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Frisch Gebloggt / 08. März 2017

Frauen, die die Kochwelt revolutionierten

Kennt ihr schon diese fünf fabelhafte Frauen, die mit ihren Erfindungen und Ideen die Kochwelt revolutionierten?

Frauen, die die Kochwelt revolutionierten

Die Champagner-Frau


Barbe-Nicole Clicquot (1777-1866) wird oft als „Grand Dame de Champange“ (die große Dame des Champagners) bezeichnet. Ihr ist es zu verdanken, dass Champagner kristallklar ist und herrlich prickelt. Im Alter von 27 Jahren übernahm sie die Leitung des Champagnerhauses ihres Mannes Franoise Clicquot, nachdem dieser gestorben war. Als Firmenchefin sorgte sie mit ihrer Überzeugungskraft dafür, dass Europas Adlige zu dankbaren Abnehmern ihres Champagners wurden. Zusätzlich erfand sie auch die sogenannte Rüttelmethode. Eine Lagerungsmethode, die bis heute angewendet wird. Hierbei werden die Champagnerflaschen mit dem Hals nach unten gelagert und jeden Tag gerüttelt. So setzt sich die, für den Gärprozess wichtige, Hefe am Korken ab und kann dann vor dem finalen Verkorken leicht entfernt werden. Dadurch wird Champagner kristallklar.
Übrigens: Barbe-Nicole Clicquot gab dem weltberühmten Champagnerhaus auch seinen heutigen Namen. Veuve Clicquot heißt übersetzt „Witwe Clicquot“.

Die Kunst des Kochens


Mitte des 20. Jahrhunderts sprudelte die amerikanische Küche nicht gerade über vor kreativen Rezepten. Speisen mussten möglichst schnell und unkompliziert zuzubereiten sein. Diese Einstellung änderte die Kochbuchautorin und Fernsehköchin Julia Child. In ihrer Sendung „The French Chef“ weihte sie die Zuschauer auf sympathische und einnehmende Art und Weise in die Geheimnisse der französischen Küche ein. Diese hatte sie Ende der 1940er Jahre in der berühmten Kochschule „Cordon Bleu“ in Paris mühsam selbst erlernt. Zu dieser Zeit stand es um ihre eigenen Kochkünste nämlich eher schlecht. Für ihre Bemühungen und ihre Arbeit erhielt sie 2003 die Freiheitsmedaille, die höchste zivile Auszeichnung in den USA. Ihr berühmtes, zwei Bände umfassendes Kochbuch „Mastering the Art of French Cooking“ prägt bis heute viele US-Autoren und Köche.

Im Jahr 2009 erschien der Kinofilm „Julie & Julia“ mit Meryl Streep in der Rolle der Julia Child. Der Film thematisiert das Projekt „Julie/Julia“, das Julia Powells im Jahr 2002 durchgeführt hat. Sie dokumentierte hierbei ihren Selbstversuch, alle Gerichte aus Julia Child „Mastering the Art of French Cooking“ innerhalb eines Jahres nachzukochen.

Krümelfreier Kaffee


Espressokocher, Stempelkanne und Kaffeevollautomat: Wir haben heutzutage eine große Auswahl, wie wir unseren Kaffee zubereiten wollen. Anfang des 20. Jahrhunderts sah das anders aus. Damals wurde das Kaffeepulver direkt in die Kanne gegeben und dann mit kochendem Wasser aufgefüllt. Durch diese Methode gelangte beim Eingießen immer einiges vom Kaffeessatz in die Tasse. Diese Tatsache störte Melitta Benz (1873- 1950) im Jahr 1908 so stark, dass sie nach einer zufriedenstellenden Lösung für dieses Problem suchte. Sie bohrte Löcher in den Boden eines Messingtopfes und legte diesen mit einem Löschblatt aus, auf das sie dann das Kaffeepulver gab. Das Ergebnis überzeugte. Noch im selben Jahr meldete sie ein Patent für ihre Filter an und gründete die Firma „Melitta“.

Schneller kochen mit Wasserdampf


Der Schnellkochtopf ist eine Erfindung des 20. Jahrhundert? Weit gefehlt! Bereits im 1. oder 2. Jahrhundert n. Chr. entwickelte Maria Prophetissa in Alexandria einen doppelwandigen Kessel, der nach dem Prinzip eines Damfdrucktopfes funktionierte. Mithilfe eines Wasserbades konnten in ihm Dinge langsam erwärmt und warm gehalten werden. Der Kessel war allerdings nicht zum Kochen von Speisen gedacht. Sie wollte mit ihm Gold herstellen.

Abwasch leicht gemacht


Von Hand abspülen ist eine der lästigsten Aufgaben. Das fand auch die reiche Amerikanerin Josephine Cochrane (1839-1913). Zumal dabei viel zu oft teures Porzellan zu Bruch ging. Deshalb erfand sie ein Gerät, das diese Aufgabe übernehmen sollte: den Geschirrspüler. Das Grundgerüst dieses Geschirrspülers bestand aus Drahtfächern, in die das Geschirr gestellt wurde. Dieses befestigte sie auf einem Rad, das sich über einem großen Kessel mit Wasser befand. Insgesamt zwei auf zwei Meter war dieser Apparat groß, in dem mithilfe eines Motors das Rad bewegt und Seifenlauge über das Geschirr gegeben wurde. Der Prototyp der heutigen Geschirrspülmaschine war geboren.

Ihre daraufhin gegründete Firma „Cochran’s Crescent Washing Machine Company“ verkaufte sie im Jahr 1913 an den Küchengerätehersteller Kitchenaid.