Filialdaten werden geladen.

Ihre Daten werden gesendet.
Lebensmittel ABC / 20. Oktober 2017

Kohl im Mini-Format

Kaum ein anderes Gemüse spaltet die Meinungen so sehr wie Rosenkohl. Was kaum jemand weiß: Er zählt zu den gesündesten Gemüsesorten und kann in den unterschiedlichsten Gerichten eingesetzt werden. Was ihr bei der Zubereitung der Mini-Kohlköpfe beachten solltet und wozu Rosenkohl am besten schmeckt, verraten wir hier.

Kohl im Mini-Format
© Marek Gottschalk – Fotolia.com

Gesunde Inhaltsstoffe

Schon seit dem 16. Jahrhundert wird Rosenkohl in Belgien kultiviert, weshalb er vielen auch unter der Bezeichnung „Brüsseler Sprossen“ oder „Brüsseler Kohl“ bekannt ist. Was bei uns auf dem Teller landet, sind die Knospen der Rosenkohlpflanze, die am Stiel der Pflanze wachsen. In keiner anderen Kohlsorte steckt so viel Vitamin C: 100 Gramm Rosenkohl enthalten 115 Milligramm Vitamin C – das deckt die empfohlene Tagesdosis mehr als ab. Außerdem liefern die kleinen Röschen Vitamin A und K, verschiedene B-Vitamine, Magnesium, Zink, Fluor, Kalzium und Kalium. Der manchmal leicht bittere Geschmack von Rosenkohl wird durch den ersten Frost gemildert, da sich dann der Zuckergehalt erhöht. Die Rosenkohl-Saison dauert von September bis in den März hinein – der Rosenkohl ist ein echtes Wintergemüse. Früh geernteter Rosenkohl weist in der Regel hellgrüne Blätter auf. Kommt er später vom Feld, sieht er eher dunkelgrün aus. Frischer Rosenkohl hat feste und geschlossene Röschen, die Blätter sind weder welk noch gelb. Nach dem ersten Frost schmeckt Rosenkohl am besten. Denn durch die Kälte wird die Stärke in den Blättern in Zucker verwandelt.

Rosenkohl zubereiten und einkochen

Rosenkohl hat einen nussig-aromatischen Geschmack und wird ganz klassisch in Aufläufen, Eintöpfen oder als Beilage zum Braten verwendet. Auch Fischgerichte rundet er wunderbar ab. Wer es etwas ausgefallener mag, der kombiniert ihn mit Schupfnudeln oder genießt ihn in Form einer Quiche, einer Tarte oder als warmen Salat mit Möhren und Orangen. Mit Kümmel, Fenchelsamen oder Anis zubereitet wird Rosenkohl bekömmlicher.

Wer frisch gekauften Rosenkohl sofort verzehren möchte, schneidet zunächste den Strunk zurück und entfernt die äußeren Blätter. Damit er gleichmäßig garen kann, dann die Strünke einfach kreuzweise einschneiden. Je nach Größe wird er dann 7 bis 10 Minuten in Salzwasser gekocht. Da Rosenkohl schnell weich wird, sollte er nicht zu lange gekocht werden. Kühl gelagert hält sich frischer Rosenkohl etwa 4 Tage. Wird er kurz blanchiert (etwa 5 Minuten), lässt er sich gut einfrieren und ist so bis zu neun Monate haltbar. Auch einkochen lässt das kleine Kohlgemüse sich. Dazu den Rosenkohl waschen und zusammen mit kaltem gesalzenem Wasser in ein frisch ausgekochtes Einmachglas füllen. Die Gläser schließen und dann bei siedendem Wasser im Topf 20 bis 25 Minuten lang erhitzen. So wird der Rosenkohl haltbar gemacht und pasteurisiert. Die Gläser auskühlen lassen – dann können sie im Keller drei bis sechs Monate aufbewahrt werden. Zum Essen den Rosenkohl nur noch kurz erwärmen.