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Frisch Gebloggt / 26. Juli 2016

Zu Tisch mit Lea Green: Vegane Küche - alles andere als fad

Vorurteile über Geschmack und Geschmacklosigkeit der veganen Küche gibt es viele. Viel zu viele, wenn ihr mich fragt und ich an die riesige Aromenvielfalt denke, die ich größtenteils erst mit der veganen Küche wirklich kennen und lieben gelernt habe. Ganz weit oben auf der Liste der Zweifler: Tofu! „Wie kann etwas, das so weiß, wabbelig und geschmacklos daher kommt, köstlich sein?“, denken so manche und legen den eben noch inspizierten Natur-Tofu-Block mit spitzen Fingern zurück in die Kühlung.

Zu Tisch mit Lea Green: Vegane Küche - alles andere als fad

Auf die Zubereitung kommt es an

Ja, unbestritten, wer schon einmal ein Stück Naturtofu ohne jegliche Würzung oder anderweitige Zubereitung probiert hat, weiß, wovon ich spreche. Das schmeckt einfach Mal nach gar nichts. Doch dem setze ich gerne entgegen, dass auch ein roher, unbearbeiteter Hühnerschenkel alles andere als eine Delikatesse wäre, würde man einfach so in ihn hineinbeißen. Denn auf die richtige Zubereitung und Würzung kommt es an. Die beliebten Röstaromen und die Herzhaftigkeit der klassischen Fleischküche fehlen in einer veganen Küche keineswegs. Man muss nur wissen, mit welchen Gewürzen und Kräutern man auch einem auf den ersten Blick recht freudlos wirkenden Tofublock einen tollen Geschmack entlocken kann.


Gewürze und Kräuter sind das A und O


Neben einer großen Auswahl an verschiedenen Salz- und Pfeffersorten bietet sich eine breite Gewürzpalette an, um Tofu, Seitan, Gemüse, Getreide und Hülsenfrüchten den notwendigen Geschmackskick zu verleihen. Ganz oben auf meiner Favoritenliste stehen Gewürze, die veganen Gerichten eine besonders deftige Note verleihen. Hierzu gehören etwa Kreuzkümmel, scharfes, süßes und geräuchertes Paprikapulver, Muskatnuss, Knoblauch, die marokkanische Gewürzmischung Ras el-Hanout oder verschiedene Curry-Sorten. Schon eine Prise dieser Gewürze kann ein ganz neues Geschmackserlebnis hervorrufen. Auch Piment, Galgant, Zimt, Vanille, Anis, Wacholder und Nelken sind eine Bereicherung. So spicke ich beispielsweise gerne eine Zwiebel mit Nelken und füge sie dem Reis beim Kochen bei. Schnell wird so aus einem einfachen Reisgericht ein echtes Geschmacks-Highlight.

Hinzu kommt die Vielfalt an frischen oder getrockneten Kräutern, die in keiner Küche fehlen sollten. Mediterrane Gerichte würze ich je nach Zutaten gerne mit Rosmarin, Thymian, Majoran, Oregano, Basilikum, Salbei oder Lorbeer. Doch auch die Kräuter-Klassiker wie Schnittlauch, Borretsch, Kerbel, Liebstöckel, Petersilie oder Dill machen zusammen mit etwas Zitronensaft aus weichem Seidentofu schnell eine fabelhafte Kräutercreme oder aus einem einfachen Essig-Öl-Senf-Dressing eine raffinierte Vinaigrette. Und was wären Couscous- und Bulgurgerichte ohne die Frische von kräftiger Minze, wie fade und langweilig asiatische Reisgerichte ohne Koriander, Thai-Basilikum, Ingwer oder Kefir-Limettenblätter?

Die vegane Küche bietet Geschmacksüberraschungen


Tofu hat es also wirklich nicht verdient, verschmäht zu werden und die vegane Küche hält jede Menge Geschmacks-Überraschungen für euch bereit. Ob also eingelegt, mariniert, frittiert, paniert, geröstet, gebraten, geräuchert, gegrillt, gekocht, süß, salzig, sauer oder scharf – Tofu ist sinnbildlich ein bisschen wie alle Küchen dieser Welt: So lecker und mannigfaltig wie die Fantasie und Experimentierfreude ihrer Köche.


Eure Lea
 

TIPP: Ihr wollt jetzt gleich selbst ausprobieren, welche Geschmacksüberraschungen ihr mit veganen Gerichten zaubern könnt? Lea hat für euch ein leckeres Rezept für knusprig-herzhafte Tofubällchen vorbereitet. Dieses und viele andere vegane Rezepte haben wir euch hier zusammengestellt.