Filialdaten werden geladen.

Ihre Daten werden gesendet.
Lebensmittel ABC / 18. April 2017

Rhabarber: Gesund, köstlich und sehr kalorienarm

Neben Spargel hat auch Rhabarber seinen großen Auftritt im Frühjahr. Obwohl Rhabarber im Grunde wie Obst eingesetzt wird und fast immer süß zubereitet auf Kuchen und Desserts landet oder als Grütze gereicht wird, ist er ein Gemüse. Er eignet sich deswegen auch als Beilage zu Fisch oder Fleisch oder kann zu einer cremigen Suppe püriert werden. Für herzhafte Gerichte sind Gewürze wie Chili, Ingwer, Muskatnuss oder Knoblauch die perfekten Geschmackspartner. Ganz besonders frisch ist der Rhabarber übrigens, wenn die Schnittstellen noch feucht sind.

Rhabarber: Gesund, köstlich und sehr kalorienarm
© volff – Fotolia.com

Rhabarber: So gesund und leicht ist das Gemüse


Rhabarber ist das Gegenteil einer Kalorienbome: ein echtes Leichtgewicht mit nur 14 Kalorien pro 100 Gramm. Und er strotzt nur so vor Vitamin C, Kalium, Natrium, Eisen und Phosphor. Auch der Fettanteil kann vernachlässigt werden - er beträgt lediglich 0,2 Gramm auf 100 Gramm.

Süß oder sauer – Die Farbe entscheidet


Je nachdem, ob Sie Rhabarber für ein süßes oder ein herzhaftes Gericht einplanen, sollten Sie auf die Farbe der Stangen achten. Diese gibt Aufschluss darüber, ob der Rhabarber süß, sauer oder mild schmeckt. Sehr früh geernteter Rhabarber ist oft noch grün und ist deshalb besonders sauer. Eine starke rote Färbung spricht für einen milden Geschmack und eine ausgeglichene Balance von süß und sauer. Am süßesten von allen Rhabarbersorten schmeckt der Himbeerrhabarber. Dieser wird bereits unter Folie vorgezogen und ist optisch durch sein pinkes Fruchtfleisch sofort erkennbar.

Rhabarber lieber nicht roh verzehren


Vor allem in den Blättern, aber auch in der Rhabarberstange selbst, befindet sich Oxalsäure. Diese besitzt die Eigenschaft, mit Mineralstoffen wie Kalzium, Eisen und Magnesium Komplexe zu bilden. Da diese Komplexe sich nur schwer auflösen, können die Mineralstoffe kaum noch von der Darmschleimhaut aufgenommen werden. Und: Bildet die Oxalsäure mit dem körpereigenen Kalzium solche Komplexe, kann sie nicht durch die Nieren ausgeschieden werden. Diese Kristalle können sich als Nieren- oder Blasensteine ablagern. Aber: Dieses Risiko besteht vor allem für Menschen, die schon entsprechende Vorerkrankungen haben. Generell gilt: Den Rhabarber immer schälen und kochen. Dabei geht der Großteil der Oxalsäure ins Kochwasser über und der Rhabarber kann bedenkenlos gegessen werden. Das Kochwasser sollte dann auch nicht weiterverwendet, sondern weggeschüttet werden. Die Fruchtsäure hat aber auch einen Vorteil: Sie wirkt erfrischend und durstlöschend. Probiert deshalb auch einmal einen selbstgemachten Rhabarber-Eistee aus. Dafür einfach Rhabarber mit Zucker und Minze aufkochen und mit kaltem Tee vermischen.