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Frisch Gebloggt / 22. Dezember 2016

Was soll ich nur kochen? 10 Tipps für mehr Kreativität in der veganen Küche

Wisst Ihr, was so toll daran ist, einen Foodblog zu schreiben? Essen ist ein universales, fundamentales und allumfassendes Thema für jeden Einzelnen von uns. Mehrmals täglich kommt er, gefragt oder ungefragt, passend zur Mittagszeit oder völlig deplatziert mitten in einem nicht enden wollenden Geschäftsmeeting: der Hunger. Und ob von jetzt auf gleich oder langsam grollend aus irgendeiner tiefen Magengrube ist er oft mit einem Fragezeichen versehen: Worauf habe ich eigentlich gerade Lust? Was soll ich heute kochen? Und was mache ich nur meinen Liebsten morgen zum Essen? Denn schließlich wollen wir alle nicht nur unseren Hunger stillen, sondern Essen genießen! Essen ist Kultur, ein gemeinschaftliches Erlebnis und einer der wichtigsten Bestandteile unseres Tagesablaufs. Schlechtes Essen macht schlechte Laune und Hunger noch viel mieser.

Was soll ich nur kochen? 10 Tipps für mehr Kreativität in der veganen Küche

Ich kann gar nicht mehr zählen, wie oft ich schon gefragt wurde, was mich zu den vielen unterschiedlichen und kreativen Rezepten inspiriert, die ich auf meinem Blog und in meinem Kochbuch veröffentlicht habe. Vor allem weil ich vegan lebe und ausschließlich rein pflanzliche Produkte und Lebensmittel verwende. „Was kannst du denn als Veganer überhaupt noch essen?“, lautet dann die oft gestellte Frage.
Und, oh Wunder, seit ich vegan lebe, ist mein Speiseplan vielfältiger, bunter und köstlicher als je zuvor! Die vegane Küche ist in ihren Möglichkeiten schier unerschöpflich und die Herausforderung, ausgetretene Pfade der klassischen Mischkost-Küche zu verlassen, befeuert meine Kreativität umso mehr. Mein Motivator Nummer eins ist dabei stets mein eigener Hunger. Und glaubt mir, ich habe einen Bären-Appetit! Doch auch ich habe Tricks, um meine eigene Kreativität anzuregen. Nachfolgend habe ich euch meine zehn besten Tipps für mehr Kreativität beim veganen Kochen zusammengestellt. Und ihr werdet sehen, kreatives Kochen beginnt nicht erst in der Küche, sondern schon beim Einkaufen. Und los geht’s!

1) Nehmt euch Zeit für euren Einkauf


Das ist manchmal leichter gesagt als getan. Aber mal ehrlich, wer gehetzt und unter Druck, gestresst und müde einkaufen geht, darf sich nicht wundern, wenn schon beim Einkaufen keine Kreativität aufkommt. Versucht, euch für euren Einkauf möglichst oft genügend Zeit zu nehmen. Schaut euch im Supermarkt um, verweilt ein bisschen in der Obst- und Gemüseabteilung und beobachtet, was andere Menschen um euch herum einkaufen. Genießt die unglaubliche Vielfalt an frischen, naturbelassenen Lebensmitteln und Gemüsesorten. Sie alle sind eine riesige Quelle der Inspiration.

2) Mit allen Sinnen einkaufen


Kochen ist ein sinnliches Vergnügen, das schon beim Einkaufen der Zutaten beginnt. Wir schmecken nicht nur - wir riechen frische Kräuter, duftende Birnen und erdige Kartoffeln. Wir sehen buntes Obst, hören das Knacken von Nüssen und ertasten die Festigkeit oder Weichheit unterschiedlicher Gemüsesorten. Konzentriert euch auf eure Sinne: Welche Zutaten sprechen euch an, was macht euch neugierig? Worauf habt ihr Lust?

3) Kauft saisonale und regionale Zutaten


Saisonal und regional einzukaufen ist nicht nur ökonomischer und nachhaltiger, als mitten im Winter zu Flugobst und Gemüse aus Fernost zu greifen. Es ist auch eine Herausforderung, die unsere Kreativität anregt. Wenn ich einkaufe, greife ich absichtlich oft nach Zutaten, deren Zubereitung sich mir nicht auf Anhieb erschließt. Doch wenn ich darüber nachdenke, was ich z.B. mit Weißkohl oder Rüben alles machen könnte und vielleicht sogar zu Hause im Internet nach passenden Rezepten suche, komme ich plötzlich auf viele neue Kochideen, die sich später nicht selten als geschmackliche Highlights herausstellen.

4) Geht mit Appetit einkaufen


Hier habt ihr sicherlich schon genau das Gegenteil gehört: Bloß nicht hungrig einkaufen gehen! Da packt man sich doch nur den ganzen Einkaufskorb voll. Das mag stimmen. Seinen Einkauf jedoch pappsatt und vollgegessen zu erledigen, regt nun mal die Kreativität nicht an. Hunger ist der beste Koch und Appetit ein wunderbarer Einkaufsratgeber.

5) Bewahrt eure Vorräte übersichtlich auf


Vielleicht habt auch ihr zu Hause einen Vorratsschrank oder eine kleine Kammer, in der ihr haltbare Lebensmittel lagert? Doch aus den Augen, sind viele Zutaten auch aus dem Sinn. Ich habe mir deshalb in der Küche zwei große, offene Regale angebracht. Dort bewahre ich Zutaten wie Mehl, Reis, Quinoa, Bulgur, Hirse, Buchweizen, Linsen, Nüsse, Samen und Superfoods in großen durchsichtigen Schraub- und Einweckgläsern auf. So habe ich meine Vorräte immer im Blick und lasse mich von diesem Anblick für mein nächstes Essen inspirieren.

6) Neues wagen


Der Blick über den eigenen Tellerrand hinaus in die Töpfe anderer Kulturen und Länder finde ich wahnsinnig anregend. Daher schmökere ich gerne in Kochbüchern und auf Blogs nach asiatischen, indischen, afrikanischen, südamerikanischen Gerichten oder Rezepten aus dem Nahen Osten. So erweitere ich beständig mein Kochrepertoire und bringe die Vielfalt der Geschmäcker dieser Welt auch in meine Kochtöpfe.

7) Gewürze und Kräuter


Der Schreiner, der meinen großen Küchenoberschrank angebracht hat, staunte nicht schlecht, als ich meinte, dieser sei für meine Gewürze. Ein ganzer Oberschrank für Gewürze? Ja, und nicht nur ein Schrank. Im Sommer ist mein Balkon und im Winter mein Küchenfensterbrett voll mit duftenden Kräutern. Gerade die vegane Küche lebt vom Würzen und Verfeinern. Probiert neue Gewürze und Gewürzmischungen aus. Kombiniert auch mal ungewöhnlich - ihr werdet sehen, oft ist es ein einzelnes Gewürz, das einem Gericht einen ganz neuen Geschmack gibt.

8) Was ihr immer schon mal vegan essen wolltet


Fragt doch einfach mal eure Liebsten, was sie schon immer gerne mal in einer veganen Variante essen wollten. Denn Veganer essen nicht nur Salat und Möhrchen. Ob Chili sin Carne, deftige Buletten aus Grünkern, Spaghetti Bolognese aus Linsen, ein herzhaftes Seitangulasch oder ein sahniges Sojageschnetzeltes - ihr werdet überrascht sein, was in der veganen Küche alles möglich ist. Probiert es aus!

9) Macht es Euch schön


Was ist denn nun damit gemeint? Ganz einfach: Wer kreativ und lecker kochen möchte, tut dies am besten in einer Umgebung, in der er sich wohl fühlt und auch gerne etwas mehr Zeit dort verbringt. Daher habe ich viel Liebe in die Einrichtung und Ausstattung meiner Küche gesteckt. Ich habe sie so gestaltet, dass ich mich dort wirklich gerne aufhalte. Gutes Arbeitslicht, aber auch indirekte, gemütliche Beleuchtung, frische Farben, tolles Zubehör und Musik gehören für mich zum Kreativsein in der Küche absolut dazu. Also macht es euch schön!

10) Besucht Kochkurse


Ob ihr es glaubt oder nicht: Ich besuche viele Kochkurse. Gerade weil ich gut kochen kann. Denn ich lasse mich gerne von der Kreativität anderer Menschen inspirieren. Außerdem sind Kochkurse ein mitunter lustiges, vor allem aber auch schönes Gemeinschaftserlebnis. Man kommt mit vielen anderen Menschen in Kontakt, tauscht sich aus und erweitert seinen eigenen Kochhorizont ganz gewaltig. Kochkurse sind ein Erlebnis, das ich nicht mehr missen möchte und auch euch nur empfehlen kann.

Die vegane Küche ist jung, experimentell und spielerisch. Vergesst nicht: Kochen soll Freude machen! Erlebt das Einkaufen, Kochen und Essen mit allen Sinnen. Denn mit Spaß an der Sache kommt die Kreativität von ganz alleine.

Herzlichst Eure Lea


Lea Green ist vegane Foodbloggerin und Kochbuchautorin aus Berlin. Seit fast drei Jahren bloggt Lea auf VEGGIES (www.veggi.es) über die ganze Bandbreite und Vielfalt der veganen Küche. Lea möchte vor allem eines: Menschen mit ihren Rezepten inspirieren und für eine gesunde, natürliche vegane Küche begeistern. Im Juni 2015 erschien ihr erstes Kochbuch VEGAN WITH LOVE mit über 88 raffinierten veganen Rezepten für einen gesunden Lifestyle ohne Einschränkungen, dafür mit umso mehr Lebensfreude und Spaß am veganen Kochen.