.

Paniermehl selber machen

Paniermehl, auch Semmelbrösel genannt, ist nichts anderes als fein gemahlenes, altbackenes Brot. Es lässt sich auf verschiedene Arten herstellen.

• Am einfachsten geht es mit einer elektrischen Küchenmaschine mit Zerkleinerer. Hierfür schneidet ihr mit einem Messer das alte Brot in ungefähr gleich große Würfel. Die Brotwürfel gebt ihr nun in den Häcksler und mahlt es so lange, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.

• Natürlich könnt ihr Paniermehl auch ohne Küchenmaschine herstellen. Dafür nehmt ihr eine Reibe, mit der ihr das trockene Brot von Hand fein reiben könnt. Das benötigt etwas Muskelkraft – aber ihr spart damit eine Fitnessstunde.

• Alternativ füllt ihr die Brotwürfel in einen Gefrierbeutel, haltet die Öffnung zu und klopft mit einem Fleischhammer oder einer schweren Suppenkelle darauf, bis das trockene Brot krümelig ist. Am besten ein Schneidebrett oder ein Küchentuch unterlegen.

Das selbst gemachte Paniermehl könnt ihr als Panade für Fleisch, Fisch oder Reisbällchen, zum Binden von Füllungen oder Soßen, als Brösel oder Streusel und vieles mehr verwenden. Stellt ihr Paniermehl auf Vorrat her, unbedingt wirklich trockenes Brot verwenden. Um sicherzugehen, dass es nicht später anfängt zu schimmeln, trocknet ihr es nach dem Mahlen im Ofen nach. So lässt sich das Paniermehl problemlos mehrere Monate in Vorratsdosen aufbewahren.

zorra

Brotwürfel und Brotscheiben lecker verwerten

Hartes, getrocknetes Brot lässt sich prima in leckere Croûtons und Crostini verwandeln. Dazu das Brot in Würfel oder Scheiben schneiden. Auch hier gilt: Beim Schneiden auf die Finger aufpassen! Bratet ihr die Brotwürfel in Öl oder Butter an, entstehen daraus knusprige Croûtons für Suppen und Salate. Wenn ihr die Würfel kurz in Wasser oder Milch einweicht, lassen sie sich für Knödel, Frikadellen, Brotsalat oder Brotpudding (siehe Bild) verwenden.

Die Brotscheiben könnt ihr toasten oder rösten und mit verschiedenen Toppings als Bruschetta oder Crostini servieren. In einer Ei-Sahne-Zucker-Mischung gewendet und in Butter ausgebraten, werden aus den trockenen Brotscheiben köstliche Arme Ritter.

Als alt mach neu: Altes Brot in neuem Brotteig

Eine Verwendung von altem Brot gefällt mir besonders gut, weil sich hier der Kreis schließt: Altes Brot in einem neuen Brotteig. Auch hier gibt’s verschiedene Zubereitungsmöglichkeiten. Ihr könnt das harte Brot als Quellstück oder als Vorteig zum Teig geben.

Für einen Vorteig mahlt ihr das harte Brot fein und mischt es zusammen mit Mehl, Wasser und Hefe zu einem Teig. Diesen Teig lasst ihr über Nacht gehen. Am nächsten Tag verwendet ihr den Vorteig wie gewohnt für die Herstellung eines Brotes.

Für die Herstellung des Quellstückes könnt ihr Brotwürfel verwenden, fein gemahlenes Brot geht aber auch. Würfel oder Brösel mit heißem Wasser übergießen und eine Stunde quellen lassen. Danach mischt ihr das Quellstück zusammen mit den restlichen Zutaten zu einem Brotteig.
Ihr merkt: Es gibt viele Möglichkeiten, Brotreste lecker zu verwerten. Eine halbe Million Tonnen Brotabfall muss also wirklich nicht sein!

Viel Spaß beim Verwerten!
Eure zorra

Über 1x umrühren bitte aka kochtopf

zorra bloggt seit 2004 auf
1x umrühren bitte aka kochtopf
und gehört somit zu den Bloggerinnen
der ersten Stunde. Seit einigen Jahren
ist neben Kochen auch Brotbacken ihre
Passion. Mehr als 3.000 Rezepte,
davon über 450 Brotrezepte,
finden sich auf ihrem Blog.
Alle Rezepte sind passend zu ihrem Motto
„Keep it simple! Warum kompliziert,
wenn es auch einfach geht“
unkompliziert und können mühelos
nachgekocht und nachgebacken werden.