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Lebensmittel ABC / 22. Dezember 2016

Sekt, Champagner und Co.: das Schaumwein-ABC

Prickelbrause ist ein viel zu abwertender Begriff für Cava, Prosecco, Asti und all die anderen Schaumweine. Jeder dieser Tropfen hat ganz bestimmte Eigenheiten. Welche Unterschiede zwischen Sekt, Champagner und Prosecco genau bestehen, erklärt unser Schaumwein-ABC.

Sekt, Champagner und Co.: das Schaumwein-ABC
© svariophoto - Fotolia

Ein wichtiges Kriterium beim Schaumwein ist der Kohlensäureüberdruck. Dieser muss laut Lebensmittelrecht mindestens 3 bar bei einer Temperatur von 20 Grad Celsius betragen. Das Kohlenstoffdioxid, das Schaumwein so prickelnd werden lässt, gelangt entweder von außen während des Imprägnierverfahrens in die Flasche oder entsteht bei der Gärung.

Schaumweine aus allen Teilen Europas         


  • Asti stammt aus Italien, genauer gesagt aus der Gegend der gleichnamigen Stadt in der Region Piemont. Diese Art von Schaumwein wird per Flaschengärung aus der Weißwein-Rebsorte Gelber Muskateller hergestellt und zeichnet sich durch seinen süßlichen Geschmack aus. Die kontrollierte Herkunftsbezeichnung Denominazione di Origine Controllata e Garantita (DOCG) sichert die Qualität des Asti.
  • Cava ist ein spanischer Schaumwein, der dem französischen Champagner sehr nahe kommt. Cava wird ebenfalls mit Flaschengärung hergestellt und wurde deshalb bis 1986 in Spanien Champàna und in Katalonien Xampàn genannt. Dann trat Spanien der Europäischen Gemeinschaft bei und ein neuer Name musste her, der dem geschützten Titel „Champagner“ nicht zu sehr ähnelt. Der Begriff Cava bezeichnet eine unterirdisch angelegte Kellerei. Je nach Reifegrad unterscheidet man Cava, Cava Reserva und Cava Gran Reserva. Die Schaumweine sind jeweils mindestens neun, 18 und 30 Monate gereift.
  • Ein Schaumwein, der sich Champagner nennt, muss aus der östlich von Paris gelegenen französischen Region Champagne stammen. Die Herstellung eines Champagners unterläuft strengen Regeln. Nur bestimmte Trauben dürfen verwendet und müssen von Hand gepflückt werden. Nach einer alkoholischen Gärung folgt eine zweite Flaschengärung, bei der aus dem Grundwein durch Zugabe von Zucker und Hefe Champagner entsteht. Der Champagner gilt deshalb weltweit als eines der luxuriösesten Getränke. Das spiegelt sich auch in seinem Preis wider.
  • Als Crémant werden Schaumweine aus den übrigen französischen Regionen sowie aus Belgien und Luxemburg bezeichnet. Crémant hat die Qualität von Champagner, ist im Preis aber trotzdem günstiger. Ein weiterer Unterschied besteht im Flaschendruck: Während Champagner in der Regel unter einem Druck von 6 bar steht, weist Crémant nur einen Überdruck von 3,5 bar auf.
  • Krimsekt ist ein ukrainischer Schaumwein. Obwohl nach der Halbinsel Krim benannt, wird er auch in anderen Teilen der Ukraine produziert. Manche nennen den Krimsekt auch russischen Champagner oder Schampanskoje. Das Besondere: Krimsekt wird nicht nur aus weißen, sondern auch aus roten Trauben hergestellt. 
  • Laut EU-Verordnung werden Sekt, Cava und andere prickelnde Weine in zwei Gruppen eingeteilt: Schaumweine und Perlweine. Ein Perlwein weist mit mindestens 1 bis höchstens 2,5 bar einen geringeren Kohlensäuredruck als ein Schaumwein auf. Er sprudelt deshalb weniger im Glas. Viele Proseccos aus Italien fallen in diese Kategorie und werden mit dem Begriff Frizzante gekennzeichnet.
  • Doch man findet auch schäumenden Prosecco. Dieser ist als Spumante (italienisch für Schaumwein) gekennzeichnet und wird meist mittels Tankgärung produziert. Wie beim Asti gelten für den Prosecco mittlerweile strenge Herkunftsbezeichnungen: DOC für Prosecco aus Venetien und Friaul-Julisch Venetien sowie DOCG für Prosecco aus der Provinz Treviso in Venetien. Übrigens: Das italienische Wort „secco“ bedeutet zwar trocken, sagt aber nichts über Prosecco aus.
  • Sekt ist ein deutscher Begriff, der synonym mit Qualitätsschaumwein verwendet werden kann. Für Sekt gelten spezielle Vorschriften, etwa ein Mindestalkoholgehalt von zehn Prozent sowie ein Kohlensäureüberdruck von wenigstens 3,5 bar, der bei der zweiten Gärung entsteht. Bei Winzersekt muss der Grundwein zudem aus dem eigenen Weinbetrieb stammen. Sekt wird entweder wie Champagner durch Flaschengärung hergestellt oder durch das preiswertere Tankgärverfahren.

Prickelnder Genuss

Temperatur
Sekt genießt man am besten gut gekühlt zwischen 5 und 7 Grad. Falls man spontan kühlen Sekt zum Anstoßen braucht, kannt man ihn minutenschnell auf die richtige Temperatur runterkühlen. Dafür gibt man kaltes Wasser mit ein paar Eisürfeln und etwa 2 Esslöffel Salz in einen Sektkühler. Die Verdunstungskälte kühlt den Sekt binnen 10 Minuten auf die ideale Temperatur. Dieser Vorgang nennt sich Frappieren.

Sektglas

Am besten eignen Tulpengläser oder Kelche zum Trinken von Sekt. In ihnen hält sich das Prickeln länger und das Aroma des Sektes kommt gut zur Geltung. In der Champagnerschale hingegen verflüchtigt sich die Kohlensäure sehr schnell.

Übrigens: Der Trick mit dem Löffel im Flaschenhals ist leider eine Legende. Damit sich der Sekt noch einen Tag länger hält, braucht man einen Sektflaschenverschluss.

Produktrückruf

Kaufland ruft freiwillig, aus Gründen des vorbeugenden Verbraucherschutzes, folgendes Produkt zurück:

K-Classic Delikatess Rotkohl
Füllmenge: 680 g, Abtropfgewicht: 650 g

EAN 4300175162333
mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum und Charge:
31.12.2020 ML3 L6287 alle Uhrzeiten

K-Classic Delikatess Rotkohl