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Frisch Gebloggt / 12. Mai 2016

Das 1x1 der Food-Fotografie - Gut gerüstet

Um Gerichte oder Getränke gekonnt in Szene zu setzen, bedarf es einiger Hilfsmittel. Welche Ausrüstung ihr für einen erfolgreichen Foodblog braucht, erfahrt ihr in unserem mehrteiligen Tutorial.

Das 1x1 der Food-Fotografie - Gut gerüstet
© Artur Marciniec - stock.adobe.com

Die richtige Fotoausrüstung für Foodblogger


Als Foodblog-Einsteiger steht man oft vor der Frage: Welche Kamera passt zu mir und meinen Vorstellungen? Die Auswahl an unterschiedlichen Geräten ist enorm und häufig unübersichtlich. Daher ist es sinnvoll, sich schon im Vorfeld darüber Gedanken zu machen, welche Eigenschaften das Equipment mitbringen soll und was man damit erreichen will.

Am Anfang dreht sich eigentlich alles um die Frage:

Welche Kamera ist die richtige für meinen Foodblog?


Das lässt sich nicht pauschal beantworten. Ob Kompaktkamera oder Spiegelreflex - jedes Gerät hat seine Vor- und Nachteile. Prinzipiell sind Kompaktkameras für Einsteiger vollkommen ausreichend. Mit dieser Art Kamera könnt ihr euch ganz in Ruhe und bewusst auf eure Objekte konzentrieren. Denn hier müsst ihr euch nicht um die komplizierte Technik kümmern.
Flexibler seid ihr jedoch mit einer Spiegelreflexkamera. Mit ihr kann man qualitativ hochwertigere Fotos schießen. Durch die große Auswahl an unterschiedlichen Objektiven könnt ihr euch das für eure Bedürfnisse perfekte Exemplar auswählen. Als Standard gehört das altbewährte 50 mm-Objektiv in jede Fototasche. Da dies dem menschlichen Sehen entspricht, erreicht man damit den natürlichsten Eindruck. Wenn ihr gerne unterschiedliche Objektive möchtet, schlägt sich das natürlich entsprechend im Preis nieder.
Egal für welche Kamera ihr euch letztendlich entscheidest: Eine gewisse Grundkenntnis für das Gerät, mit dem ihr arbeitet, sollte in jedem Fall vorhanden sein. Mit Begriffen wie „Blende“, „ISO-Wert“ und „Weißabgleich“ solltest ihr euch also auf jeden Fall auseinandersetzen.

Brauche ich ein Stativ?


Ein Stativ ist sicherlich eine sinnvolle Anschaffung. Denn bereits die kleinste Bewegung kann ein Bild unbrauchbar machen. Es ist auch dann sehr praktisch, wenn die Lichtverhältnisse entsprechend schlecht sind und ihr deshalb eine höhere Belichtungszeit benötigt. Mit der Kamera auf dem Stativ seid ihr flexibler und ihr habt die Möglichkeit, so lange an einem Bild zu feilen, bis ihr damit zufrieden seid.

Tageslichtlampen und Reflektoren


Entscheidet ihr euch dafür, ohne Blitz zu fotografieren, bedarf es einiger kleiner Hilfsmittel, damit ihr bei euren Foodblog-Fotos weniger abhängig von Wetter und Tageszeit seid. Dafür reicht schon eine Tageslichtlampe und ein oder zwei Reflektoren. Dadurch seid ihr flexibler und ihr könnt fotografieren, wann immer es in euren Tagesablauf passt.
Übrigens: Zur Not tut es auch eine einfache Schreibtischlampe und als Aufheller erfüllen auch günstige Styroporplatten aus dem Baumarkt ihren Zweck.

Weitere Grundausrüstung


Nachdem die technischen Fragen geklärt sind, kommen wir nun noch zur restlichen Ausrüstung. Ein transportabler Tisch, der schnell und einfach weggeräumt und gut verstaut werden kann, bietet sich in jedem Fall an. So seid ihr flexibel und könnt den Tisch je nach Sonneneinstrahlung positionieren. Er sollte allerdings nicht zu klein sein, denn für Lampen, Reflektoren und Co. muss natürlich auch noch genügend Platz sein.
Wer gerne mit den Untergründen variieren möchte, kann sich diese ganz einfach mit Holzlatten aus dem Baumarkt zusammenstellen und sie in den gewünschten Farben streichen (Tipp: am besten matte Farben verwenden – das verhindert unnötige Reflexionen). Diese einzelnen Holzplatten können dann nach Lust und Laune und je nach Gericht auf den Tisch gelegt werden.

Mit kleinen Dingen große Wirkung erzielen


Ein weiterer, nicht zu unterschätzender Faktor sind Requisiten wie Schüsseln, Teller, Gläser und Besteck. Auch Blumen, Kräuter oder kleine Zweige können jedes Bild zu einem kleinen Kunstwerk machen. Hier kann alles verwendet werden, was man in der Küche findet. Außergewöhnliche und günstige Accessoires findet man häufig auf dem Flohmarkt. Hier heißt es einfach: Augen offen halten!




Tanja Hauser bloggt seit 2013 bei ihana.eu. Dass alle ihre Rezepte sowohl vegan als auch glutenfrei sind, fällt kaum auf. Denn die einfach zuzubereitenden Rezepte sind ein Geschmackserlebnis für Jedermann. Die besondere Würze an ihrem Foodblog sind ihre Foodfotos, die durch ihre aufgeräumte Komposition und dem spannenden Spiel von Licht und Schatten bestechen.  

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Licht und Aufbau

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