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Lebensmittel ABC / 25. Mai 2016

Küchenkräuter-ABC

Habt ihr in eurer Küche auch ein paar kleine Töpfe mit frischer Petersilie, Schnittlauch oder Basilikum stehen? Viele Kräuter liefern auf dem Fensterbrett oder Balkon fast ganzjährig frische, grüne Blätter und geben unseren Gerichten erst den richtigen Geschmackskick. Durch ihre sekundären Pflanzenstoffe haben viele von ihnen zusätzlich sogar eine positive Wirkung auf unseren Organismus. Was ihr über Küchenkräuter wissen solltet, haben wir für euch zusammengefasst.

Küchenkräuter-ABC
© marcin jucha – Fotolia.com

Wichtige Küchenkräuter-Tipps

Damit die frischen Kräuter beim Kochen ihr volles Aroma behalten, gibt es ein paar Dinge zu beachten:

  1. Schneidet sie mit einem scharfen Messer oder einer scharfen Küchenschere und hackt sie nicht. Sonst landen die wertvollen ätherischen Öle nicht im Essen, sondern bleiben auf dem Schneidebrett.

  2. Gebt die zarten, frischen Blätter, beispielsweise Basilikum, erst zum Ende der Garzeit dazu. Robustere, hartlaubige Kräuter wie Salbei oder Thymian hingegen können und sollten sogar mitgaren.

  3. Nicht alle Kräuter lassen sich gut miteinander kombinieren. Vor allem Basilikum, Minze oder Dill sind Einzelgänger. Schnittlauch und Petersilie oder Oregano und Rosmarin hingegen kann man wunderbar mischen. Grundsätzlich gilt: Kräuter aus der gleichen Region harmonieren meist gut miteinander.

Küchenkräuter-ABC

Dill

Frisch und süßlich-herb im Aroma verleiht Dill Sauerkraut, Fisch, Eiern oder Gemüse wie Gurken und Kartoffeln den besonderen Geschmack. Er soll zudem die Nerven beruhigen, den Appetit anregen und deftiges Gemüse besser verträglich machen. Damit man diese Eigenschaften voll ausnutzen kann, sollte man ihn frisch verwenden, mit einer Schere oder einem scharfen Messer schneiden und erst kurz vor dem Servieren dazugeben. Mit anderen Kräutern oder Gewürzen verträgt sich Dill wegen seines starken Eigengeschmacks nicht so gut. Übrigens: Auch die gelben Blüten und die Dillsamen kannst du in der Küche verwenden – sie schmecken leicht nach Kümmel.

Koriander

Koriander wird auch „chinesische Petersilie“ genannt. Und tatsächlich sehen sich die beiden Kräuter zum Verwechseln ähnlich. Der Geschmack hingegen ist völlig unterschiedlich. Frische Korianderblätter schmecken bitter und zitronig-scharf – nicht jedermanns Geschmack. Vor allem asiatische Geflügel- und Fischgerichte können frische Korianderblätter verfeinern. Tipp: Dosiert aber gerade wegen des intensiven Eigengeschmacks mit ein wenig Fingerspitzengefühl, damit das Aroma nicht zu dominant wird. Außerdem verträgt sich Koriander nur mit wenigen anderen Gewürzen wie Minze oder Kreuzkümmel. Damit er sein volles Aroma beibehält, kommt er erst zum Ende der Garzeit dazu.

Minze

Schon der Duft von Minze erfrischt und beim Verzehr stellt sich ein angenehmer Kühleffekt im Mund ein. Das liegt am hohen Mentholgehalt der Pflanze. Dieser ist je nach Art mehr oder weniger stark ausgeprägt. So hat Pfefferminze ein sehr strenges Aroma, während Apfelminze mild schmeckt und leicht fruchtig duftet. Mit den verschiedenen Arten lassen sich Süßspeisen oder Getränke wunderbar verfeinern. In der orientalischen Küche wird Minze auch für herzhafte Gerichte verwendet. Sie passt zum Beispiel sehr gut zu Auberginen, Erbsen, Zucchini, Geflügel und Lamm. Mit anderen Kräutern verträgt sich jedoch nicht gut – außer mit Koriander und Petersilie.

Rosmarin

Der harzige und leicht bittere Geschmack des Rosmarins erinnert an Eukalyptus. Im Gegensatz zu zartlaubigen Kräutern entfaltet er seinen Geschmack erst bei Hitze und sollte deshalb mitgaren. Die Nadeln kann man zur Grillsaison für Marinaden nutzen und die holzigen Stiele beispielsweise als Spieße zum Grillen von Gemüse, Fisch oder Fleisch. Sogar seine zarten, blauen Blüten sind nicht nur ein hübscher Blickfang am Tellerrand, sondern auch im Sommersalat essbar. Besonders gut passt Rosmarin zu mediterranen Gemüsesorten wie Zucchini oder Auberginen und zu hellen Fleischsorten. Das Kraut kann aber auch süß verwendet werden: beispielsweise als Eis oder zum Aromatisieren von Apfelgelee. Rosmarin soll außerdem den Kreislauf anregen, Kopfschmerzen lindern und bei Nervosität beruhigen.

Salbei

Aus der italienischen Küche nicht wegzudenken und heilsam dazu ist Salbei. Die silbrigen, filzigen Blätter verfeinern mit ihrem würzig-harzigen Aroma Pasta und Getränke ebenso wie Fleischgerichte und machen sie gleichzeitig bekömmlicher. Wenn man Salbei leicht in Butter dünstet, schmeckt er am besten. Er passt gut zu mediterranen Kräutern wie Estragon oder Thymian und harmoniert auch mit schwarzem Pfeffer und Knoblauch sehr gut. Salbei ist außerdem eine seit Jahrtausenden bekannte Heilpflanze und punktet mit seiner entzündungshemmenden, krampflösenden und antibakteriellen Wirkung.

Schnittlauch

Neben Petersilie ist Schnittlauch das bekannteste Küchenkraut. Schnittlauch ist eine dankbare Pflanze, die im Topf fast ganzjährig erntereife grüne Blätter liefert. Mit seinem angenehmen, mild-würzigen Zwiebelgeschmack verfeinert er Quark, Kartoffeln oder Omelette. Schnittlauch enthält außerdem größere Mengen an Kalium, Kalzium, Eisen, Magnesium und Phosphor, ätherische Öle und Vitamine. Damit seine Nährstoffe und Aromen voll erhalten bleiben, solltet ihr ihn roh verzehren. Je älter der Schnittlauch, desto schärfer schmeckt er übrigens. Auch die violetten Blütenkugeln sind essbar.  Sie schmecken honigartig süß. Achtet aber darauf, dass ihr  den harten und bitteren Blütenstängel vor dem Essen entfernt.